06/11/2025
Wahre Worte👍🍂
Die dunkle Jahreszeit
Irgendwie sind die Wintermonate immer unter einem besonderen Schleier. Dunkelheit, Kälte, Nässe… Stunden, die die meisten Menschen lieber im warmen Verbringen. Zu Hause, vorm Kamin, auf der Couch.
Wir, die Rettungshundler, sind da anders gestrickt. Wenn schon normale Hundemenschen von sich behaupten „es gibt nur schlechte Kleidung, kein schlechtes Wetter“ und bei Wind und Wetter Gassi gehen, dann gibt es nochmal eine Steigerung dazu.
10h die Woche, liegen wir im Wald, lassen uns von den Hunden suchen. Stehen im Zwiespalt zwischen kalten, nassen Händen oder Handschuhen, in denen man eine schlechte Feinmotorik hat. 1liter Tee wärmt zwar von innen, wenn er durchgelaufen ist, ist es im Wald (vorallem für die Frauen) aber auch so eine Sache.
Die Hunde können sich nicht beschweren, Autos mit Standheizung, warme Hundemäntel, Schafswolle im Auto und zwischendurch durch den Wald rennen und springen.
Man weiß auf jeden Fall, was man nach dem Training getan hat. Aber wenn man dann in die zufriedenen Hundeaugen schaut, vorm warmen Kamin liegt und sich über seinen wohlverdienten Feierabend freut…
… dann geht der Melder! Person vermisst. Anforderung Rettungshunde zur Personensuche.
Immer bereit, immer auf Abruf. Dann kocht man sich den nächsten Liter Tee, zieht die lange Unterwäsche wieder drunter und fährt los. Ohne Fragen, vllt. nicht immer voller Motivation, dafür aber mit Herzblut.
Rettungshundearbeit- nicht immer bequem, nicht immer angenehm, aber wenn’s einen einmal gepackt hat, auch nicht mehr wegzudenken.
P.S. Das Foto stammt aus dem Monat Oktober von
☔️