Wir BAGA-Aktive sind Antikapitalist*innen und Antifaschist*innen, die ganz konkret in verschiedenen Arbeitsfeldern wie in der Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit oder in Mieter*innenkämpfen mit anderen Aktiven arbeiten. Als Kolleg*innen, Betroffene, Mieter*innen und Gewerkschafter*innen haben wir uns bisher für eine ungehinderte Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit eingesetzt. Wir haben Öffentl
ichkeitsarbeit, Solidarität vor Gericht oder über verschiedene Belegschaften hinaus organisiert, gegen Union Busting und Outsourcing gekämpft und uns nicht selten gegen die Gewerkschaftsbürokratie und Sozialpartner*innen(knecht)schaft gestemmt. Wir haben in einzelnen Auseinandersetzungen mit Kolleg*innen zusammen sehr erfolgreichen Widerstand organisiert. Aber vor dem Hintergrund der enormen gesamtgesellschaftlichen Herausforderung müssen wir feststellen, dass wir sehr sehr kleine Schritte gemacht haben. Wir sehen zunehmend, dass wir seitens der
Gewerkschaftsbürokratie marginalisiert werden und unsere Kämpfe (sei es im TV-L oder gegen die Sparmaßnahmen in Berlin) immer wieder verkauft werden. Weil wir in den Gewerkschaften nicht genügend als kämpferische Fraktion organisiert sind, weil wir von Jahr zu Jahr uns mit mickrigen Tariferhöhungen abfinden, weil sich unsere Erfahrungen im Gewerkschaftskampf immer wieder wiederholen müssen und wir nicht stark
dagegen aufgestellt sind. Unsere Lebensbedingungen in Berlin verschärfen sich enorm, die Tariferhöhungen können die Preissteigerungen bei Mieten und oder Lebensmitteln längst nicht mehr auffangen. Wir denken, dass wir uns viel stärker vernetzen müssen, dass wir unsere Kämpfe viel unabhängiger von der Gewerkschaftsaristokratie aufstellen müssen, um nicht immer wieder verschaukelt zu werden. Wir finden, dass sich in Deutschland Reaktion und Kriegslust übelst breit machen. Milliarden werden in die Aufrüstung bzw. Nebenbei werden unsere Demonstrationsrechte stark eingeschränkt, wird Palästinasolidarität angegriffen und verboten, werden kritische Kolleg*innen mit Kündigungen bedroht, werden Demonstrant*innen zusammengeschlagen, egal ob es dafür überhaupt ein Recht gibt. Es wird einfach so durchgesetzt. Der Rassismus in Deutschland entwickelt sich unerträglich. Angriffe gegenüber Migrant*innen äußern sich in massiver Form. Nur wenn wir es schaffen, uns gemeinsam politisch zu organisieren, werden wir das
Erstarken des Faschismus verhindern. Wir wollen uns gemeinsam gegen den drohenden Faschismus und gegen drohende Kriege stellen. Wir wollen in der Stadt wohnen bleiben und von unseren Löhnen in Würde leben können.Zusammen können wir in Berlin eine kämpferische, antifaschistische und antikapitalistische Bündnisorganisation und Bewegung auf die Beine stellen. Gemeinsam unter einem Dach, mit der Stärke und Autonomie jeder einzelnen Gruppe. Gemeinsam, Solidarisch und widerständig. Gegen Lohnraub und Mietwucher. Gegen Rassismus und den drohenden Faschismus. Gegen das Patriarchat. Gegen Homophobie und Transfeindlichkeit. Gegen Aufrüstung und Kriegsrhetorik, gegen die Stationierung der Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Gegen Hunger, Krieg und Völkermord. Allein machen sie uns ein. Gemeinsam können wir unschlagbar werden. Schließen wir uns zusammen und bilden wir eine Faust. Berliner Aktion Gegen Arbeitgeberunrecht
Unser Flyer zum Download:
https://berlineraktiongegenarbeitgeberunrecht.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/flyer.pdf