30/05/2026
Igel und Mähroboter: Ein eindringlicher Aufruf
Wir haben intern darüber diskutiert, ob wir Bilder von schwer verletzten Igeln veröffentlichen sollen – und uns bewusst dagegen entschieden. Diese Aufnahmen sind kaum zu ertragen. Unsere Pflegestellen stoßen bereits an ihre Grenzen, weil uns immer mehr verletzte Tiere gemeldet werden, die versorgt werden müssen. Häufig müssen Tierärztinnen und Tierärzte feststellen, dass die Verletzungen so schwer sind, dass den Tieren nicht mehr geholfen werden kann und sie erlöst werden müssen.
Sie besitzen bereits einen Mähroboter oder haben Nachbarn, die einen nutzen. Muss man deshalb ganz auf das Gerät verzichten? Nicht unbedingt. Schon eine einfache Maßnahme kann helfen: Mähen Sie ausschließlich bei Tageslicht. So lassen sich viele gefährliche Begegnungen zwischen Igeln und Mährobotern vermeiden. Die meisten Geräte erlauben die Festlegung entsprechender Mähzeiten oder verfügen über einen Tagmodus.
Zusätzlich sollte der Mähroboter möglichst nicht unbeaufsichtigt arbeiten. Ein kurzer Kontrollgang vor dem Mähen – insbesondere unter Sträuchern, Hecken und Bodendeckern – kann Leben retten. Nach aktuellem Stand gibt es zudem noch immer keine wirklich „igelsicheren“ Mähroboter.
Wer sich näher mit dem Thema beschäftigt, stellt sich unweigerlich die Frage, ob dies tatsächlich ein technischer Fortschritt ist, auf den man im eigenen Garten nicht auch aus anderen Gründen getrost verzichten kann.
Weiterführende Informationen:
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflege/28166.html