04/10/2026
🩵Eine Spielekonsole und ein neues Zuhause für Hero Ryan🩵
Lest bis zum Schluss …..
„Im März 2025 wurde bei meinem Sohn Ryan im Alter von gerade einmal 15 Jahren Knochenkrebs diagnostiziert. Nach den weiteren Untersuchungen stand schließlich fest, dass es sich um ein Osteosarkom handelt.
Für uns war diese Diagnose im ersten Moment ein riesiger Schock. Von jetzt auf gleich war plötzlich nichts mehr so, wie es vorher gewesen war. Aber eines war für uns von Anfang an klar: Wir werden kämpfen.
Bis zu seiner Diagnose bestand Ryans Leben aus all den Dingen, die für einen Jugendlichen selbstverständlich sein sollten. Er war mit seinen Freunden unterwegs, hat viel unternommen, war draußen, hat seine Grenzen ausgetestet und einfach sein Leben gelebt. Ryan ist ein sehr hilfsbereiter Jugendlicher. Wo er mit anpacken kann, hilft er. Natürlich gab und gibt es aber auch die Tage, an denen Freunde und Freizeit wichtiger sind, eben ganz normal für einen Jugendlichen.
All das ist ihm seit März 2025 weitestgehend genommen worden.
Ryan konnte nicht bei seinem eigenen Schulabschluss dabei sein, geschweige denn bei seiner Abschlussfahrt. Freunde treffen war kaum noch möglich. Einfach die Tür aufmachen, allein rausgehen und losziehen, etwas, das vorher völlig normal war, ging plötzlich nicht mehr. Zum einen fehlte ihm durch die Behandlung die Kraft, zum anderen war es aufgrund seines geschwächten Immunsystems oftmals einfach zu gefährlich.
Mit der Diagnose begann für Ryan ein langer medizinischer Weg.
Seine Behandlung startete im Helios Klinikum Berlin Buch. Dort bekam er auch seine erste Chemotherapie. Danach haben sich Dr. Hundsdörfer und sein Team sehr dafür eingesetzt, dass Ryan die weitere Chemotherapie im Klinikum Chemnitz erhalten konnte.
Nach den ersten Chemotherapien stand die große Operation an. Dafür mussten wir wieder nach Berlin Buch. Der Tumor konnte so operiert werden, dass Ryans Bein erhalten blieb. Dabei bekam er eine innenliegende Tumororthese.
Nach dieser Operation ging es zurück nach Chemnitz und die Chemotherapie wurde fortgesetzt.
Diese Monate waren unglaublich anstrengend. Es gab viele Tage, an denen Ryans Körper immer länger brauchte, um sich von den einzelnen Chemotherapien zu erholen. Als Mama hatte ich immer wieder diese unbeschreibliche Angst, dass sein Körper irgendwann nicht mehr genug Kraft haben könnte.
Aber so schlimm diese Zeit auch war, Ryan hat eine Hürde nach der anderen geschafft.
Ende Dezember 2025 war die Chemotherapie schließlich beendet.
Nach all den Monaten voller Behandlungen waren wir einfach nur froh und erleichtert. Wir dachten, dass nun endlich die Zeit kommen würde, in der Ryan sich erholen und Stück für Stück in sein normales Leben zurückfinden kann.
Doch kurz darauf kam der nächste schwere Rückschlag.
Ryan stürzte und brach sich den Oberschenkel an dem Bein, in dem sich die Tumororthese befindet.
Fast zwei Wochen lag er mit diesem Bruch bei uns im Krankenhaus. Dort hatte niemand ausreichend Erfahrung mit seinem speziellen Krankheitsbild und der Tumororthese. Eine Operation konnte deshalb vor Ort nicht durchgeführt werden.
Schließlich konnte Ryan endlich wieder nach Berlin Buch verlegt werden. Dort wurde sein Oberschenkel erneut operiert.
Nach dieser Operation begann für ihn wieder alles von vorne. Er war erneut auf Gehhilfen und den Rollstuhl angewiesen. Sein Körper hatte durch die Krebsbehandlung, die Chemotherapien und die Operationen bereits so viel Kraft verloren.
Auch diesen Rückschlag hat Ryan angenommen. Mit vielen Tränen, mit Verzweiflung und mit Momenten, in denen einfach alles zu viel wurde. Trotzdem hat er weitergemacht.
Ende Februar ging es schließlich zur Reha. Zu diesem Zeitpunkt konnte Ryan noch immer nicht ohne Gehhilfen laufen.
In der Reha wurde intensiv mit ihm gearbeitet, doch anstatt dass das Laufen besser wurde, hatte Ryan weiterhin starke Schmerzen. Egal, was versucht wurde, die Schmerzen blieben und zunächst wusste niemand, woher sie kamen.
Nach einigen Wochen wurde deshalb entschieden, die Reha zu unterbrechen und Ryan erneut im Helios Klinikum Berlin Buch untersuchen zu lassen.
Im Mai ging es also wieder nach Berlin.
Dort wurde schließlich die Ursache für seine starken Schmerzen und dafür, dass er nicht richtig laufen konnte, gefunden.
Die Tumororthese saß nicht mehr fest im Knochen. Sie hatte sich gelöst.
Für Ryan bedeutete diese Nachricht den nächsten schweren Rückschlag und vor allem eine weitere Operation.
Also musste er erneut operiert werden und danach wieder von vorne anfangen.
Von dieser Operation erholte sich Ryan glücklicherweise recht gut. Mit Physiotherapie arbeitete er sich erneut Stück für Stück zurück und es ging langsam vorwärts.
Richtig laufen kann Ryan allerdings bis heute noch nicht.
Vor zwei Wochen kam dann der nächste Rückschlag. Ryan zog sich erneut einen Bruch zu. Zum Glück muss dieser Bruch dieses Mal nicht operiert werden.
Wenn ich auf die vergangenen eineinhalb Jahre zurückblicke, frage ich mich manchmal selbst, wie viel ein junger Mensch eigentlich aushalten kann.
Seit März 2025 folgte bei Ryan ein medizinischer Schritt auf den nächsten. Die Diagnose Osteosarkom, die ersten Chemotherapien, die große beinerhaltende Tumoroperation mit Einsetzen der Tumororthese, weitere Chemotherapien bis Ende Dezember 2025, der Bruch des Oberschenkels, eine erneute Operation, die Reha, die anhaltenden Schmerzen, die Feststellung der gelockerten Tumororthese und schließlich noch eine weitere Operation.
Und jedes Mal, wenn wir glaubten, jetzt könnte es endlich aufwärtsgehen, kam der nächste Rückschlag.
Dabei hat Ryan nicht nur unzählige Behandlungen, Untersuchungen und Operationen durchgestanden. Er hat in dieser Zeit auch einen großen Teil seines normalen Lebens als Jugendlicher verloren. Er konnte seinen Schulabschluss und seine Abschlussfahrt nicht miterleben, seine Freunde nur eingeschränkt sehen und über lange Zeit nicht einmal selbstständig das Haus verlassen.
Und trotzdem kämpft er weiter.
Mein größter Wunsch für Ryan ist mittlerweile eigentlich ein ganz einfacher: Ich wünsche mir, dass er endlich wieder ein halbwegs normales Leben führen darf.
Dass er wieder Freunde treffen, spontan etwas unternehmen und irgendwann einfach die Tür hinter sich schließen und sagen kann: „Mama, ich bin dann mal weg.“
Wenn Ryan heute einmal allein rausgehen kann, genießt er diese kleinen Stücke Freiheit sehr. Leider waren sie bisher nie von langer Dauer, weil immer wieder der nächste Rückschlag kam.
Als Mama macht mich das unendlich traurig.
Denn hinter all den Diagnosen, Chemotherapien, Operationen, Brüchen und Krankenhausaufenthalten darf man eines nicht vergessen:
Ryan ist inzwischen 17 Jahre alt.
Und nach allem, was er durchmachen musste, wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass er endlich wieder das sein darf, was er eigentlich die ganze Zeit hätte sein sollen:
Ein ganz normaler Jugendlicher, der sein Leben leben darf“
Wir wünschen euch von Herzen alles Liebe für die Zukunft. Von jetzt auf gleich musstet ihr euch eine neue Wohnung suchen. Zusammen mit euren guten Freunden konnten wir euch auch da helfen. Passt gut auf euch auf.
Gerne Kommi‘s/gerne teilen🙏🏻