Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen

Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen versteht sich als aktiver Brückenbauer.

Bereits seit 1979 setzen wir und für gute Beziehungen zwischen der deutschen und polnischen Zivilgesellschaften ein.

Einladung zur Buchpräsentation: „Polen in Augenblicken“ von Matthias Kneip📍 Göttingen | 23. April 2026 | 19:00 Uhr📌 Gale...
14/04/2026

Einladung zur Buchpräsentation: „Polen in Augenblicken“ von Matthias Kneip

📍 Göttingen | 23. April 2026 | 19:00 Uhr
📌 Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4
🎟️ Eintritt frei

„Polen in Augenblicken“ ist eine poetische Hommage an unser östliches Nachbarland, in der Kneip ebenso einfühlsam wie hintergründig unterschiedlichen Facetten nachspürt. Abseits von Daten und Fakten reflektiert er in Bildern und kurzen, kunstvollen Texten Orte, Begebenheiten und Momentaufnahmen. So reist er mit dem Riesenrad durch die Geschichte Danzigs, hinterfragt das Grün im Stadtbild polnischer Großstädte und nimmt Platz auf dem Krakauer Marktplatz, um den Augenblick in Worten zu fixieren. In den insgesamt 52 Texten, denen jeweils ein Farbbild zugeordnet ist, stellt der Autor Polen, seine Menschen, Landschaften und seine Geschichte auf ganz eigene Art vor. Ein tiefsinniges Buch, das die Realität und den poetischen Charme des Landes auf ungewöhnliche Weise miteinander verbindet.

Matthias Kneip studierte Germanistik, Ostslawistik und Politologie an der Universität Regensburg. Seit 2000 ist er Mitarbeiter des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt. Kneip gehört zu den bekanntesten Mittlern zwischen Deutschen und Polen seiner Generation und seine Bücher sowie seine humorvollen und informativen Veranstaltungen über Polen erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Für sein literarisches Schaffen erhielt er 2011 den Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen und 2012 das Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen.

👉 Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen und auf einen gemeinsamen Abend mit Literatur, Einblicken in Polen und anregenden Gesprächen!

Eine Schulveranstaltung "Polen entdecken. Eine humorvolle Begegnung mit dem Nachbarland“ ist für den Folgetag am Theodor-Heuss-Gymnasium geplant.

📚✨ Galizien – ein Literaturraum Europas zwischen Polen und der UkraineBei einer Veranstaltungskooperation der Deutsch-Po...
14/04/2026

📚✨ Galizien – ein Literaturraum Europas zwischen Polen und der Ukraine

Bei einer Veranstaltungskooperation der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Göttingen e. V. mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa stellten Autor Marcin Wiatr und Ariane Afsari am 13. April 2026 in der Galerie Alte Feuerwache den „Literarischen Reiseführer Galizien. Unterwegs in Polen und der Ukraine“ vor rund 50 Interessierten vor.

🗺️ Galizien wurde dabei als europäischer Erinnerungsraum lebendig:
zwischen Geschichte und Gegenwart,
zwischen Literatur und Landschaft,
zwischen Polen und der Ukraine.

Begrüßt wurden die Gäste für die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen vom Vorstandsmitglied Renate Borchardt.

Im Schlusswort erklärte der Vorsitzende Harm Adam, dass er schon seit vielen Jahren von einer Studienreise durch Galizien träumt – durch seine polnischen ebenso wie seine ukrainischen Teile. Zugleich verband er dies mit dem Wunsch nach einem schnellen Frieden in Freiheit für die Ukraine. 🕊️🇺🇦

Auch die Solidaritätspartnerschaft des Landkreises Göttingen mit dem Oblast Ternopil in Ostgalizien wurde hervorgehoben.
Die Hoffnung bleibt, dass in Freiheit eines Tages auch Bürgerreisen zwischen beiden verbundenen Regionen möglich werden. 🤝

Herzlichen Dank an Marcin Wiatr, Ariane Afsari und das Deutsche Kulturforum östliches Europa für diesen eindrucksvollen Abend. Das lesenswerte Buch sollte noch viele Käuferinnen und Käufer finden. In Göttingen waren die Exemplare in Windeseile weg.✨

}📚🚲🇩🇪🇵🇱 Herzlich willkommen in Göttingen, Martyna und Aleksandra!Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen freut sich...
11/04/2026

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📚🚲🇩🇪🇵🇱 Herzlich willkommen in Göttingen, Martyna und Aleksandra!

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen freut sich, im Sommersemester 2026 gleich zwei Germanistik-Studentinnen aus Thorn/Toruń als Stipendiatinnen in Göttingen begrüßen zu dürfen.

Seit 1983 steht dieses Stipendium für lebendige deutsch-polnische Begegnung. Dass wir in diesem Jahr sogar zwei Stipendien gleichzeitig vergeben können, verdanken wir der großartigen Unterstützung zahlreicher Spenderinnen und Spender.

Zur Begrüßung stellte der Vereinsvorsitzende Harm Adam den beiden Stipendiatinnen wie üblich jeweils ein Fahrrad für ihren Aufenthalt in Göttingen zur Verfügung. Mit dabei war auch Vorstandsmitglied Renate Borchard.

Wir wünschen Martyna und Aleksandra ein spannendes Sommersemester, viele neue Eindrücke und eine schöne Zeit an der Georg-August-Universität Göttingen! ✨

📚 Literarischer Reiseführer GalizienUnterwegs in Polen und der UkraineBuchpräsentation mit Autor Marcin WiatrModeration:...
05/04/2026

📚 Literarischer Reiseführer Galizien
Unterwegs in Polen und der Ukraine

Buchpräsentation mit Autor Marcin Wiatr
Moderation: Ariane Afsari

📅 Montag, 13. April 2026, 19 Uhr

📍 Galerie Alte Feuerwache
Ritterplan 4
37073 Göttingen

🎟️ Eintritt frei!

Galizien ist fester Bestandteil des Habsburgermythos und Inbegriff weltverlorener Abgeschiedenheit, ostjüdischer Kulturtraditionen, kakanischer Lebensart und unbeschreiblicher Armut. Auch wenn es das supranationale Gebilde namens Habsburgermonarchie, zu dem Galizien zwischen 1772 und 1918 gehörte, nicht mehr gibt, lebt Galizien in der Literatur fort.

Neben Leopold von Sacher-Masoch, Iwan Franko und Karl Emil Franzos befassten sich Joseph Roth, Bruno Schulz, Mascha Kaléko, Stanisław Vincenz, Józef Wittlin, Hnat Chotkewytsch, Zygmunt Haupt, Stanisław Lem und Isaak Babel mit galizischen Themen. In dieser Tradition stehen unter anderem Sophia und Juri Andruchowytsch, Andrzej Stasiuk, Olga Tokarczuk, Martin Pollack, Tanja Maljartschuk, Taras und Jurko Prochasko, Ziemowit Szczerek, Natalka Sniadanko, Maxim Biller.

Das Buch führt an Orte europäischer Geschichte im Südosten Polens und im Westen der Ukraine. Die Streifzüge durch die naturräumliche, künstlerische und literarische Landschaft Galiziens von Krakau über Tarnow bis nach Brody sowie von Lemberg über Drohobytsch, Stanislau/Iwano-Frankiwsk und Boryslau bis nach Zakopane sind mit Karten und Bildern versehen.

»Der Historiker Marcin Wiatr leitet den Leser durch diese Landschaft, die zu etwa gleichen Teilen zu Polen und der Ukraine gehört − durch die Berge, durch das jüdische Galizien, in Städte wie Krakau und Lemberg und in das Gebiet der einstigen Erdölförderung. Dabei breitet er einen bunten Teppich aus literarischen und historischen Zeugnissen aus. Namen leuchten auf, von Alfred Döblin und Mascha Kaleko in den Zwanzigerjahren bis zu Jurij Andruchowytsch […]. Praktische Hinweise sind knapp gehalten. Dafür wird der Genius Loci so wirksam herbeigezaubert, dass man Mühe hat, die Lektüre zu unterbrechen. Selbst Gorbatschow und Selenskyj tauchen auf. ›Literarischer Reiseführer‹ ist für diesen Führer wahrlich ein Understatement.«
Gerhard Gnauck, FAZ

Marcin Wiatr, geb. in Gleiwitz/Gliwice, Historiker und Germanist, ruft der Leserschaft ins Bewusstsein, dass Galizien historische Lektionen bereithält, die uns alle in Europa angehen.

Eine Kooperationsveranstaltung der Deutsch-polnischen Gesellschaft Göttingen e. V. und des Deutschen Kulturforums östliches Europa.

Cover und Ausschnitt im Hintergrund: Landschaft bei Krynica, Gemälde von Nikifor (1895–1968). Öl, Aquarell, Gouache auf Karton, © akg-images/Mondadori Portfolio/2004/MondadoriPortfolio

Jonas Kolecki berichtete heute über die schwierige Diskussion zur Schaffung eines Gedenkortes an die Opfer des Zweiten W...
10/03/2026

Jonas Kolecki berichtete heute über die schwierige Diskussion zur Schaffung eines Gedenkortes an die Opfer des Zweiten Weltkrieges in Polen. Der Bundestag hat Ende 2025 detaillierte Vorgaben für einen zukünftigen Gedenkort gemacht, während die Debatte um die Schaffung eines Deutsch-Polnischen Hauses zu ruhen schein. Schnell wurde den gut 20 Zuhörerinnen und Zuhörern klar, wie schnell „Oberlehrer“ - so unser Vorsitzender Harm Adam - dafür sorgen, ein gutes Projekt zu zerreden. Konsens war eine hohe Priorität für Entschädigungen für die letzten lebenden Opfer des deutschen Terrors in Polen.

Der diesjährige Göttinger Friedenspreis geht an zwei Preisträger: den Holocaust-Überlebenden Dr. Leon Weintraub und das ...
08/03/2026

Der diesjährige Göttinger Friedenspreis geht an zwei Preisträger: den Holocaust-Überlebenden Dr. Leon Weintraub und das europaweit größte AntidiskriminierungsprojektInitiative Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser wichtigen Auszeichnung!

Leon Weintraub wurde 1926 als fünftes Kind einer jüdischen Familie in Łódź geboren. Seine Kindheit war von Armut geprägt – und wurde mit dem deutschen Überfall auf Polen 1939 brutal zerstört. Als Jugendlicher wurde er mit seiner Familie in das Ghetto Litzmannstadt deportiert und später in mehrere Konzentrationslager verschleppt, darunter Auschwitz-Birkenau. Dem Tod entkam er nur durch Zufall. Als er im April 1945 befreit wurde, wog er nur noch 35 Kilogramm

Nach dem Krieg begann er in Göttingen ein neues Leben: 1946 nahm er hier ein Medizinstudium auf. Später arbeitete er als Gynäkologe in Polen, bis ihn die antisemitische Kampagne von 1968 zur Emigration zwang. Schließlich fand er in Schweden eine neue Heimat.

Bis heute engagiert sich Leon Weintraub als Zeitzeuge. In Deutschland und Polen berichtet er über seine Erfahrungen, warnt vor Antisemitismus und setzt sich für Erinnerung und Menschlichkeit ein. Auch in Polen hat er aktiv zur Pflege jüdischer Erinnerung beigetragen, etwa durch die Wiederherstellung eines jüdischen Friedhofs in der Nähe von Chełmno.

Familientreffen der norddeutschen Deutsch-Polnischen Gesellschaften und Partnerschaftsvereine  in der Residenz des polni...
07/03/2026

Familientreffen der norddeutschen Deutsch-Polnischen Gesellschaften und Partnerschaftsvereine in der Residenz des polnischen Generalkonsulats in Hamburg. Alljährlich tauschen wir uns über unsere aktuellen Initiativen aus und netzwerken, wie wir unseren Anregungen für die Fortentwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen Gehör besser verschaffen. Gewohnt souverän hat die Vorsitzende der Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg e.V., Viola Krizak, durch das Programm geführt. Von der neuen Generalkonsulin Aleksandra Krystek-Biernacka bekam unser Vorsitzender Harm Adam für die schnelle und unkomplizierte Vorbereitung einer Veranstaltung zum 35. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit höchstes Lob: „Business with you always makes fun!“. Da Klaudia Hanisch sowohl stv. Vorsitzende unser Gesellschaft als auch Co-Vorsitzende der niedersächsischen Landesgesellschaft ist, kamen wir zweimal zu Wort. Die Vorstandsmitglieder Renate Borchard und Thomas Kunze ergänzten unsere Delegation und haben zu den 7. Göttingen-Thorner-Gesprächen zu Desinformation und Verschwörungsnarrativen vom 29.-31. Mai 2026 in Göttingen eingeladen.

🎤 Vortrag & Diskussion mit Jonas Kolecki„Der schmale Grat zwischen Freude und FrustrationEine Analyse des deutschen Disk...
02/03/2026

🎤 Vortrag & Diskussion mit Jonas Kolecki

„Der schmale Grat zwischen Freude und Frustration
Eine Analyse des deutschen Diskurses über einen speziellen Ort zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges in Polen"

📅 Dienstag, 10. März 2026
🕖 19:00 Uhr
📍 Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, Göttingen

Unser Referent schrieb noch im November: „Ein Sprichwort besagt: Gut gemeint ist nicht immer gleich gut gemacht. So oder so ähnlich könnte man die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses vom 30.10.2020 zusammen-fassen, der einen eigenen Gedenkort für die Opfer des Zweiten Weltkrieges in Polen postulierte. Schon die Formulierung „polnische Opfer“ oder „Opfer in Polen“ ist bis heute Gegenstand leidenschaftlicher Debatten. Auch die Form des Erinnerns war und ist nicht weniger emotional umkämpft worden. Baut man ein Denkmal? Ein Museum? Oder ganz etwas anderes?

Die Frage, wie man die Resolution des Bundestages von 2020 zum Erschaffen eines „Ortes des Erinnerns und der Begegnung“ deuten soll, erhitzt bis heute die Gemüter in der deutsch-polnischen Community. Kaum jemand scheint zufriedenzustellen zu sein, Ende 2024 war die Frustration groß, man sprach von Stillstand. Anfang 2025 drohte die polnische Seite gar wieder mit der erneuten Thematisierung von Reparationszahlungen, wenn sich nicht langsam etwas tue. In der Tageszeitung „Die Welt“ titelte man im Januar 2025 „Das Problemdenkmal.“ Was ist hier schiefgelaufen? Gab es den 2020 angeblich gefundenen Kompromiss, den Rolf Nikel in seinem Buch „Feinde Fremde Freunde: Polen und die Deutschen“ (2023) sieht, überhaupt jemals?

Nachdem die Realisierung eines Denkmals oder sonstigen Zeichens des Erinnerns am Platz der ehemaligen Kroll-Oper gegenüber dem Reichstagsgebäude durch die Einweihung eines temporären Gedenksteins im Juni 2025 einen großen Schritt nähergekommen ist, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis weitere konkrete Schritte folgen.“ Zumindest werden diese in Gestalt eines Architektenwettbewerbes in einer Entschließung des Bundestages vom 3. Dezember 2025 gefordert. Parallel zur Festlegung des Gedenkortes auf dem Gelände der Kroll-Oper hat der Bundestag das Thema der Schaffung eines Deutsch-Polnischen Haus benannt und fordert dessen Voraussetzungen durch den Erwerb einer Bestandsimmobilie in Berlin zu schaffen, damit ein „Ort der historischen Aufklärung und Begegnung sowie als Zukunftslabor für die Zivilgesellschaften in Deutschland und Polen“ realisiert werden kann.

Sind nun alle zufrieden? Was ist hier schiefgelaufen? Hätte man die Frustrationen verhindern können? Spannende Fragen an Jonas Kolecki (geb. 1999 in Göttingen), der im Master Osteuropäische Kulturstudien an der Universität Potsdam und der Universität Warschau studiert. Sein Schwerpunkt sind die deutsch-polnischen Beziehungen sowie die polnische Außen- und Sicherheitspolitik. Seine Bachelorarbeit schrieb er 2023 über den Konflikt innerhalb der polnischen Regierungen um die Europapolitik zwischen 2015 und 2023. Er ist seit 2017 Mitglied der DPG-Göttingen und aktiv im deutsch-polnischen Kontext.

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