Das Rehabilitations- und Erholungszentrum für Kinder "Nadeshda" wurde Anfang der 1990er Jahre von belarussischen und deutschen Partnern aus zivilgesellschaftlichen Initiativen und staatlichen Stellen gemeinsam aufgebaut, um von der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen Kindern neue Zukunftsperspektiven im eigenen Land zu schenken. "Nadeshda" ist somit Ausdruck gelebter internationaler Solidarität. S
eit seiner Eröffnung im Jahre 1994 hat das Zentrum bereits über 75.000 Kindern einen Erholungsaufenthalt ermöglicht. Als langfristig angelegtes internationales Partnerschaftsprojekt ist das Zentrum "Nadeshda" in Belarus einzigartig und übernimmt in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle. So entwickelte es als erste Rehabilitations- und Erholungseinrichtung ein ganzheitliches Gesundheitsförderungsprogramm mit ausgewogenen medizinischen, pädagogischen und psychologischen Angeboten. Ebenso baute es als erste soziale Einrichtung ein eigenes Umweltmanagementsystem sowie eine ökologische Landwirtschaft zur Selbstversorgung
auf. Denn die Kinder sollen in "Nadeshda" nicht nur ihre Gesundheit stärken, sondern sich auch nachhaltiges Verhalten aneignen, um praktische Lehren aus der Tschernobyl-Katastrophe ziehen zu können. Aktuelle Träger des Kinderzentrums "Nadeshda" sind
auf belarussischer Seite:
- die NRO "Lebendige Partnerschaft"
- das Departement zur Überwindung der Katastrophenfolgen im AKW Tschernobyl
auf deutscher Seite:
- Freunde von Nadeshda in Deutschland e.V. Langfristiger Partner des Zentrums ist außerdem die Tschernobyl-Kinder-Stiftung Japans. Initiativen aus zahlreichen weiteren Ländern, wie Irland, Italien, Österreich, Schottland, Spanien und den USA, unterstützen regelmäßig die Durchführung von Erholungsprojekten in "Nadeshda". Neben Tschernobyl-Kindern nimmt das Zentrum "Nadeshda" außerdem Kinder mit chronischen Erkrankungen (z.B. Herzfehler, onkologische Erkrankungen in der Remissionsphase), Kinder mit Behinderungen sowie Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen im Rahmen von Projekten auf.