07/06/2026
Grade nochmal gut gegangen?
In Aue-Bad Schlema gibt es keinen Oberbürgermeister der extrem rechten "Freien Sachsen" - das ist erstmal gut.
Es ist gut, dass sich mehr Menschen dafür entschieden haben, zur Wahl zu gehen, um einen Kandidaten zu wählen, der keiner extrem rechten Partei angehört.
Und trotzdem - wenn sich alle demokratischen Parteien auf einen einzigen Kandidaten einigen müssen, um zu verhindern, dass ein extrem rechter Kandidat Oberbürgermeister wird - darf man das feiern? Nicht wirklich. Das Signal ist fatal und sollte uns in Zukunft aufrütteln
Es ist ein fatales Zeichen, wenn fast die Hälfte einen Kandidaten der Freien Sachsen wählt, einen Kandidaten, der der NPD angehörte, einer Partei, die als direkte Nachfolgepartei der NSDAP zu werten ist und sich jetzt in die "Heimat" umbenannt hat. Das war bekannt, gestört hat es fast die Hälfte der wahlberechtigten Menschen offensichtlich nicht. Es gibt keinerlei Entschuldigung und auch keinerlei Verständnis unsererseits für solch ein Wahlverhalten!!!
Es bleibt zu hoffen, dass sich der jetzt gewählte Oberbürgermeister nicht an der weiteren Normalisierung von Faschismus beteiligt. Leider hat er vor der Wahl schon mal angekündigt, dass er über Parteien hinwegschaut und nicht prinzipiell etwas ablehnen wird, nur weil es aus der AfD kommt - wir können also davon ausgehen, dass die Normalisierung von extrem rechten Parteien weitergeht - und das ist eben nicht gut. Denn die "Freien Sachsen", zu deren Führungskader Hartung gehört, wollen die kommunale Ebene für sich dazu nutzen, um das demokratische System "von unten" zu attackieren und zu schwächen, um letztlich ihre im Programm verankerten rassistischen, völkischen Ideen durchzusetzen.
Deshalb kann es nur heißen - keine Normalisierung und keine Zusammenarbeit mit "AfD" und "Freien Sachsen"