Ein Stück Deutschland

Ein Stück Deutschland 49 Menschen in einem Seniorenheim in Argentinien. 49 Geschichten von geflüchteten Juden. 49 bewegende

12/04/2026

„Sie haben ihn reingeschossen, in die Grube.“




Folge 64 - Ilse Grünewald III

In Folge 64 erzählen wir nicht nur von Ilses Verhältnis zu ihrem Heimatland. Wir folgen auch weiter den Spuren ihres Bruders Berthold. Dafür tauche ich gemeinsam mit der Seelzer Stadtarchivarin Martina Krickel im tief in die Akten ein. Was wir entdecken, ist erschreckend …

Nach allem, was Ilse als junge Frau durch die nationalsozialistischen Deutschen erdulden musste, hat sie sich ihre Identität als Deutsche dennoch nicht nehmen lassen. 2004 sagt sie im Interview: „Ich habe mich sehr deutsch gefühlt.“ Und sie bleibt es bis zuletzt – etwa, wenn sie zu ihrem 102. Geburtstag das Gedicht eines deutschen Romantikers rezitiert. Wie sie das macht, kannst du dir auf ihrer Seite ansehen (ganz am Ende der Seite).

Link in Bio



22/03/2026



Es geht voran. Podcastfolge 63 ist fertig und veröffentlicht!

Es ist die zweite ausführliche Folge über die Exil- und Überlebensgeschichte von Ilse Grünewald.

Sie erzählt darin von ihrer Ankunft im Exil und davon, wie sie und ihr Mann sich mit einem Freund eine kleine Wohnung teilen und improvisieren müssen, denn es gibt keine Küche und sie besitzen kaum etwas. Ilse ist hochschwanger, spricht kein Spanisch, und das junge Paar hat kein Geld. Im städtischen Krankenhaus Rivadavia findet sie einen wohlwollenden Arzt, der sie unterstützt. Hier bringt Ilse ihr erstes Kind zur Welt. Die ersten Jahre sind hart für die junge Familie. Helmut verdient zunächst nur wenig. Mit ihrer Tochter im Kinderwagen läuft sie von Haus zu Haus, um ihre Dienste als Wäscherin anzubieten. Mühsam und Schritt für Schritt bauen sie sich ein Leben im Exil auf.

Nach dem Krieg erfährt Ilse, dass ihre Brüder von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Gemeinsam mit Martina Krickel, der Stadtarchivarin von Seelze, besuchte ich die Gedenkstätte Ahlem. Auf der „Wand der Namen“ finden wir den Namen von Ilses jüngerem Bruder Berthold.

Link, wie immer, in der BIO

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22/03/2026






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In der zweiten ausführlichen Folge erzählt Ilse Grünewald von ihrer Ankunft im Exil, davon, wie sie und ihr Mann sich mit einem Freund eine kleine Wohnung teilen und improvisieren müssen, denn es gibt keine Küche und sie besitzen kaum etwas. Ilse ist hochschwanger, spricht kein Spanisch, und das junge Paar hat kein Geld. Am städtischen Krankenheus Rivadavia findet sie einen wohlwollenden Arzt, der sie unterstützt. Hier bringt Ilse bringt ihr erstes Kind zur Welt. Die ersten Jahre sind hart für die junge Familie. Helmut verdient zunächst nur wenig. Mit ihrer Tochter im Kinderwagen läuft sie von Haus zu Haus, um ihre Dienste als Wäscherin anzubieten. Mühsam und Schritt für Schritt bauen sie sich ein Leben im Exil auf.

Nach dem Krieg erfährt Ilse, dass ihre Brüder von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Gemeinsam mit Martina Krickel. der Stadtarchivarin von Seelze, besuche ich die Gedenkstätte Ahlem. Auf der „Wand der Namen“ finden sie den Namen von Ilses jüngerem Bruder Berthold.

Mit Carsten Janz Janz und Philipp Teichert.
Ein besonderer Dank geht an Martina Krickel.

08/03/2026

„Ich kann vergeben, aber ich kann nicht vergessen.“

Dieser Satz ist gewichtig. Und das Erste, was ILSE GRÜNEWALD sagt, das Erste, was ihr in den Kopf kommt, als ich, Corinna Below, Autorin von EIN STÜCK DEUTSCHLAND, sie 2004 interviewt habe. Mit diesem Satz beginnen wir unsere

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Geboren 1914 in Seelze, wächst sie dort zunächst unbeschwert auf – als jüdisches Kind von Eltern mit einem gut laufenden Weißwarengeschäft in einem Dorf bei Hannover. Die Familie Willner ist die einzige jüdische Familie in dem 3000-Seelen-Ort. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ändert sich alles für die junge Frau. Sie beschreibt, wie sie gedemütigt und drangsaliert wurden.
Um ein genaueres Bild über diese Zeit zu erlangen, habe ich mich mit Menschen verabredet, die sich ebenfalls mit Ilse Grünewalds Leben und mit der Familie Willner befasst haben. Sie zeigen mir in Seelze die Orte, die für die Familie wichtig waren. Mit Originaltönen und neu erschlossenen Akten erzählen wir gemeinsam und im Gespräch mit dem EIN STÜCK DEUTSCHLAND Co-Host Carsten Janz von Verlust, Demütigung und der Flucht 1938 – und davon, was Erinnerung bedeutet.

Mein Dank für diese Folge geht an Ricardo Grünewald, dem Sohn von Ilse Grünewald für Fotos und Antworten auf offene Fragen, an Martina Krickel, Stadtarchivarin von Seelze und Norbert Saul, dem ehemaligen Stadtarchivar für die in Seelze und an Fluid Sound für die tolle Ton-Nachbearbeitung.

̈hlerin

01/03/2026

20/02/2026

Die neue ist online!
Eine kurze Folge als Auftakt der neuen zu Ilse Grünewald:

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mit und 😊

Geboren in bei , ihre , verliert Ilse Grünewald als junge Frau durch den alles – ihre Arbeit, ihre Brüder, ihr Vertrauen in die Menschen. Hochschwanger gelingt ihr die Flucht nach Argentinien, wo sie ein neues Zuhause findet. Im Interview von 2004 sagt sie: „Ich kann vergeben, aber ich kann nicht vergessen.“ Ihre – ein eindrückliches Zeugnis.

Hier ein kleiner Vorgeschmack.

Die kleine Ilse mit ihrem großen Bruder Erwin. Vermutlich 1915. Aufgenommen in  , wo die beiden geboren sind. Ihre Elter...
06/02/2026

Die kleine Ilse mit ihrem großen Bruder Erwin. Vermutlich 1915. Aufgenommen in , wo die beiden geboren sind. Ihre Eltern führen einen Manufaktur-, Weiß- und Wollwarenladen. Die Bevölkerung wächst. Der Laden läuft gut. 1918 kommt ein weiteres Kind zur Welt: Berthold. 1927 zieht die Familie um, in ein Haus mit größeren Geschäftsräumen an der Hannoverschen Straße. Die Kinder sind sportlich, Mitglieder im örtlichen Turnverein. Sie sind Teil der Gesellschaft. Doch es gibt ein Problem: Sie sind jüdisch und 1933 kommen die an die Macht und was dann für Ilse und ihre Familie folgt ist , , , Terror.

Ilse im Interview 2004: „Bin ich, weil Goebbels es sagt, ein Schweinehund?“

Ihr gelingt im Mai 1938 hochschwanger zusammen mit ihrem Mann die Flucht nach Argentinien. Ihre Eltern entkommen nach Australien. Für Erwin und Berthold gibt es keine Möglichkeit zur Flucht. Sie werden deportiert und umgebracht.

Derzeit arbeite ich an den Podcastfolgen zu Ilse Grünewald, geborene Willner und ich hatte das Glück auf Martina Krickel zu stoßen, die mit bei der Recherche unterstützt hat. Was wir alles herausgefunden haben, erfahrt ihr in den nächsten Podcastfolgen.

Foto 1: Ilse und Erwin Willner, 1915 (Quelle: privat)

Foto 2: Das Geschäft der Familie Willner (Quelle: Stadtarchiv Seelze)

Foto 3: Inserat von 1925 (Quelle: Stadtarchiv Stadt Seelze)

Foto 4: Deportation "Transport 1“ (Quelle: Corinna Below)

Foto 5: Zusammen mit der Seelzer Stadtarchivarin Martina Krickel konnte ich im Niedersächsisches Landesarchiv zu Familie Willner recherchieren

Die kleine Ilse mit ihrem großen Bruder Erwin. Vermutlich 1915. Aufgenommen in  , wo die beiden geboren sind. Ihre Elter...
06/02/2026

Die kleine Ilse mit ihrem großen Bruder Erwin. Vermutlich 1915. Aufgenommen in , wo die beiden geboren sind. Ihre Eltern führen einen Manufaktur-, Weiß- und Wollwarenladen. Die Bevölkerung wächst. Der Laden läuft gut. 1918 kommt ein weiteres Kind zur Welt: Berthold. 1927 zieht die Familie um, in ein Haus mit größeren Geschäftsräumen an der Hannoverschen Straße. Die Kinder sind sportlich, Mitglieder im örtlichen Turnverein. Sie sind Teil der Gesellschaft. Doch es gibt ein Problem: Sie sind jüdisch und 1933 kommen die Nationalsozialisten an die Macht und was dann für Ilse und ihre Familie folgt ist , , , .

Ilse im Interview 2004: „Bin ich, weil Goebbels es sagt, ein Schweinehund?“

Ihr gelingt im Mai 1938 hochschwanger zusammen mit ihrem Mann die nach . Ihre Eltern entkommen nach Australien. Für Erwin und Berthold gibt es keine Möglichkeit zur Flucht. Sie werden deportiert und umgebracht.

Derzeit arbeite ich an den Podcastfolgen zu Ilse Grünewald, geborene Willner und ich hatte das Glück auf Martina Krickel zu stoßen, die mit bei der unterstützt hat. Was wir alles herausgefunden haben, erfahrt ihr in den nächsten .

05/02/2026

.victims

08/12/2025

Endlich eine
Folge 60 - tataaaaaaaaa!






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mit und .pfromm

Anneliese Meyer ist melancholisch und hat traurige Augen. Sie ist aber auch mutig und witzig. Alles in einer Person. In dieser Folge erzählt sie von Neugier und den überraschenden Wendungen in ihrem Leben, aber auch in dem ihres Bruders Timm, der durch einen Zufall als Landwirtschaftsgehilfe von dem „Verrückten der Dünen“ angeheuert wird – auf einem Landstrich aus purem Flugsand Schilf und Bäume zu pflanzen. Der Plan: hier soll ein argentinischer Badeort entstehen. Anneliese geht ein Jahr später auch nach Argentinien, ebenfalls durch einen Zufall und durch Kontakte. In Buenos Aires arbeitet sie zunächst als Kinderpflegerin bei einer wohlhabenden Familie, bevor sie selbst Familie gründet und das Leben seinen Lauf nimmt. Sie spricht über Freiheit, Identität und Heimat und die Frage, wie sie zu Deutschland steht. Gemeinsam mit unserer Interviewpartnerin Irene Uffrecht-Peters entdecken die Podcast-Hosts, warum Anneliese Meyer 2004 behauptete, nie wieder nach Deutschland gereist zu sein.

Anneliese Meyer ist melancholisch und hat traurige Augen. Sie ist aber auch mutig und witzig. Alles in einer Person. In ...
08/12/2025

Anneliese Meyer ist melancholisch und hat traurige Augen. Sie ist aber auch mutig und witzig. Alles in einer Person. In dieser Folge erzählt sie von Neugier und den überraschenden Wendungen in ihrem Leben, aber auch in dem ihres Bruders Timm, der durch einen Zufall als Landwirtschaftsgehilfe von dem "Verrückten der Dünen" angeheuert wird – auf einem Landstrich aus purem Flugsand Schilf und Bäume zu pflanzen. Der Plan: hier soll ein argentinischer Badeort entstehen. Anneliese geht ein Jahr später auch nach Argentinien, ebenfalls durch einen Zufall und durch Kontakte. In Buenos Aires arbeitet sie zunächst als Kinderpflegerin bei einer wohlhabenden Familie, bevor sie selbst Familie gründet und das Leben seinen Lauf nimmt. Sie spricht über Freiheit, Identität und Heimat und die Frage, wie sie zu Deutschland steht. Gemeinsam mit unserer Interviewpartnerin Irene Uffrecht-Peters entdecken die Podcast-Hosts, warum Anneliese Meyer 2004 behauptete, nie wieder nach Deutschland gereist zu sein.

49 Menschen - 49 bewegende Geschichte von geflüchteten Jüdinnen und Juden.

21/09/2025

Anneliese Meyer fährt in den Osterferien 1933 nicht nach Hause – sie mag ihre Stiefmutter nicht und bleibt lieber im Internat. So ist sie die einzige Schülerin, die miterlebt, wie SA-Männer die Schule stürmen und den Schulleiter Bernhard Uffrecht abführen. Ein einschneidendes Erlebnis für die 20-jährige „Ali“, das ihr Leben von Grund auf verändert.

Die ist da:
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2022 haben Tim Hoppe, Fotograf von EIN STÜCK DEUTSCHLAND, und ich, die Autorin des Projekts, Irene Uffrecht-Peters in der ehemaligen Schule getroffen. Sie ist die Enkelin des Schulgründers und forscht seit Jahren zu den Kindern und Jugendlichen, die zwischen 1922 und 1933 die Freie Schul- und Werkgemeinschaft Letzlingen besuchten. Viele konnten fliehen. Andere wurden "wurden zwischen Hi**er und Stalin zerrieben", kamen entweder durch die N***s um Leben oder fielen den stalinistischen Säuberungen zum Opfer. Dabei sollte die Schule eigentlich ein Ort des Aufbruchs in ein selbstbestimmtes Leben sein. Denn Berrnhard Uffrecht lehnte bewusste Erziehung ab – hier sollte sich der Mensch aus sich heraus entwickeln.

Wie Anneliese Meyer zur Schule stand, hat sie mir 2004 nicht erzählt. Doch Irene Uffrecht-Peters bringt zu unserem Treffen ein besonderes Dokument mit: einen Brief, der genau darüber Aufschluss gibt.

an Irene Uffrecht-Peters für die vielen Einblicke und neuen Erkenntnisse zur Schulgeschichte und die historischen Fotos, an Carsten Janz , dafür, dass du mit mir den Podcast machst, an Tim Hoppe, dass du seit 2004 dem Projekt treu geblieben bist und es fotografisch dokumentierst und Fluid Sound für den guten Ton!




̈dischegeschichte





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