IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.

IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V. Berufsverband | Ingenieure | IKT-Branche | Digitalisierung | Breitbandausbau | Bildung | MINT | www.ifkom.de Die Ingenieure für Kommunikation e. V.

(IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und

Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

22/01/2025

Die IfKom werden ihren Account bei X löschen.

Unser Ingenieurverband richtet sein Handeln nach Satzung und Grundsatzprogramm aus. Im Grundsatzprogramm bekennen sich die IfKom zum freiheitlich-demokratischen und sozialen Rechtsstaat, zur politischen Union Europas, zur menschlich und ökologisch verantwortbaren Zukunftsgestaltung und zum Menschen im Mittelpunkt aller Entwicklungen.

Die trotz in Kraft getretenem „Digital Services Act“ ohne ausreichendes Korrektiv zunehmenden Inhalte, die dieser Grundhaltung widersprechen, lassen uns auf eine Fortsetzung unseres Auftritts bei X verzichten.

Der Verband ist laut Satzung parteipolitisch, gewerkschaftlich und konfessionell nicht gebunden. Weder der Verbleib auf X noch der Verzicht auf den Account stellen diese Neutralität in Frage.

01. Pressemitteilung 2025Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.Digitale Resilienz und Nachhaltigkeit!16...
22/01/2025

01. Pressemitteilung 2025
Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.
Digitale Resilienz und Nachhaltigkeit!
16.01.2025

Mit Unterstützung von Partnern wie dem FinAF, dem Fraunhofer FIT, der IfKom und dem VATM untersuchte das Institut für Digitale Zukunftstechnologien (IDiTech) in einem Projekt und dem abschließenden Roundtable, wie Deutschland in Sachen IT und TK-Resilienz hierzulande aufgestellt ist.

Obwohl die TK-Netze in Deutschland für Notfälle gerüstet sind, sind sich die Gesprächspartner einig, die Resilienz der Netze muss im Hinblick auf diverse Bedrohungsszenarien wesentlich gestärkt werden. „Bei WLAN und LAN muss es um mehr Stabilität und Beseitigung von Schwachstellen gehen, beispielsweise bei der versehentlichen Trennung der Leitungen in den Weitverkehrsnetzen“, betonte Ekkehart Gerlach, Moderator des Roundtable und Ehren-Vorstandsmitglied des IDiTech und fügte hinzu: „Auch Seekabel stehen aufgrund kürzlicher Unterwasserangriffe immer mehr im Blickpunkt und ohnehin die Satelliten, nicht zuletzt wegen aktueller Berichte über Störsender“. Aus seiner Sicht kann zwar Vieles in diesem Kontext durch redundante Strukturen, verteilte Architekturen oder verbesserte Backup-Systeme gemildert werden, dies löse jedoch nicht alle Schwachstellen.

Wie die Diskussion im Rahmen der Vorstellung der IDiTech-Studie zur ICT-Resilienz ergab, stehen heute weitere Aspekte im Vordergrund. Selbst im Gesamtbild der Resilienz hiesiger Unternehmen, im Vergleich zu unternehmerischen Herausforderungen wie „fehlende Fachkräfte“ stehen Hacker-Angriffe an zweiter Stelle. Und auch bei der Umsetzung hapert es: Nach Einschätzung der anwesenden Führungskräfte stellen auf dem Weg zu mehr digitaler Resilienz insbesondere die Kosten eine erhebliche Hürde dar, gefolgt von fehlender Expertise und noch unzureichender Management-Awareness in den Unternehmen.

Aus der Sicht der IfKom müssen alle großen Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze Vorkehrungen für Naturkatastrophen, besonders schwere Unglücksfälle, Sabotagehandlungen, terroristische Anschläge und sonstige vergleichbare Ereignisse treffen. Michael Wagner, stellvertretender Verbandsvorsitzender der IfKom unterstreicht: „Diese sind nach dem Telekommunikationsgesetz verpflichtet, den Betrieb ihres Netzes für Telefon-, Internet-, Datenübertragungs- und E-Mail-Dienste aufrecht zu erhalten.

In einem weiteren Projekt hat IDiTech, unterstützt von Partnern wie der BlackFourier GmbH, der dataMatters GmbH, der REWE digital GmbH, der testbee GmbH, dem Fraunhofer FIT und der I PLANTED GmbH die OpenSustainabilityApp (OSA) entwickelt. Diese Web- und Smartphone-App berechnet den CO₂-Fußabdruck eines Einkaufs anhand eines Fotos des Kassenbons.

Die OSA nutzt generative künstliche Intelligenz, um die Artikel und deren Anzahl auf dem Kassenbon zu identifizieren. Anschließend wird der entsprechende CO₂-Fußabdruck entweder in zertifizierten Datenbanken nachgeschlagen oder auf Basis der Artikelzutaten berechnet, wobei auch der Transportweg berücksichtigt wird.

Obwohl die OSA zunächst für Lebensmittel der REWE-Handelskette und den Hofladen des Hürther Erlebnisbauernhofs Gertrudenhof optimiert wurde, ermöglicht die Technologie die Analyse von Kassenbons, Quittungen und Rechnungen anderer Lebensmittelketten und Branchen, wie z. B. andere Lebensmittelgeschäfte, Tankstellen, Baumärkte und Nebenkostenabrechnungen.

Die OSA ermöglicht es, umweltbewussten Bürgerinnen und Bürgern, ihren CO₂-Fußabdruck in Bereichen wie Lebensmittel, Mobilität, Lifestyle und Reisen lückenlos nachzuvollziehen. Nutzer können sich mit ihrer Vergleichsgruppe messen und für ein nachhaltigeres Verhalten Klimapunkte sammeln. Diese Punkte können bei teilnehmenden Partnern in Form von Rabatten auf ausgewählte Artikel eingelöst werden. Einzelhändler in der Region des Nutzers können durch Klimadeals auf sich aufmerksam machen, um den regionalen Handel zu fördern. Diese Angebote sind auf regionale und nachhaltige Produkte mit kurzen Lieferwegen beschränkt, wodurch der Einzelhandel für den Nutzer attraktiver wird als der Onlinehandel, weil Wartezeiten für Pakete und mögliche Retouren vermieden werden.

Die IfKom begrüßen nachhaltige Entwicklungen, die dem Klimaschutz dienen. Jedoch müssen diese neben den ökonomischen und ökologischen Aspekten auch gesellschaftlichen und ethischen Kriterien unterzogen werden. Hierzu gehören beispielsweise der Datenschutz und die damit verbundene Transparenz

Die Preisträger des Jahres 2024 hier im Überblick  und ausführlich auf www.ifkom.de19.11.2024M. Eng. Matthias Solisch er...
22/01/2025

Die Preisträger des Jahres 2024 hier im Überblick und ausführlich auf www.ifkom.de

19.11.2024
M. Eng. Matthias Solisch erhielt an der OTH Regensburg den IfKom-Preis 2024
12. Pressemitteilung 2024 Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.

08.08.2024
M. Eng. Mario Fleischmann erhielt an der TH Nürnberg den IfKom-Preis 2024
08. Pressemitteilung 202 Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.

05.08.2024
IfKom-Hochschulpreis für Lara Heidenwag an der Hochschule Esslingen
07. Pressemitteilung 2024 Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.

18.06.2024
IfKom-Hochschulpreis für Johann-Karl Holler an der HTWK Leipzig
05. Pressemitteilung 2024 Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.

NETZWERK ZUKUNFTWir sind die Interessenvertretung der Ingenieure, Bachelors und Masters in der Informations- und Kommunikationstechnik, gestalten die Zukunft und bringen die digitale Vernetzung der Welt voran. Wir fördern und unterstützen Menschen.MehrRessourcenschonung...Technik und Umwelt stehen...

05. Pressemitteilung 2024IfKom-Hochschulpreis für Johann-Karl Holler an der HTWK Leipzig18.06.2024Der Berufsverband der ...
18/06/2024

05. Pressemitteilung 2024
IfKom-Hochschulpreis für Johann-Karl Holler an der HTWK Leipzig
18.06.2024

Der Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) hat die herausragende Abschlussarbeit von Herrn Johann-Karl Holler an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig mit einem IfKom-Preis honoriert. Seine in der Fakultät Digitale Transformation erstellte Bachelor-Thesis „Beschleunigung der Simulation von Aquifer Thermal Energy Storage Systemen mittels eines Faltungsnetzes“ zeigt eine Methode auf, die zu einer Effizienzsteigerung bei hohen Rechenleistungen führt.

Der Dekan der Fakultät Digitale Transformation, Prof. Dr. rer. nat. Ulf Schemmert, weist auf den Nutzen einer solchen Arbeit durch den Einsatz von neuronalen Faltungsnetzen hin und ordnet das Verfahren als eine Methode aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz – genauer: als maschinelles Lernen – ein.

In der Arbeit geht es um die Modellierung von unterirdischen Wärmereservoirs, wie sie auch von Wärmepumpen benutzt werden. Typischerweise werden solche Systeme mit der Methode der Finiten Elemente modelliert, um für den täglichen Betrieb das richtige Verhalten des Systems vorherzusagen. Diese Methode der Finiten Elemente ist jedoch ein rechenintensives Verfahren, mit dem sehr große Gleichungssysteme gelöst werden können. Der vorliegenden Arbeit liegt die Idee zugrunde, dieses Verfahren durch maschinelles Lernen zu ersetzen und dadurch deutlich schneller Vorhersagen für das Speicherreservoir zu erhalten. Die Vorhersagen durch das neuronale Faltungsnetz benötigen signifikant weniger Rechenleistung und bieten dennoch ausrechende Genauigkeit.

Andreas Hofert, Mitglied des IfKom-Bundesvorstands, betonte, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gehören zu einem wesentlichen Bestandteil im Handeln von Ingenieurinnen und Ingenieuren. Auch Effizienzsteigerungen durch Einsatz neuer Technologien unterstützen diesen Anspruch. Dort wo gesellschaftliche und ökologische Gesichtspunkte mit der analytischen Denkweise und mit der Fähigkeit zur Kreativität einhergehen, wollen die IfKom die Arbeit von Studentinnen und Studenten, Professorinnen und Professoren sowie das Engagement von Hochschulen hervorheben. Die Vergabe eines IfKom-Preises im Hochschulbereich soll Anerkennung für die Preisträger und Vorbild für andere sein. Der IfKom-Preis ist mit einem Preisgeld dotiert.

Foto: V. l. n. r.: Andreas Hofert (IfKom), Johann-Karl Holler (Preisträger), Prof. Dr. Ulf Schemmert (Dekan)

Bildnachweis: Alexander Schmidt / punctum

18/03/2024

03. Pressemitteilung 2024
18.03.2024

IfKom: Recht auf schnelles Internet muss angepasst werden!

Erstmals verpflichtet die Bundesnetzagentur einen Telekommunikationsanbieter, einen Haushalt mit schnellem Internet zu versorgen. Aus diesem Anlass erneuert der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) seine Forderung, die gesetzlichen Anforderungen an schnelles Internet endlich anzupassen.

Angesichts des schon bis zum Jahr 2018 von der damaligen Bundesregierung vorgesehenen flächendeckenden Ausbaus von Internetanschlüssen mit Mindestgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde im Download mutet der derzeit gesetzlich bzw. durch Verordnung festgelegte Mindestwert von 10 Megabit pro Sekunde geradezu anachronistisch an.

Der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann erklärt dazu: „Bereits im Jahr 2022 haben die IfKom in ihrer Stellungnahme im Rahmen der Konsultation zum Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten die Festlegung von 25 bis 50 Megabit pro Sekunde als Mindestwert gefordert. Die derzeitige TK-Mindestversorgungsverordnung schreibt Werte von 10 Megabit pro Sekunde im Download und 1,7 Megabit pro Sekunde im Upload vor. Das berücksichtigt nicht die gleichzeitige Nutzung eines Anschlusses durch mehrere Personen bei gleichbleibender Qualität und passt im Kontext von Gigabitnetzen und Glasfaserausbau längst nicht mehr in die Zeit. Eine Anpassung ist dringend notwendig.“

Die Werte für die Mindestversorgung werden einmal im Jahr von der Bundesnetzagentur evaluiert. Änderungen der Mindestwerte in der Verordnung erfolgen, gestützt auf Sachverständigengutachten, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie mit dem Ausschuss für Digitales des Deutschen Bundestages. Ein aktuelles Gutachten zur gleichzeitigen Nutzung eines Anschlusses durch mehrere Personen geht bei den jetzigen Mindestwerten von einer im Alltag guten, wenn auch gegenüber der Situation ohne Parallelnutzung zum Teil reduzierten Qualität aus.

Die IfKom fordern, die untersuchten Szenarien in Zeiten sich ändernder Arbeitswelten anzupassen. Es muss bei zunehmenden Home-Office-Tätigkeiten möglich sein, dass zwei Personen eines Haushalts über ihren Anschluss beispielsweise gleichzeitig Videokonferenzen ohne Qualitätsverlust durchführen können, auch wenn parallel noch ein Datentransfer stattfindet. Dafür sind die derzeitigen Mindestwerte deutlich zu gering angesetzt.

Die soziale Teilhabe der Verbraucher sowie der wirtschaftliche Erfolg von freiberuflich Tätigen und kleinen Unternehmen bedürfen eines schnellen Internetzugangs. Daher fordern die IfKom, bei der kommenden Überprüfung der Mindestwerte eine deutliche Steigerung sowohl im Download als auch im Upload vorzunehmen.

01. Pressemitteilung 2024 Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V. IfKom: Rechtssicherer Umgang mit Inter...
13/01/2024

01. Pressemitteilung 2024

Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.

IfKom: Rechtssicherer Umgang mit Internet-Daten für eine erfolgreiche Strafverfolgung!

Der Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) sprach kürzlich mit dem Bundestagsabgeordneten Michael Breilmann zum Thema „Rechtssicherer Umgang mit Internet-Daten für eine erfolgreiche Strafverfolgung - Speicherung von IP-Adressen“. Breilmann ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Inneres und Heimat sowie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen.

Im September 2022 entschied der Europäische Gerichtshof in Luxemburg, dass die immer noch vorhandene deutsche Vorratsdatenspeicherung nicht mit dem EU-Recht vereinbar ist. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte im August 2023 diese Entscheidung. „Das Urteil des EuGH lässt jedoch zu, dass bei einer ernsten aktuellen oder vorhersehbaren Bedrohung für die nationale Sicherheit Verkehrs- und Standortdaten allgemein vorübergehend gespeichert werden dürfen“, betonte Heinz Leymann (IfKom-Bundesvorsitzender) und ergänzte: „Wir brauchen zur Bekämpfung der Internetkriminalität, des sexuellen Missbrauchs von Kindern und des Verdachts anderer schwerer Straftaten die Möglichkeit, aufgrund der Internetdaten die Täter zu ermitteln.“ Ein Beispiel ist die zeitlich befristete Speicherung von IP-Adressen. Dabei handelt es sich im Prinzip um die Fingerabdrücke der Täter.

Aus der Sicht der IfKom muss in diesem Kontext die Politik klare technische und rechtliche Regelungen schaffen, die mit dem EU-Recht vereinbar sind. Dieses fordert eine strikte Begrenzung der allgemeinen Speicherung von Verkehrs- und Standortdaten auf den Zweck des Schutzes. Insbesondere bei den technischen Voraussetzungen – wie beim aktuell diskutierten Quick-Freeze-Verfahren – sind die hiervon betroffenen Telekommunikationsunternehmen und die Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt miteinzubinden. Die Speicherung der IP-Adressen für einen bestimmten Zeitraum darf nur zum Zwecke der Strafverfolgung, der Strafvereitelung und der Abwehr einer nationalen Bedrohung erfolgen, die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland müssen gewahrt bleiben.

Michael Breilmann: Wir brauchen schnellstmöglich eine europarechtssichere Lösung zur befristeten Speicherung von IP-Adressen, die technisch realisierbar und kurzfristig einsetzbar ist. Die Bundesregierung hat es in über einem Jahr seit der Urteilsverkündung des Europäischen Gerichtshofes im September 2022 nicht geschafft, hier für Klarheit und Rechtssicherheit zu sorgen. Um nicht die Falschen zu schützen, müssen die gegebenen Spielräume endlich voll ausgeschöpft werden. Unsere Behörden benötigen klare und präzise Regeln für eine effektive Bekämpfung von Kriminalität. Die Aufdeckung und Verfolgung von Straftaten darf nicht von Zufallsmeldungen durch ausländische Partnerbehörden abhängig sein.

08/09/2023

08. Pressemitteilung 2023, 04.09.2023

IfKom begrüßen Regierungsvorschlag zur Beschleunigung des TK-Netzausbaus

Mit dem aktuellen Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung des Ausbaus von Telekommunikationsnetzen möchte das federführende Digitalministerium die bestehenden Regelungen punktuell anpassen. Der Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) begrüßt ausdrücklich die Absicht der Bundesregierung, bestehende Hemmnisse aus dem Weg zu räumen.

Gerade aus der Sicht von Ingenieurinnen und Ingenieuren, deren Ziel es ist, technische Lösungen zu entwickeln und diese durch geeignete Planungs- und Bauprozesse möglichst vielen Menschen nutzbringend als Angebot zur Verfügung zu stellen, ist es notwendig, Hebel zur Beschleunigung zu finden und anzuwenden. Neben den technischen Maßnahmen spielen beim Ausbau von Telekommunikationsnetzen aber auch Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse eine Rolle ebenso wie Wettbewerbs- und Regulierungsaspekte sowie Fragen der Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit.

Gemessen an den schon seit Jahren ausgerufenen Zielen der jeweiligen Bundesregierungen sind die Maßnahmen nur bedingt ausreichend, um diese Ziele auch zu erreichen. Auch der jüngste Referentenentwurf zur Beschleunigung des Netzausbaus greift gemessen an der Digitalstrategie zu kurz. Beispielsweise soll das Gigabitgrundbuch als einheitliches Informationsportal im Telekommunikationsgesetz festgelegt werden. Das führt für sich genommen – ähnlich wie andere Einzelmaßnahmen – aber noch nicht zu einem signifikanten Beschleunigungseffekt. Dennoch sind die IfKom der Meinung, dass der jetzige Entwurf grundsätzlich zielführend ist, plädiert aber dafür, im Laufe des parlamentarischen Verfahrens weitere Maßnahmen zur Beschleunigung aufzunehmen.

Andere Regelungen betreffen Erschließungsfragen und Bebauungspläne, Zustimmungsfristen oder ein unterstelltes Einverständnis (Zustimmungsfiktion). Jede dieser Maßnahmen ist nach Meinung der IfKom eine Möglichkeit zur Beschleunigung, wenn auch noch nicht in dem von vielen gewünschten Tempo. In dem Referentenentwurf geht es auch um den beschleunigten Ausbau des Mobilfunknetzes. Dazu soll festgelegt werden, Gebäude im Eigentum oder unter Kontrolle der öffentlichen Hand dem Netzausbau zur Verfügung zu stellen. Welchen Beschleunigungseffekt diese Festlegung hat, wird sich zeigen, denn Mobilfunkstandorte werden nach technischen Parametern ermittelt, die Übereinstimmung mit dem Standort eines öffentlichen Gebäudes ergibt sich dann eher zufällig.

Die IfKom werden zu diesem Gesetzentwurf eine fachliche Bewertung erarbeiten und im Rahmen der Beteiligung der Verbände ihre Stellungnahme abgeben.

In eigener Sache:

Am 09.11.1923 gründeten zehn Ingenieure der Deutschen Reichspost in Berlin als erste berufsständische Interessenvertretung den “Verband der Ingenieure bei der deutschen Reichspost“. In Zeiten erster elektromechanischer Vermittlungsstellen und unterirdischer Fernkabel sollten die Mitglieder u. a. über die immer komplexer werdenden Themen Entwicklung, Planung, Bau und Betrieb der Fernmeldetechnik informiert werden. Das 100-jährige Bestehen feiern die IfKom am 19. Oktober 2023 in Berlin – der langen Verbandsgeschichte entsprechend – im Museum für Kommunikation.

07. Pressemitteilung 2023    08.08.2023IfKom-Preis 2023 an der Hochschule EsslingenKürzlich wurde im Rahmen eines Festak...
08/08/2023

07. Pressemitteilung 2023 08.08.2023

IfKom-Preis 2023 an der Hochschule Esslingen

Kürzlich wurde im Rahmen eines Festaktes der Hochschule Esslingen, Fakultät für Informatik und Informationstechnik, der Hochschulpreis 2023 des Verbandes Ingenieure für Kommunikation (IfKom) überreicht. Der Preisträger ist Johannes Hofmayer, Bachelor of Engineering, aus Pfullingen. Seine Abschlussarbeit mit dem Titel "Evaluation und Vergleich verschiedener Methoden zur prädiktiven Instandhaltung von CNC-Maschinen anhand von zeitbasierten Maschinendaten“ hat die Feststellung erster Auffälligkeiten an den Achsen von Fertigungsmaschinen durch Datenanalyse zum Inhalt, die zu einer Störung führen könnten. Durch die Vorhersage eines sich anbahnenden Defektes kann dieser frühzeitig behoben und ein Ausfall der Maschine verhindert werden. Johannes Hofmayer hat seine Abschlussarbeit in Zusammenarbeit mit der WAFIOS AG in Reutlingen angefertigt, eines der weltweit führenden Maschinenbauunternehmen für die draht- und rohrverarbeitende Industrie. Die Abschlussarbeit erhielt die Traumnote 1,3!
Vor seinem Ingenieurstudium absolvierte Johannes Hofmayer eine Berufsausbildung zum Elektromechaniker und studierte danach Technische Informatik an der Hochschule Esslingen.
Neben seinem Studium ist Johannes Hofmayer ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz und bei der Feuerwehr engagiert. Der Verband IfKom wünscht dem Preisträger Johannes Hofmayer für seine berufliche Zukunft viel Erfolg und alles erdenklich Gute.

Der Verband IfKom ist ein Berufsverband für Ingenieure der Informations- und Kommunikationsbranche mit Sitz in Dortmund. Der Verband wurde 1923 gegründet und darf im Oktober 2023 sein 100-jähriges Jubiläum in Berlin feiern. Der Verband unterhält für seine Mitglieder eine Internet-Plattform unter https://www.ifkom.de/ .

06. Pressemitteilung 2023 Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V. IfKom und CGPT: Herausforderungen in e...
08/06/2023

06. Pressemitteilung 2023

Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.

IfKom und CGPT: Herausforderungen in einer digitalen Arbeitswelt

Zum Thema „Herausforderungen in einer digitalen Arbeitswelt“ trafen sich kürzlich Vertreter der IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V. und der CGPT - Christliche Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation. Aus der Sicht der IfKom und der CGPT werden wir im Rahmen der Digitalisierung eine rasante intelligente Vernetzung der Produktion erleben, die künftig in Echtzeit gesteuert wird, wobei intelligente Maschinen über die Internetplattform selbstständig Fertigungsprozesse koordinieren werden. Die Entwicklung wird in die Richtung gehen, dass einzelne Maschinen und Anlagensysteme selbstständig miteinander kommunizieren werden, also quasi wie Menschen miteinander sprechen. Die ständig größer werdende digitale Vernetzung zwischen den Menschen sowie den Menschen und Maschinen erfordert ein besonderes Augenmerk auf die Datensicherheit und den Datenschutz. Beispielsweise muss bei KI-Systemen nachvollziehbar sein, warum sie bestimmte Entscheidungen treffen und ob sie unseren gesellschaftlichen, moralischen und rechtlichen Werten gerecht werden. Bei einem Treffen der Päpstlichen Akademie für das Leben und der RenAIssance Foundation im Vatikan Anfang Januar dieses Jahres erklärte Papst Franziskus. „Wir alle sind uns bewusst, dass künstliche Intelligenz in jedem Aspekt des täglichen Lebens, sowohl im persönlichen als auch im gesellschaftlichen Bereich, zunehmend präsent ist“.

In allen Bereichen des täglichen Lebens ist unsere Gesellschaft von der Zuverlässigkeit technischer Systeme abhängig, ob es sich beispielsweise um Verkehr, Energie, Wasser und Medizin handelt. Gesteuert werden die hierfür erforderlichen Anlagen und Systeme über die Telekommunikations-Infrastruktur. Ein Angriff auf diese Telekommunikations-Infrastruktur kann Staat und Gesellschaft im schlimmsten Fall „über Nacht“ lahmlegen. Diese Telekommunikations-Infrastruktur muss folglich eine sehr hohe Verfügbarkeit mit ausreichenden Redundanzen aufweisen. Der Schutz der Bevölkerung vor gravierenden Ausfällen dieser Telekommunikations-Infrastruktur muss jederzeit gegeben sein. Neben der hohen Verfügbarkeit der Telekommunikations-Infrastruktur muss die verwendete Technik vor Angriffen jeglicher Art insbesondere vor Cyberattacken geschützt sein.

Darüber hinaus sind künftige Mobilfunktechnik-Systeme im Sinne des nachhaltigen Klimaschutzes zu entwickeln. Bei der digitalen Transformation besteht in diesem Zusammenhang die Herausforderung darin, wachsende Datenmengen effizienter zu transportieren und zu verarbeiten, die beispielsweise weniger Strom bei gleicher Datenleistung benötigen oder im Verhältnis zum Stromverbrauch überproportional mehr Daten verarbeiten können. Zudem sind ökonomische und ökologische sowie soziale Aspekte dabei in Einklang zu bringen.

IfKom und CGPT sind sich einig, sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens sind auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten. Sie müssen durch die Arbeitgeberin oder den Arbeitsgeber im Rahmen ihrer Tätigkeiten die Möglichkeit erhalten, digitale Kompetenzen zu erwerben, über die ökonomischen Ziele hinaus zu agieren, einen ethischen Fokus auf die Folgen des eigenen Handelns zu gewinnen und neben dem verantwortlichen Wirtschaften und der Nachhaltigkeit soziale Ökosysteme zu reflektieren.

05. Pressemitteilung 2023 Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V. IfKom: Energiewende gelingt nur mit Di...
08/06/2023

05. Pressemitteilung 2023

Herausgeber: IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V.

IfKom: Energiewende gelingt nur mit Digitalisierung!

Der Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e.V.) begrüßt das vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende, dem am 12. Mai auch der Bundesrat zugestimmt hat.

Anlässlich eines Treffens mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup zu der Frage, wie die Digitalisierung den Klimaschutz und die Energiewende unterstützen kann, erklärte Heinz Leymann, Bundesvorsitzender der IfKom: „Eine konsequente Digitalisierung der Energieerzeugung und -lieferung ist Voraussetzung für wirtschaftliche, nachhaltige und zugleich attraktive Lösungen. Das kürzlich verabschiedete Gesetz zum Einbau der digitalen Stromzähler `Smart Meter´ wird dann an Akzeptanz gewinnen, wenn die Verbraucher auch Vorteile, beispielsweise durch die Möglichkeit flexibler und günstiger Stromtarife, erhalten“.

Thema des Gesprächs mit dem Politiker und Diplom-Biologen Mindrup war u. a. dessen Engagement als Berichterstatter für die SPD-Bundestagsfraktion zum Klimaschutzgesetz sowie sein Engagement im Verein Energiedialog 2050, den er seit 2022 als Vorsitzender leitet. Heinz Leymann und Andreas Hofert aus dem IfKom-Bundesvorstand waren sich mit Klaus Mindrup darüber einig, welchen signifikanten Einfluss die Digitalisierung auf eine möglichst klimaneutrale Wirtschaft hat. „Zwei wichtige Hebel sind die Digitalisierung, die sämtliche Branchen und Verwaltungen betrifft, sowie die Ingenieurausbildung, deren Lehrpläne die Aspekte der ethischen Legitimierbarkeit und der Nachhaltigkeit des Handelns von Ingenieurinnen und Ingenieuren noch stärker in den Fokus rücken sollten.“ stellte Hofert fest.

Ingenieurinnen und Ingenieure müssen nach Auffassung der IfKom eine stärkere Verantwortung über die Folgenabschätzung übernehmen. Daher sollen sie bereits im Studium befähigt werden, zu reflektieren, welche Auswirkungen sich aus ihren konzeptionellen Entscheidungen ergeben und lernen, sich mit ihrer Expertise konstruktiv in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen.

Die IfKom unterstützen die Anliegen der Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Mit der Digitalisierung können wirtschaftliche Prozesse, Logistik und Produktion ihren Energieverbrauch verbessern. Energieeffiziente Rechenzentren sind Voraussetzung dafür, über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg ressourcenschonend zu handeln. „Große Herausforderungen“, betonte der Bundesvorsitzende Heinz Leymann, „sehen die IfKom noch in der Verbesserung der Batterieproduktion und der Entsorgung von umweltschädlichen Stoffen, z. B. aus Photovoltaik-Elementen.“

Aus Sicht von Klaus Mindrup ist das nächste Jahrzehnt entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel. Die notwendige Transformation von Gesellschaften und der weltweiten Wirtschaft bedarf neuer Strategien und Denkansätze. Dafür haben auch Ingenieurinnen und Ingenieure Verantwortung zu übernehmen. „Die zentralen Hindernisse für eine erfolgreiche Bewältigung des Klimawandels liegen weniger an fehlender Technologie oder Finanzierung. Entscheidend ist, wie wir den Wandel organisieren. Niemand wünscht sich das alte Wählscheibentelefon zurück, Mobilfunk und Digitalisierung haben sich weltweit durchgesetzt. Die notwendige Transformation unseres Energiesystems wird dann gelingen, wenn die Vorteile des neuen Systems bei den Menschen vor Ort ankommen. Da volatile Energien wie Wind und PV das neue System prägen werden, müssen wir diese intelligent und flexibel nutzen. Da kommt dann die Technik ins Spiel. „Smart Meter“ spielen dabei ebenso wie Speicher, Netzausausbau, und Sektorkopplung eine entscheidende Rolle. Diese Techniken ermöglichen dann auch neue Marktmodelle, wie das von der EU geforderte „Energy Charing“, um den Menschen auch vor Ort eine Teilhabe an der Energiewende zu ermöglichen.“ Vor allem die Politik muss handeln. Aber auch die Akzeptanz der Menschen ist entscheidend.“

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ChristinenStr. 79
Dortmund
44575

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