Dialog Kölner Klimawandel

Dialog Kölner Klimawandel Dialog Kölner Klimawandel - ein grüner Masterplan für die Stadt Die Durchführung dieses halb aus Spenden bzw.

Im Frühjahr 2009 kam ein kleiner Kreis engagierter Kölner Bürger zu dem Ergebnis, dass die Schere zwischen den rasant ansteigenden Anforderungen an nachhaltige Stadtentwicklung und den Möglichkeiten einer gebeutelten Kommune mit traditionellen Politik- und Verwaltungsmechanismen nicht mehr geschlossen werden kann. Zudem hatte die Stadt Köln nach zarten Anfängen in den 1990er Jahren die systematisc

he Beschäftigung mit dem Klimaschutz nicht mehr weiterentwickelt und hat nach eigener Einschätzung gegenüber anderen Großstädten einen Planungsrückstand von 10 bis 15 Jahren. Die immer komplexeren Abhängigkeiten der Einzelressorts und die ungeklärten Langzeitfolgen von Einzelentscheidungen führen angesichts vorherrschender Deregulierungs- und Privatisierungstendenzen bei den sowieso bereits am Rande Ihrer Möglichkeiten befindlichen Administrationen oft zu einem Zustand der Hilflosigkeit und demonstrativer Beschränkung auf das normale Tagesgeschäft. Das normale Tagesgeschäft hingegen wird durch zunehmend selbstbewusste Bürger und immer härtere Interessensvertretung von Teilaspekten ebenfalls immer zäher und zeigt bei den notwendigen Güterabwägungen die Grenzen der veralteten Methoden der Bürgerbeteiligung. In dieser Situation lassen sich Themen wie „Klimaschutz“ und „nachhaltige Stadtentwicklung“ nicht mehr ohne Mithilfe der Zivilgesellschaft, ohne Einbindung der stadtprägenden Akteure und Motivation breiter Bevölkerungsschichten bewältigen. Köln weist anderseits mit den einmaligen grünräumlichen Systemen der 20er Jahre und einer gewohnt aktiven Bürgerschaft ein hervorragendes Potential für einen Mix aus „Strategien von oben“ und „Strategien von unten“ auf. Das Haus der Architektur Köln, seit 5 Jahren als Bühne und Forum der Debatte über die Baukultur über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, und das KATALYSE Institut, seit vielen Jahrzehnten Vorreiter in Sachen ökologischer Forschung, haben deshalb im Laufe des letzten Jahres ein Konzept für einen offenen Werkstattprozess entworfen und dafür Partner aus Verwaltung, Wirtschaft und der weiteren Stadtgesellschaft gewonnen. ehrenamtlicher Tätigkeit und
halb fremdfinanzierten Projektes sicherte im Dezember 2009 die Zusage des KlimaKreisKöln – einem unabhängigen Beirat zur Vergabe von Mitteln des stadtnahen Rheinenergie-Konzerns für klimarelevante Förderprojekte – diesen Dialogprozess finanziell zu unterstützen. Mit dem Projekt „Dialog Kölner Klimawandel – ein grüner Masterplan für die Stadt“ wird der frische Wind der Kölner Masterplan-Debatte genutzt, um die immer bedeutsamer werdenden „grünen“ Megatrends der Nachhaltigkeit in die städtische Zukunftsplanung zu integrieren – in einen Dialog mit Stadt, Interessensgruppen, Zivilgesellschaft und interessierten Bürgern. Der „Dialog Kölner Klimawandel“ nimmt sich Konrad Adenauers Generalsiedlungsplan für Köln und die daraus folgende Planung des Grüngürtels zum Vorbild, um eine Zukunftsvision für städtische Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit zu entwerfen. Der Unterschied zu den 20er Jahren: Während zu Adenauers Zeiten eine „grüne Planung“ im Kern eine „Grünraumplanung“ war, verlangt das Sichern der natürlichen Lebensgrundlagen heute nach einer wesentlich komplexeren Handlungsstruktur. Mit den Prozessen des Dialogvorhabens Kölner Klimawandel wird eine systematische Gesamtschau auf die in der Stadt vorhandenen Vorstellungen, Konzepte und Leitlinien zu den grünen Aspekten ihrer künftigen Entwicklung gewagt. Dem KATALYSE Institut und seinen Kooperationspartnern vom Haus der Architektur und den Dialogprozessprofis vom Institut für angewandte Kreativität (beide Köln) geht es darum, den Blick aller relevanten städtischen Akteure auf das Thema Nachhaltigkeit zu lenken und dabei Chancen und Risiken bezüglich der städtischen Entwicklung aufzuzeigen. Erarbeitet werden sollen Leitplanken wie auch erste konkrete Umsetzungsideen in den Bereichen Bauen und Wohnen, Bildung und Kultur, Energie und Klima, Grünflächen und Freiraum, soziale Lebensqualität und Ökonomie sowie Verkehr und Mobilität. Um möglichst viele Ideen und Konzepte zu entwickeln und ausreichend Zeit für einen erfolgreichen Dialogprozess zu haben, lädt das Institut in bis zu 49 Workshops zu Brainstorming und gemeinsamer Entwicklungsarbeit ein. Im zweiten Schritt werden die Vorschläge systematisiert und vorangetrieben. Die Ergebnisse stellt das KATALYSE Institut schließlich den Kölner Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer Abschlussveranstaltung vor und eröffnet damit den öffentlichen Diskurs.

Adresse

C/o KATALSE Institut, VolksgartenStr. 34
Cologne
50677

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