29/08/2026
Heute findet der Welttag gegen Speziesismus statt.
Speziesismus bedeutet, dass wir Lebewesen unterschiedlich behandeln, abhängig von ihrer Art. Im Grunde genommen halten wir bestimmte Tierarten für wertvoller als andere. Eine Denkweise, die sich in unserer Gesellschaft durch Vorurteile und Glaubenssätze tief verwurzelt hat. Wir objektifizieren bestimmte Tiere und reduzieren ihre Daseinsberechtigung auf ihren Nutzen für uns Menschen. Die Worte "Nutztier" oder "Vieh" sind menschengemacht und werten das Wesen als fühlendes Individuum ab.
Warum entscheidet die Art darüber, wie ein Lebewesen behandelt wird? Hunde & Katzen sind unsere Freunde, Schweine, Kühe, Hühner und viele andere sollen uns nur dienen. Dabei fühlen sie nicht weniger und sie leiden auch nicht weniger. Wir haben sie einfach abgestempelt und kategorisiert, ohne das jemals zu hinterfragen. Wissenschaftliche Studien belegen eindeutig, dass sie Gefühle haben, Schmerz empfinden und über ein komplexes inneres Erleben verfügen - emotional, sowie kognitiv. Unabhängig davon, ob es sich um ein Hund oder um ein Huhn handelt.
In anderen Ländern wird Hundefleisch gegessen. Wenn wir das hören, steigt Wut und Fassungslosigkeit in uns auf, weil wir Hunde hier bereits als fühlendes Individuum erkannt haben. Wir rechtfertigen die Ausbeutung von Tieren durch eine unterstellte menschliche Überlegenheit.
Wir dürfen nicht nur, sondern es liegt in unserer Verantwortung, gelernte Überzeugungen zu hinterfragen, die wir "halt so machen", nur weil wir sie schon immer so gemacht haben und weil sie "fast jeder macht". Wahrscheinlich eine der gefährlichsten Aussagen unserer Zeit. Tiere sind mit uns auf dieser Erde, nicht für uns. Es steht uns nicht zu, uns über andere Lebewesen zu stellen. "Die Frage ist nicht, ob sie denken können, sondern ob sie leiden können." Der Satz stammt aus dem Jahr 1789 von Jeremy Bentham und die Antwort darauf ist uns bekannt.