03/03/2025
Vom Stellwerk zum nachhaltigen Rückzugsort für Tiere: Zum heutigen Tag des Artenschutzes stellen wir Euch das Artenschutzhaus im Gelsenkirchener Stadtteilpark Hassel vor – das erste seiner Art im Ruhrgebiet. Gemeinsam mit unserer Tochtergesellschaft Landschaftsagentur Plus GmbH, dem NABU NRW und der Vogelsang Stiftung haben wir es auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Hassel entwickelt. Im Sommer 2020 war die Verwandlung abgeschlossen und die ersten Bewohner konnten einziehen.
Unterschlupf finden dort unter anderem Fledermäuse, Schwalben, Schleiereulen, Wildbienen oder Kohlmeisen. Mehr als 50 Nistkästen stehen für Hausrotschwänze, Mauersegler, Turmfalken und andere Vogelarten breit. In den Tümpeln auf dem Gelände tummeln sich im Frühjahr zudem etliche Kaulquappen. Zu Beginn des Jahres stand wieder eine große Pflegeaktion an. Viele Helfer machten das Haus für die anstehende Brutsaison fit. Für einige Arten, wie etwa die streng geschützte Kreuzkröte, müssen die Fläche offengehalten, Sträucher zurückgeschnitten werden. NABU Ruhr und NABU Gelsenkirchen kümmern sich gemeinsam mit der Landschaftsagentur Plus und der Vogelsang Stiftung um die Pflege, das Monitoring und die Instandhaltung des Hauses.
Das Artenschutzhaus ist ein Gestaltungsbaustein des Areals der ehemaligen Kokerei Hassel, das von uns seit 2016 aufwendig saniert wurde. Mit dem fertiggestellten Spielplatz übergaben wir kürzlich der Stadt Gelsenkirchen den letzten Baustein des nachhaltigen Quartiers „Wohnen am Glückaufpark“. 25 Jahre nach Stilllegung der Kokerei ist damit einer der beeindruckendsten Transformationsprozesse im Ruhrgebiet nahezu abgeschlossen.
Der Tag des Artenschutzes ist ein im Rahmen des am 3. März 1973 unterzeichneten Washingtoner Artenschutzübereinkommens eingeführter Aktions- und Gedenktag. Das Abkommen soll bedrohte wildlebende Arten schützen, die durch Handelsinteressen gefährdet sind.
Foto: NABU/Sarah Bölke