26/08/2026
Migration: Ist sie ein Schlüssel, um unsere Gegenwart besser zu verstehen und die Zukunft zu gestalten❓
Noch immer wird Migration oft mit veralteten Mustern beschrieben: Menschen kommen. Sie bleiben. Oder sie gehen wieder. Diese Vorstellung greift zu kurz. Im Projekt „Inventur und Invention. Migration als Prisma für die Krisen unserer Zeit“ fragen Manuela Bojadžijev und Robin Celikates, Universität Berlin, wie Migration neu gelesen werden kann – nicht als Ausnahme, sondern als Zugang zu grundlegenden Fragen unserer Zeit.
👀 Der Perspektivwechsel ist weitreichend:
Migration wird nicht nur als Gegenstand untersucht, sie wird selbst zum Erklärungsansatz und zum Prisma, durch das sich gesellschaftliche Transformationen, Krisen und Ordnungen neu verstehen lassen.
Besonders ist auch das Forschungsdesign:
Im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteur:innen, Forschenden und Aktivist:innen entstehen neue Konstellationen. 🤝 Der Rahmen wissenschaftlicher Diskussion wird bewusst geöffnet, um Wissen aus unterschiedlichen Kontexten zusammenzuführen.
Das Projekt steht damit exemplarisch für das, was Grundlagenforschung leisten kann:
👉 außerhalb bestehender Kategorien denken
👉 neue Forschungsräume öffnen
👉 gesellschaftliche Entwicklungen früher erkennen
👉 und Debatten mit neuer analytischer Schärfe mitgestalten
Oder, in den Worten von Manuela Bojadžijev, Institut für Europäische Ethnologie der Berliner Humboldt-Universität:
„Grundlagenforschung kommt um die Migrationsforschung nicht herum.“
Gerade in einer verflochtenen Weltgesellschaft braucht es Forschung, die nicht nur Probleme verwaltet, sondern Begriffe, Annahmen und Ordnungen neu befragt. Manuela Bojadžijev: "Um diese Realität wahrzunehmen, müssen wir nach neuen Forschungsdesigns und epistemologischen Kooperationen suchen."
🌐 zum Projekt: https://www.volkswagenstiftung.de/de/news/aktuelles/migration-als-prisma-fuer-unsere-zukunft-manuela-bojadzijev-erklaert-ihr-forschungsprojekt