05/05/2026
Hallo zusammen.
Wie versprochen und besser spät als nie der ausführliche Konzertbericht unseres frühlingsfrischen Waschgangs vom Samstag.
Bei allerbestem Frühlingswetter fanden sich trotz vorangegangenem 1. Mai und langem Wochenende mit bestem Grillwetter erstaunlich viele Menschen an, die Bock auf Musik hatten.
Der Vorverkauf war miserabel und um ehrlich zu sein, hätten wir gar nicht so viele Besucher*innen erwartet und haben uns mächtig über jeden einzelnen gefreut.
Das gute Wetter machte gute Stimmung und die eingeladenen Bands waren bester Laune und mehr als herzig, so dass dieser ganze Tag eine besonders flauschige Erinnerung hinterlässt.
Flauschig ist allerdings nicht die richtige Umschreibung für den Auftritt der Flensburger*innen von Iron Curtis, die mit ihrem wütenden Punkrock mit leichtem Hardcore Flavour ziemlich schnell Bewegung in die Menge brachte. Jennys Röhre hat einen guten Wiedererkennungswert und im Allgemeinen ist das Zusammenspiel der Band, die vor zwei Jahren bei uns einen ihrer ersten Auftritte absolviert hat, enorm gewachsen und die Band gefiel mir sogar noch besser als beim letzten Mal.
Weiter ging es mit Insulin, die mit Post-Punk und (wie ich finde) Dark Wave Einflüssen eine komplett andere musikalische Richtung bedienten. Perfekt aufeinander abgestimmtes Spiel, tanzbare Stücke und ein ausdrucksstarker Frontmann machten den Auftritt optisch und akustisch rund und ließen mein Herz für die 80er kurz ein Bisschen vor Freude hüpfen.
Den Abschluss des Abends bildete dann der gut gelaunte Obstsalat von 3 Ananas und ne Mango, die mit ihrem poppigen Punk mit Skaeinflüssen das doch inzwischen etwas angeschlagene Publikum noch in Feierlaune bringen konnten. Trompete und E-Ukulele (kein Witz) statt dröhnender Gitarre und eine kraftvolle Gesangsstimme schubsten nochmal eine Rutsche gute Laune und von einer Melonenfrau ausgeschenkten Pfeffi in die Nacht. Besonders zu erwähnen bleibt hier, dass ich eine der schönsten Kassierer Coverversionen aller Zeiten beiwohnen durfte.
Danke an unsere sowohl menschlich als auch musikalisch mehr als herzigen Bands, dass ihr diesen Frühlingsabend musikalisch so wunderbar untermalt habt.
Die Aftershow fiel aus Gründen von allgemeinem Zerfeiertsein ziemlich kurz aus und unser letzter Waschgang vor der Sommerpause ist somit auch getan.
Danke an alle Anwesenden, dass ihr uns auch an solchen meistens ja überladenen Wochenenden unterstützt. Ohne unsere Gäst*innen stünden wir ziemlich blöd da.
Danke an das Volksbad für Licht, Sound, Tresen, Zuspruch und skurrile Dialoge.
Danke außerdem an die glänzende Musikauswahl unserer Zwischen- und Nachbeschallungsinstitution DJ Bert und an Plakatör Nice.
Wir begeben uns jetzt in die Sommer- und Festivalpause und finden hoffentlich viele neue Ideen, was wir euch in Zukunft musikalisch in die Waschtrommel schmeißen können.
Wir sehen uns -wenn nicht auf diversen Festivals und Konzerten- spätestens am 21. November wieder.
Da gibt es einen kratzigen Wollwaschgang mit Dead Shepherd sowie Hard Lessons und Chæk aus Dänemark.
Die Bilder sind wie immer von Kamerakind Franzi.
Bis bald und habt einen fulminanten Sommer!
Sauber bleiben!
-Eure Küchenhyäne-