(erfasst von unserem Oberzunftmeister Ralf Ronecker)
Als gebürtiger Offenburger, war ich schon als Kind von den
Offenburger Hexen und den Spättlehansele fasziniert. Als Kind schneiderte ich, im Alter von ca. 7 Jahren, selbst ein Spättlehäs, das dem der Offenburger Hansele sehr ähnelte. Selbstverständlich unter großer Mithilfe meiner Mutter , der ich dafür sehr dankbar bin . Mit anderen Personen
gründeten wir einen Fasentverein, dessen
Häs, wegen mir , an den Hosen auch Spättle bekam . Damals sagte ich schon, dass ich irgendwann, eine reine Spättlehäsgruppe mit Holzmaske, gründen wolle. Im Jahre 1999 schneiderte ich mir, unter mithilfe eines Freundes,
wieder ein komplettes Spättlehäs und trug dieses 2 Jahre, ehe an Fasnet 2001 das erste von einer Schneiderei gefertigte Schloss Narro - Häs fertig war. Im Jahre 2002 waren dann auch die Schloss Narros gegründet. Seit Fasnet 2003 ist nun die Holzmaskengruppe der Schloss Narros unterwegs. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, sind wir jetzt ein gefestigter Haufen, mit ca. 25 Mitgliedern, davon 15 Hästräger. Unser vereinseigener Spruch wurde von mir selbst gedichtet. Er lautet. :
Sie Fasnet isch nit ewig lang
mir feiern do ganz ohne Zwang
Mit Maske uff danze mir in d´r Gass,
mir sin halt so un uns machts Spass
Mir küsse do ganz viele wieber
uns`re Fraue d`Männer lieber
In bunde Flecke de Winter vertriewe
wer`s nit mog der losst`s grad bliewe
Dieser Spruch steht hinten auf unseren Shirt`s, sowie der jeweilige Spitzname des Mitgliedes. Vorne ziert unsere Shirt`s zusammen mit dem "Badischen Greif", ein tanzender Schlossnarro. Im Hintergrund sieht man ein Fantasieschloss mit Umgebung. Unser Fasnetruf lautet: Narri Narro der Schlossnarro
Unsere Farben sind für Baden, Gelb / Rot und Blau / Weiß da wir viele KSC Fans haben. Der Name Schloss Narros, bezieht sich auf das Gernsbacher " Schloss Eberstein " und auf die Narren, die in den Schlössern und Burgen für Kurzweil sorgten. Um das Schloss Eberstein rankt eine Legende:
Der Graf hatte eine Liebschaft mit der Tochter des Kaisers. Als dieser, dies herausbekam schickte er seine Truppen, die dann das Schloss belagerten. Um Hilfe bei einem befreundeten Ritter zu holen, ritt der Graf an den Truppen des Kaisers vorbei, den Felsen entlang, über den Berg. Es gab jedoch kein Durchkommen und so sprang er, mitsammt seinem Pferd, über einen Felsvorsprung ca. 40 Meter in die Tiefe. Pferd und Reiter, landeten unverletzt in dem Fluss der hier fließt, der Murg, ( deshalb Murgtal ). Der Graf holte Hilfe bei seinem Freund und gemeinsam verjagten sie die gegnerischen Truppen. Wir sind lustige Chaoten, die das Feiern lieben. Unser oberstes Gebot ist Zuverlässigkeit gepaart mit Spass. Wir treiben gerne Unfug und dichten jede Menge Sprüche und Lieder. Wir wollen mit unserem bunten Auftreten den Leuten gefallen und für Frohsinn sorgen.