LUBE gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen

LUBE gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen L**E - Lernen, Unterstützen, Beraten, Empowern gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen. https://wonderl.ink/

Das Projekt der Deutschen Aidshilfe wird vom Programm respekt*land der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert.

Nur noch wenige Tage!Die Umfrage „Diskriminierung in Deutschland“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist nur noch...
20/02/2026

Nur noch wenige Tage!
Die Umfrage „Diskriminierung in Deutschland“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist nur noch bis Ende Februar geöffnet. Jetzt ist die letzte Gelegenheit, teilzunehmen!
Worum geht es?
Die Umfrage untersucht:
• Wo erleben Menschen in Deutschland Diskriminierung?
• Wie gehen sie damit um?
• Welche Unterstützungsangebote werden genutzt – und welche fehlen?
• Welche Folgen hat Diskriminierung?
Die Ergebnisse sollen eine aktuelle Grundlage schaffen, um gezielte Maßnahmen gegen Diskriminierung weiterzuentwickeln und konkrete Verbesserungen im Alltag vieler Menschen zu erreichen.
Die Umfrage ist verfügbar in Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch – sowie in Deutscher Gebärdensprache und in einfacher deutscher Sprache.
👉 Jetzt teilnehmen und Perspektiven sichtbar machen!

https://diskriminierung-umfrage.de/

Zum Jahresende möchten wir Danke sagen für die Aufmerksamkeit und das Engagement rund um das Thema Diskriminierung im Ge...
30/12/2025

Zum Jahresende möchten wir Danke sagen für die Aufmerksamkeit und das Engagement rund um das Thema Diskriminierung im Gesundheitswesen.

Diskriminierung im Gesundheitswesen ist weiterhin Realität – auch über den Jahreswechsel hinaus.

Wir wünschen euch ruhige Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr.

Welche Gruppen besonders von fehlender Krankenversicherung betroffen sindMenschen ohne Krankenversicherung bilden keine ...
30/12/2025

Welche Gruppen besonders von fehlender Krankenversicherung betroffen sind

Menschen ohne Krankenversicherung bilden keine einheitliche Gruppe. Die Gründe für fehlenden oder eingeschränkten Versicherungsschutz sind unterschiedlich und hängen oft mit rechtlichen, sozialen und ökonomischen Faktoren zusammen.

EU-Bürger*innen
EU-Bürger*innen können ihren Krankenversicherungsschutz verlieren oder ohne Absicherung nach Deutschland kommen – etwa, wenn sie kein geregeltes Einkommen oder keinen festen Wohnsitz nachweisen können. Besonders betroffen sind nicht erwerbstätige Personen, wohnungslose Menschen oder Personen ohne familiäre Bindungen in Deutschland.

Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere
Menschen ohne gültige Papiere („Sans-Papiers“) vermeiden häufig den Kontakt mit Behörden aus Angst vor Abschiebung. Auch medizinische Einrichtungen werden oft als staatliche Stellen wahrgenommen. Obwohl es theoretisch eine Notfallversorgung gibt, wird medizinische Hilfe vielfach nicht in Anspruch genommen.
Ein zentrales Hindernis ist die sogenannte Übermittlungspflicht: Behörden sind verpflichtet, den Aufenthaltsstatus an die Ausländerbehörde weiterzugeben. Diese Regelung erschwert den Zugang zur Gesundheitsversorgung erheblich.
Selbständige und selbstzahlende Personen

Bestimmte Selbständige und Studierende – insbesondere aus Drittstaaten – können sich nicht oder nur eingeschränkt gesetzlich versichern. Hohe Beiträge, Altersgrenzen oder aufenthaltsrechtliche Vorgaben führen dazu, dass viele Menschen in „ruhenden Leistungen“ oder im Notlagentarif landen – mit stark begrenztem Leistungsumfang.

Was alle Gruppen verbindet:
Der eingeschränkte oder fehlende Krankenversicherungsschutz ist meist strukturell bedingt – nicht selbst gewählt. Mehr dazu behandeln wir im Zusatzmodul „Beratung von Menschen ohne Krankenversicherung“ unseres E-Learnings.

Warum fehlende Krankenversicherung ein Thema von Diskriminierung istWie im vorherigen Post gezeigt, gilt in Deutschland ...
23/12/2025

Warum fehlende Krankenversicherung ein Thema von Diskriminierung ist
Wie im vorherigen Post gezeigt, gilt in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Trotzdem gibt es viele Menschen, die faktisch keinen oder nur stark eingeschränkten Versicherungsschutz haben.
Fehlende Krankenversicherung ist dabei kein individuelles Versagen, sondern oft das Ergebnis struktureller Ausschlüsse. Bestimmte Regelungen, Verwaltungslogiken und rechtliche Vorgaben führen dazu, dass manche Menschen schlechter gestellt sind – oder ganz aus der Regelversorgung herausfallen.
Menschen ohne oder mit eingeschränkter Krankenversicherung erleben häufig:
• verzögerten oder verweigerten Zugang zu medizinischer Behandlung
• Unsicherheit darüber, an wen sie sich wenden können
• Angst vor finanziellen Folgen oder behördlichen Konsequenzen
• Abwertung oder Stigmatisierung im Kontakt mit dem Gesundheitssystem
Diese Erfahrungen stehen in engem Zusammenhang mit Diskriminierung im Gesundheitswesen. Sie betreffen nicht alle gleichermaßen, sondern vor allem Menschen in prekären oder rechtlich unsicheren Lebenslagen.
Deshalb ist die Beratung von Menschen ohne Krankenversicherung ein wichtiger Bestandteil von Antidiskriminierungsarbeit im Gesundheitswesen – und Teil unseres Zusatzmoduls im E-Learning.
Im nächsten Post schauen wir genauer hin: Welche Gruppen sind besonders betroffen?

Wie wir im letzten Post angekündigt haben, widmet sich eines unserer Zusatzmodule dem Thema Beratung von Menschen ohne K...
19/11/2025

Wie wir im letzten Post angekündigt haben, widmet sich eines unserer Zusatzmodule dem Thema Beratung von Menschen ohne Krankenversicherung.

In Deutschland gilt eine Krankenversicherungspflicht für alle Einwohner*innen. Trotz dieser Pflichtversicherung sind viele Menschen nicht abgesichert – etwa aufgrund administrativer Hürden, Zahlungsproblemen oder weil das System sie nicht auffängt und ausschließt. Schätzungen gehen von 100.000–500.000 unversicherten Personen in Deutschland aus.

In Deutschland gibt es zwei Formen der Krankenversicherung: die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die Private Krankenversicherung (PKV).
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
Die GKV basiert auf dem Solidaritätsprinzip: Beiträge richten sich nach dem Einkommen, nicht nach dem individuellen Risiko.
• Alle Menschen, die angestellt sind und unterhalb der Versicherungspflichtgrenze verdienen, sind in einer GKV versichert.
• Einige Personen sind beitragsfrei mitversichert – zum Beispiel Kinder oder Ehepartner*innen mit geringem Einkommen.
• Die Gesundheitsleistungen sind für alle Versicherten gleich; Unterschiede gibt es nur bei den sogenannten Satzungsleistungen.
• Wer seine Beiträge nicht mehr zahlen kann, erhält „Ruhende Leistungen“. Diese umfassen die Versorgung bei akuten Erkrankungen, Schmerzzuständen sowie bei Schwangerschaft und Mutterschaft.

Private Krankenversicherung (PKV)
Menschen mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze sowie Selbständige, Beamt*innen und Studierende sind berechtigt, sich für die PKV zu entscheiden.
• Die Beiträge werden nach einer Gesundheitsprüfung anhand einer Risikoeinschätzung berechnet (Alter, Vorerkrankungen).
• Vorerkrankungen können ausgeschlossen oder nur gegen Aufpreis mitversichert werden.
• Die Beiträge steigen mit zunehmendem Alter. Eine kostenlose Familienversicherung gibt es nicht.
• Wer länger als zwei Monate keine Beiträge zahlt, wird in den Notlagentarif eingestuft – dieser deckt nur sehr eingeschränkte Leistungen ab.

Im nächsten Post schauen wir genauer hin: Welche Gruppen sind besonders von fehlender Absicherung betroffen?

Wie bereits erwähnt, gibt es in unserem E-Learning ein Zusatzmodul zum Thema „Beratung von Menschen ohne Krankenversiche...
25/09/2025

Wie bereits erwähnt, gibt es in unserem E-Learning ein Zusatzmodul zum Thema „Beratung von Menschen ohne Krankenversicherung“.
Unser Projekt beschäftigt sich in erster Linie mit Diskriminierung im Gesundheitswesen – also mit den Erfahrungen von Menschen, die grundsätzlich Zugang haben, aber dort Benachteiligungen erleben.
Gleichzeitig wird aus der Beratungspraxis deutlich: Berater*innen sind häufig mit der Situation von Menschen ohne Krankenversicherung konfrontiert.
➡️ Aus diesem Grund haben wir ein eigenes Modul entwickelt.
Es kann unabhängig vom gesamten Kurs absolviert werden und gibt einen kompakten Überblick über:
• die Situation in Deutschland für Menschen ohne Zugang zur Krankenversicherung,
• rechtliche Rahmenbedingungen,
• mögliche Anlaufstellen und Instrumente, mit denen Menschen ohne Versicherung dennoch medizinische Versorgung erhalten können.
👉 In den nächsten Posts teilen wir Auszüge aus diesem Modul und zeigen, welche Inhalte und Infos euch darin erwarten.

Neben dem Hauptteil des E-Learnings gibt es drei Zusatzmodule. Sie sind nicht verpflichtend für das Zertifikat, wurden a...
28/08/2025

Neben dem Hauptteil des E-Learnings gibt es drei Zusatzmodule. Sie sind nicht verpflichtend für das Zertifikat, wurden aber auf Wunsch von Kolleg*innen entwickelt, weil die Themen in der Beratungsarbeit immer wieder relevant sind.

🔹Zusatzmodul 4: Belastungssymptomatiken in der Antidiskriminierungsarbeit - Tools für Mitarbeitende in Beratungsstellen. Fokus auf Selbstfürsorge und Organisationsstrukturen, um Burnout vorzubeugen – besonders hilfreich für Teams und Organisationen.

🔹 Zusatzmodul 5: Beratung von Menschen ohne Zugang zur Krankenversicherung. Wissen und Strategien für die Beratung von Menschen, die keine reguläre Absicherung im Gesundheitssystem haben.

🔹 Zusatzmodul 6: Fallübergreifende Lobbyarbeit in Bezug auf Antidiskriminierungsarbeit im Gesundheitswesen. Einblick in Strategien, um Diskriminierung nicht nur im Einzelfall, sondern auch strukturell zu begegnen.

📍Den Link findest du in der Bio.

**EgegenDiskriminierung

Diskriminierung im Gesundheitswesen kommt häufig vor, wird aber selten thematisiert. Eines der wichtigsten und praxisnah...
14/08/2025

Diskriminierung im Gesundheitswesen kommt häufig vor, wird aber selten thematisiert.

Eines der wichtigsten und praxisnahen Elemente unseres Projekts ist das E-Learning, das sich an Menschen richtet, die in der Antidiskriminierungsarbeit aktiv sind – insbesondere an Berater*innen, die mit Fällen von Diskriminierung im Gesundheitswesen konfrontiert sind.

Das E-Learning ist kostenlos und kann flexibel absolviert werden.
Es ist sowohl auf deutsch als auch auf englisch verfügbar.

📍 Mehr Infos findest du unter dem Link in der Bio.

**EgegenDiskriminierung

Unser Projekt L**E wird durch das Programm respekt*land der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert.Ziel des Pro...
24/06/2025

Unser Projekt L**E wird durch das Programm respekt*land der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert.

Ziel des Programms: Strukturen gegen Diskriminierung stärken – lokal, regional und bundesweit.

respekt*land steht für:
• Besserer Zugang zu Antidiskriminierungsberatung, gerade in bisher unterversorgten Regionen
• Struktureller Ausbau von Beratungsangeboten
• Beratung zu allen im AGG genannten Diskriminierungsmerkmalen (z. B. Rassismus, Behinderung, Geschlecht, Religion, sexuelle Identität)
• Qualitätsentwicklung und Fachlichkeit in der Antidiskriminierungsarbeit

Wir freuen uns, Teil davon zu sein!

🔗 Mehr Infos: www.respektland.de
📍 Gefördert durch: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

Unsere dritte Projektphase läuft von Februar 2025 bis Januar 2026 – und wir haben viel vor!In unseren Modellregionen geh...
18/06/2025

Unsere dritte Projektphase läuft von Februar 2025 bis Januar 2026 – und wir haben viel vor!

In unseren Modellregionen geht es weiter:
• Wir stärken die Vernetzung vor Ort – mit dem Ziel, dass diese Strukturen auch nach Projektende weiterbestehen.

• Wir testen crossmediale Fortbildungsmodule für Mitarbeitende in Beschwerdestrukturen innerhalb des Gesundheitswesen, Vertreter*innen von horizontalen und community-bezogenen Antidiskriminierungs- und Beratungsstellen.

Außerdem entwickeln wir – auf Basis des bestehenden E-Learnings – ein zusätzliches E-Learning für Mitarbeitende in Beschwerdestrukturen innerhalb des Gesundheitswesen.
Der Fokus liegt auf Sensibilisierung für Diskriminierung – praxisnah und zugänglich.

Zum Abschluss des Projekts findet ein Online-Meeting mit allen Beteiligten statt. Unser gemeinsames Ziel:
Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus unserem Modellprojekt sollen nachhaltig wirken – auch über das Projektende hinaus.

Neben dem E-Learning ist auch Vernetzung ein wichtiger Teil unseres Projekts.Wir arbeiten in drei Modellregionen– in Saa...
13/06/2025

Neben dem E-Learning ist auch Vernetzung ein wichtiger Teil unseres Projekts.
Wir arbeiten in drei Modellregionen– in Saarbrücken, NRW und Thüringen – und haben dort in Phase II Vernetzungstreffen organisiert.

Unser Ziel: Menschen zusammenzubringen, die sich mit Diskriminierung im Gesundheitswesen auseinandersetzen – sowohl aus der Community als auch aus Beschwerdestrukturen innerhalb des Gesundheitswesen sowie Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik.

Außerdem haben wir einen Runden Tisch auf Bundessebene organisiert. Dort haben wir gemeinsam über Barrieren und mögliche Lösungen gesprochen, wie Beschwerdestrukturen transparenter und zugänglicher werden können.

Adresse

WilhelmStr. 138
Berlin
10963

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von LUBE gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen