16/10/2026
Wiedererrichtung der Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel
Eine authentisch rekonstruierte Bauakademie bei Berücksichtigung aktueller Vorschriften und nutzungsbedingter Anpassungen, die es auch in der Vergangenheit gab, ist keine langweilige „Kopie”, oder ein „Fake”, wie auch behauptet wird. Sie wäre im Gegenteil eine großartige Leistung, die das Wissen um den Bau dieses Gebäudes dokumentiert und jeder Generation vermittelt. Rekonstruktionen leisten also, wenn sie authentisch sind, einen Beitrag zur Bewahrung der Baukultur. Dabei ist es nicht entscheidend, ob noch Originalmaterial vorhanden ist, das man verbauen kann. Bei der Bauakademie kann man jedoch auf Abbruchmaterial des ehemaligen Gebäudes und auf einen Teil des Bauschmucks zurückgreifen und als Vorlage zum Erstellen von Kopien verwenden (Stichwort: „Kreislaufwirtschaft“). Insoweit war die bereits vor 188 Jahren entstandene Bauakademie sowohl ein Vorbildbau und ein Kunstwerk zugleich. Ferner würde durch den weitgehend originalen Wiederaufbau gezeigt, dass bereits Schinkel die heute bzw. künftigen Anforderungen an das Bauen berücksichtigte, was für eine klimagerechte Wende im Bauen lehrreich ist.
Errichtungsstiftung Bauakademie
Foto: Ruine des ehemaligen Zeichensaals der Bauakademie (Foto Prof. G. Peschken)