03/09/2026
🚒🔥 Großbrand in Varrelbusch – Stall stand in Vollbrand 🔥🚒
Am frühen Dienstagmorgen ist es in Varrelbusch zu einem Großbrand gekommen. Um 04:44 Uhr wurde die Feuerwehr Garrel mit dem Stichwort „Feuer 3“ alarmiert. Auf einem landwirtschaftlichen Hof an der Garreler Straße sollte ein Stall brennen, so die erste Information.
Die ersten Einsatzkräfte konnten vor Ort einen etwa 20 mal 30 Meter großen Stall bestätigen, der bereits in Vollbrand stand. In dem Gebäude befand sich unter anderem Stroh. Tiere waren dort nicht mehr untergebracht. Das Feuer drohte auf einen nebenstehenden Festsaal mit Wohnhaus sowie auf einen angrenzenden Stall überzugreifen. Dementsprechend wurde umgehend die Feuerwehr Cloppenburg hinzugerufen. Auch die TE Drohne Landkreis Cloppenburg machte sich auf den Weg zur Einsatzstelle.
Sofort begann die Feuerwehr mit dem Aufbau einer Riegelstellung. Mit dieser Maßnahme und einem massiven Wassereinsatz konnten die Flammen schnell unter Kontrolle gebracht werden. Ein Übergreifen auf die benachbarten Gebäude wurde verhindert.
Aufgrund der erschwerten Wasserversorgung mussten bis zum nächsten Hydranten rund 1.000 Meter Schlauchleitung verlegt werden. Das Cloppenburger Großtanklöschfahrzeug (GTLF) diente an der Einsatzstelle als Puffer.
Im Laufe des Einsatzes schickte die Großleitstelle noch die Feuerwehr-Technische-Zentrale mit Ersatzmaterial nach Varrelbusch. Die DRK-Rettungswache Cloppenburg rückte mit einem Rettungswagen zur Eigensicherung an.
Unterstützung gab es auch von dem Bauhof der Gemeinde Garrel. Mit dessen Bagger und Teleskoplader wurden Teile der Wände eingerissen und das Stroh aus dem Stall gefahren. So konnten Glutnester besser und mit geringerer Gefahr abgelöscht werden. In der Zwischenzeit kümmerten sich Garreler Feuerwehrmänner um kalte und warme Getränke sowie belegte Brötchen für die annähernd 100 Einsatzkräfte.
Gegen 07:15 Uhr konnten die Feuerwehr Cloppenburg und die Drohneneinheit aus dem Einsatz entlassen werden. In Garrel standen um kurz vor zwölf Uhr mittags alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit im Feuerwehrhaus. Aber nur für ungefähr 25 Minuten.
Um 12:21 Uhr stand dieselbe Adresse erneut auf den Displays der Meldeempfänger. Dieses Mal lautete das Stichwort „Feuer 2 – Flammen schlagen aus dem Dach“. Vor Ort konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden. Schätzungsweise ein Quadratmeter Stroh war erneut aufgeflammt. Die ebenfalls alarmierte Drohneneinheit sowie die zu diesem Zeitpunkt verfügbare Feuerwehr Friesoythe mit ihrer Drehleiter konnten den Einsatz daraufhin direkt abbrechen.
Mit den Nachlöscharbeiten musste die Feuerwehr Garrel bereits zum dritten Mal zu dem Hof an der Garreler Straße ausrücken. Bereits in der Nacht zum Montag wurde sie um 23:04 Uhr dorthin gerufen. Auch zu diesem Zeitpunkt brannte Stroh in dem Stall. Anwohner und Polizei konnten den Brand jedoch bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr weitestgehend löschen. Die Garreler Einsatzkräfte mussten daher nur noch kurze Nachlöscharbeiten durchführen. Zur Unterstützung wurde auch diesmal die Feuerwehr Cloppenburg hinzugezogen. Sie brauchte jedoch nicht mehr tätig werden. Für die Feuerwehr Garrel war der Einsatz nach circa 45 Minuten beendet.
Ein dritter gemeinsamer Einsatz mit der Feuerwehr Cloppenburg fand schon etwa dreieinhalb Stunden vor der Alarmierung zum Großbrand statt. Montagnacht um 01:18 Uhr brauchte der Rettungsdienst die Hilfe der Feuerwehr Cloppenburg an der Sager Straße in Garrel. Mit ihrer Drehleiter sollte eine Person aus einer Wohnung gerettet werden. Die Feuerwehr Garrel wurde als zuständige Feuerwehr hinzugerufen. Beide Feuerwehren konnten nach rund 40 Minuten die Rückfahrt antreten.
Insgesamt war die Zeit von Samstagmorgen bis Mittwochmittag für die Feuerwehr Garrel kräftezehrend und anspruchsvoll. Mit zwei weiteren Einsätzen am Dienstagabend und Mittwochmorgen, bei denen die Garreler Einsatzkräfte erneut zu Nachlöscharbeiten ausrückten, sowie einer ausgelösten Brandmeldeanlage am Mittwochvormittag mussten die Einsatzkräfte unterm Strich sieben Einsätze bewältigen.
Hinzu kamen die Vorbereitungen und Aufräumarbeiten für das 50-jährige Jubiläumsfest der Jugendfeuerwehr Garrel, die Einweihung und Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeugs (GW-L2) sowie den anschließenden „Tag der offenen Tore“.
Entlastet wurde die Mannschaft durch den Gemeindebrandmeister, seinen Stellvertreter und den Zugführer. Sie waren zwischenzeitlich mehrfach an der Einsatzstelle, um die Lage vor Ort zu kontrollieren und das weitere Vorgehen abzustimmen. Dabei stand die Einsatzleitung in engem Austausch mit der Großleitstelle. So konnte auch darauf geachtet werden, dass die Feuerwehrleute nicht bereits bei der kleinsten Rauchentwicklung erneut alarmiert und ihre Arbeitsplätze verlassen mussten.
Umso schöner war es letzten Endes für die Feuerwehr Garrel, dass trotz des unbeständigen Wetters zahlreiche Besucherinnen und Besucher den Weg zum „Tag der offenen Tore“ fanden und so die Feuerwehr vielen Familien einen schönen Nachmittag bieten konnte.