08/10/2025
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Heute kam der Arbeitskreis Bildung im in Bonn zusammen – einige unserer Mitglieder waren vor Ort, andere digital dabei. Auch wir haben uns eingebracht und über aktuelle entwicklungspolitische Entwicklungen gesprochen.
Im Moment steht die Entwicklungspolitik unter Druck: Der Bundeshaushalt 2026 wird verhandelt, und es ist mit weiteren Kürzungen zu rechnen. Gleichzeitig hat bei der UN-Generalversammlung in New York die Wiederauffüllung von begonnen. Auch startet ihre Wiederauffüllungskampagne- zwei zentrale Fonds für das Recht auf Bildung weltweit.
Viele Geberländer verabschieden sich zunehmend von der 0,7 %-Quote, und auch im Koalitionsvertrag wird sie erstmals seit über 30 Jahren nicht mehr erwähnt. Wir befinden uns damit in einer entwicklungspolitischen Zeitwende, in der internationale Solidarität und gerechte Bildungsfinanzierung neu verhandelt werden müssen.
Vom 27. bis 29. August 2025 fand außerdem der World Teachers’ Summit in Santiago de Chile statt. Weltweit fehlen rund 40 Millionen Lehrkräfte, inklusive der frühkindlichen Bildung sogar 50 Millionen. Viele Lehrerinnen und Lehrer verdienen zu wenig, und der Beruf verliert an Attraktivität – dabei sind sie entscheidend für das Recht auf Bildung und für Bildungsqualität weltweit.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Verknüpfung von Klimakrise und Bildung, die auch bei der kommenden COP30 in Belém (Brasilien) eine zentrale Rolle spielen wird. Wenn Menschen von Naturkatastrophen oder Klimafolgen betroffen sind, können viele Kinder nicht mehr zur Schule gehen. Bildung und Klimaschutz sind daher eng miteinander verzahnt: Nur wer Zugang zu Bildung hat, kann an Lösungen für eine gerechte und nachhaltige Zukunft mitwirken.
Unsere Mitgliedsorganisationen und WUS betonten in ihren Beiträgen die Bedeutung staatlicher, kostenloser Bildung und die Notwendigkeit, Privatisierungstendenzen entgegenzuwirken. Außerdem wurde hervorgehoben, wie wichtig Jugendpartizipation in entwicklungspolitischen Entscheidungsprozessen ist – junge Stimmen müssen gehört werden, wenn es um die Zukunft globaler Bildung geht.
Das BMZ muss im Austausch bleiben