20/05/2026
Der Meeresboden erholt sich, wenn wir ihn schützen!
Ein aktueller Artikel von Shanna Hanbury bei Mongabay berichtet über deutliche Erholungseffekte im South Arran Marine Protected Area in Schottland. Fast zehn Jahre nach dem Verbot der Grundschleppnetzfischerei hat sich das Leben am Meeresboden dort stark erholt.
Laut Artikel fanden Forschende in einer kleinen Sedimentprobe mehr als 150 Arten. Darunter waren unter anderem Löffelwürmer (Echiura), Bobbit-Würmer (Eunice aphroditois) und Turmschnecken. Insgesamt wurde etwa dreimal so viel bodenlebendes Leben festgestellt wie zuvor bzw. in stärker beeinträchtigten Bereichen. (news.mongabay.com)
Solche Ergebnisse zeigen, wie wichtig Schutzmaßnahmen sind. Wenn wir Meeresböden durch Grundschleppnetze zerstören, verlieren wir nicht nur Lebensräume, sondern auch die Bezugspunkte dafür, wie ein gesunder Meeresboden eigentlich aussehen kann.
Die Ergebnisse aus Schottland stehen dabei nicht allein. Auch in der Lyme Bay in England zeigte sich nach dem Ausschluss grundberührender Fischerei eine deutliche Erholung des Meeresbodens mit einer steigenden Artenvielfalt.
Nur wenn wir Lebensräume am Meeresboden schützen, geben wir ihnen die Chance, sich zu regenerieren und behalten einen Bezug dazu, wie artenreich und lebendig diese Ökosysteme eigentlich sein können.
Quellen:
Shanna Hanbury (2026): Seabed life triples after bottom trawling ban in Scotland protected area, Mongabay
https://news.mongabay.com/short-article/2026/05/seabed-life-triples-after-bottom-trawling-ban-in-scotland-protected-area/
Blue Marine Foundation / Lyme Bay Monitoring:
https://www.bluemarinefoundation.com/new-study-highlights-remarkable-seabed-recovery-from-bottom-trawling/