01/05/2026
Liebe Mitmenschen, danke 🤝🏽🌈🏳️🌈❤️ für diese zauberhafte und zugleich wichtige Demo in Cottbus – „Ihr greift uns an - wir stehen noch näher zusammen!“
Danke an alle Helfer:innen, Orga-Menschen und an alle, die im Herzen dabei waren. ❤️
Der 30. April war bewegend, ermutigend und aufgeladen mit Solidarität, Respekt und Liebe. Cottbus zeigte mit einer bunten Demo und mit vielen verschiedenen Redebeiträgen, Haltung für Mitmenschlichkeit und für eine wehrhafte Demokratie. Engagierte des Regenbogenkombinat Cottbus, CSD Cottbus e.V. und des AIDS-Hilfe Lausitz e.V. waren der Einladung gefolgt und hatten in den Reihen der queeren Community dazu aufgerufen, sich gemeinsam zu zeigen und zu unterstützen.
Über 600 Menschen versammelten sich am Spreewaldbahnhof und wanderten durch die Innenstadt. Wer den Redebeiträgen lauschte, erkannte ganz schnell, was das Problem ist.
Cottbus hat ein Problem mit Auffassungen und Handlungen, die sich gegen Grundlagen moderner Demokratie und offener Gesellschaft richten. Das Problem heißt Antidemokratie und zeigt sich in Form von Rechtsextremismus, Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit. Die Menschen vermissen beherztes Eingreifen und deutliche Unterstützung von wirkmächtigen Personen in verantwortlichen Positionen auf lokaler Ebene und auch auf Landes- und Bundesebene.
Mehrere schwere Gewalttaten hatte es in den letzten Wochen gegeben. Demokratisch engagierte Menschen wurden angegriffen, bedroht und die Synagoge in Cottbus wurde zweimal antisemitisch und rechtsextrem beschmiert. Es gab einen Brandanschlag auf ein Wohnhaus. Auf dem Unigelände wurde die Regenbogenbank mit volksverhetzenden Parolen beschmiert. Kurz darauf wurde die Bank aus der Verankerung gerissen und sichtbar beschädigt.
„Wir erleben seit Jahren kontinuierlichen Anstieg von Rechtsextremismus in der Region Cottbus. Gewalt, Sachbeschädigung und Hass, auch gegen queere Menschen, muss mit allen Mitteln kontinuierlich verfolgt und gestoppt werden. Es braucht massive Unterstützung und klare Haltung für Vielfalt, Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Es braucht Investitionen in Prävention, gute Bildung, sichere Orte und in den Strukturaufbau. Dafür braucht es politischen Willen und politische Entscheidungen“, sagt Christian Müller, Geschäftsführer des Regenbogenkombinat Cottbus.