19/05/2026
Zwei Welten, dasselbe Problem. 🌍💔
Drei Tage vor dem deutschen Ernährungstag ist etwas Besonderes passiert: Auf einer politischen Tagung kamen Menschen zusammen, die sich im Alltag selten begegnen – Armutsbetroffene und Landwirt*innen.
Das Ergebnis des Austauschs? Ein wichtiges Signal: Sie sitzen im selben Boot und wollen politisch ab jetzt an einem Strang ziehen. Warum?
🌾 Die einen bekommen nicht genug Geld für ihre harte Arbeit.
🛒 Die anderen haben nicht genug Geld, um sich gutes Essen zu leisten.
Zwei Beispiele, die das Systemversagen auf den Punkt bringen:
👴 Ein betroffener Landwirt berichtet vom „Scheißgefühl“, nach einem langen Arbeitsleben trotz Hofübergabe an die nächste Generation mit nur 560 € Rente dazustehen – und im Alter von den eigenen Kindern abhängig zu sein.
👩 Eine Bürgergeld-Empfängerin verdeutlicht das Dilemma aus eigener Erfahrung: Sie hat 45 Jahre lang gearbeitet – 35 davon selbstständig – und drei Kinder allein großgezogen. Für die eigene Altersvorsorge blieb am Ende jedoch schlicht nichts übrig. Mit gerade einmal 6,43 € am Tag für Lebensmittel ist es für sie heute nicht möglich, sich im Supermarkt Bio-Produkte zu leisten.
Gemeinsam für die Wende!
Es braucht Lösungen, die niemanden zurücklassen. Genau das ist das Solawi-System: Solidarische Landwirtschaft ermöglicht auch Armutsbetroffenen Zugang zu gesunden Lebensmitteln und steht gleichzeitig für eine faire Entlohnung der Produzierenden.
Ein riesiges Danke geht von uns an alle Partner-Organisatoren und Unterstützer, die diesen wichtigen Dialog mit der Politik möglich gemacht haben! 🤝
(Hinter der Tagung stehen: FIAN Deutschland, Diakonie, Brot für die Welt, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Nationale Armutskonferenz, Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, Netzwerk der Ernährungsräte – unterstützt vom Deutschen Institut für Menschenrechte.)