Diesen Abend könnte man als die Geburtstunde des KVO bezeichnen. Aber erst im April 1970 fanden sich die Sparclubmitglieder wieder zusammen und gründeten den Karnevals-
Verein- Obermarxloh. Es wurde eine Satzung erarbeitet, die Geschäftsordnung für den Elferrat bestimmt und
natürlich die Uniformen und die ersten Orden entworfen. Dezember 1970 erfolgte dann die Eintragung
in das Vereinsregister des
Amtsgerichts Duisburg durch den 1. Präsidenten Rolf Korte. Die Session 70/71 wurde dann auch ein voller Erfolg. Hans Nipken, damaliger Prinz in Duisburg und Ehrenmit-
glied des KVO, prägte den Satz „Ich habe viele Vereine mitgegründet, kommen und gehen sehen, dieser Verein
wird Bestand haben“. Hans Nipken hat Recht behalten. Die Session 72/73 wurde durch den Wegzug von Rolf
Korte schwierig. Das Narrenschiff KVO drohte führerlos zu werden, aber Horst Maringer und Wolfgang Burkhart haben das Schiff wieder auf Kurs gebracht. In der Session 74/75 wurde die Präsidentschaft von Günter Mais übernommen. Ihm war es vorbehalten, die erste große Prunksitzung in der neuerbauten Rhein-Ruhr-Halle mit großem Erfolg durchzuführen. Zum Zugpferd für den KVO wurde dann aber die gleichzeitig durchgeführte Herrensitzung, die bis zum heutigen Zeitpunkt zu den attraktivsten Sitzungen im Duisburger Norden in der Karnevalssession zählt
Die Session brachte einen erneuten Führungswechsel. Horst Maringer übernahm die Präsidentschaft. Es wurde
der Versuch unternommen mit den Beeckerwerther Narren eine Prunksitzung in der Rhein-Ruhr Halle durchzu-
führen. Da aber unser Nachbar „Rot-Weiß-Hamborn“ ebenfalls in die Rhein-Ruhr Halle drängte, blieb es bei dieser einen Veranstaltung. In der Session 80/81 legte sich der KVO eine Tanzgarde zu, was für den Verein einige finanzielle Klimmzüge
mit sich brachte. Die Leitung übernahmen Renate und Dieter Metzger. Im November 83 holten sich die Mädels die Stadtmeisterschaft im Show-Tanz. In der Session 86/87 hatte der Verein seine schwerste Krise zu überstehen und stand vor der Auflösung. In dieser Stunde der Not erklärten sich drei Mitglieder bereit, das führerlose Schiff zu übernehmen. Ehrensenator
Erich Wolter übernahm das Präsidentenamt und die Elferratsmitglieder Jürgen Prinssen und Klaus Möller
die Geschäftsführung. Die Session 88/89 brachte nochmals einen Wechsel in der Vereinsführung. Erich Wolter konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weitermachen. An seiner Stelle wurde unser Senatspräsident Falko Krutz gewählt. Um den Verein effektiver zu gestalten wurde der Vorstand auf 7 Mitglieder erhöht und der Verein in die Gemeinnützigkeit geführt. 2006 war ein erneuter Wechsel. Andrea Ackermann wurde zur
Präsident gewählt und führt seit dem den Verein mit großem Erfolg. Wir haben dann aus Kostengründen die
Rhein-Ruhr-Halle verlassen und führen unsere Damen- und Herrensitzung mit großem Erfolg im Bürgerhaus
Hagenshof durch. Dieses Jahr gehen wir in die 44 Session und wir hoffen, dass der Zusammenhalt im Verein
weiterhin Bestand haben wird. Mit der Suche nach Nachwuchs in der Tanzgarde hatten wir Erfolg und
haben uns mittlerweile auf 45 Jugendliche verstärken können. Denn Jugend ist das A und O für den Fortbestand eines Vereins und wir sind froh, dass wir vielen Mitgliedern, ob jung oder alt, eine Heimat in unserem Verein bieten können. Im Jahre 2016 kam die nächste große Veränderung. Der KVO kehrte nach Hamborn zurück und zwar führt er ab sofort seine Damen und Herrensitzung in der Clauberg Halle auf der Kampstr. 23 durch. Im nächsten Jahr, also 2017 gab es wieder eine große Herausforderung zu bewältigen. Einige Vorstandsmitglieder legten mit sofortiger Wirkung ihr Amt nieder. Dazu kam noch, dass die Trainerin der Garde auch ihr Amt niederlegte und einige Jugendliche und Eltern überredete, mit ihr den Verein zu wechseln. Dann schieden noch 2 Vorstandsmitglieder aus familiären Gründen aus dem Vorstand aus und so waren wir als Vorstand nur noch zu dritt. Dann kam die Frage, was machen wir, aufgeben oder kämpfen. Wir haben natürlich den Kampf aufgenommen und haben Uwe Ackermann, Thorsten Berane, Michael Henseler und Frank Börner überzeugt in den Vorstand zu kommen, was den Verein wieder auf einen guten Weg gebracht hat. Des Weiteren haben Alina Ackermann und Dennis Nether die Tanzgarde übernommen, was ein sehr großer Glücksgriff für den KVO war. Mit dem Wechsel unseres Vereinsheimes zur Georgs Klause im Eickelkamp haben wir auch unser Sommerfest und Hoppeditzerwachen neu ausgerichtet und zwar bei Union Hamborn. Das führte dazu, dass zwischen den Vereinen eine Freundschaft entstand und wir jetzt ab 2019 gemeinsam mit Union das Sommerfest veranstalten werden. Nun hoffen wir, dass es wieder ruhiger im Verein wird, da wir ja im Jahr 2020 unser 50zig jähriges Bestehen feiern werden. Es sollte jedoch mal wieder alles anders kommen. Nach Unstimmigkeiten im Vorstand legte Andrea Ackermann mit sofortiger Wirkung ihr Amt als Präsidentin nieder. Damit verbunden verließen uns auch Uwe und Alina Ackermann so wie Dennis Nether. Bettina Berane übernahm in dieser schweren Zeit erst einmal kommissarisch das Amt der Präsidentin bis zur nächsten Wahl auf der sie dann mit großer Mehrheit offiziell gewählt wurde. Gleichzeitig Übernahmen Celina Berane als Trainerin und Max Gretz die Leitung der Garde. Dann kam Corona was die Aufgabe einen Verein zuleiten nicht gerade erleichtert. Dadurch verließen uns einige Mitglieder und auch Vorstandsmitglieder. Mit intensiven Gesprächen ist es uns aber gelungen den KVO Ordentlich durch die Corona Krise zubekommen. Nachdem wieder Veranstaltungen stattfinden dürften ist es uns auch wieder gelungen sehr arrangierte Mitglieder in den Verein zu holen. Wir würden uns wüschen das wir jetzt wieder ruhigere Zeiten vor uns haben.