Wir unterstützen Einrichtungen und Menschen, die auf Verdolmetschung angewiesen sind, und setzen uns für die Aus- und Weiterbildung von Dolmetscher:innen im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Verwaltungswesen ein. Wir richten uns an Personen und Institutionen, die an Dolmetschdienstleistungen beteiligt sind, z. an Sprach- und Kulturmittler:innen, Behörden und gemeinnützige Organisationen. Unser
Ziel ist es, eine gleichberechtigte, sprachlich präzise und kulturell angemessene Kommunikation zu ermöglichen. Insbesondere in den Bereichen Asyl und Migration setzen wir uns für den Aufbau von Kompetenzen unserer Kolleg:innen ohne einschlägige Ausbildung ein. Denn wir sind davon überzeugt, dass gutes Dolmetschen sowohl Sprach- als auch Kulturmittlung umfasst. Unsere Grunsätze lauten:
- Jeder Mensch hat ein Recht auf Teilhabe an Informationen und Kommunikation.
- Wir berufen uns auf die UNHCR-Grundsätze zur Dolmetschethik.
- Dolmetschen umfasst Sprach- und Kulturmittlung.
- Wir begegnen uns auf kollegialer Augenhöhe.
- Dolmetscher:innen sind nicht durch Maschinen ersetzbar.
- Wir stützen uns auf aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis.
- Wir sehen uns als Bindeglied zu den Berufsverbänden der Dolmetscher:innen und Übersetzer:innen. Unsere Forderungen lauten:
- Einheitliche Qualitätsstandards und faire Arbeitsbedingungen.
- Zertifizierte Bildungsstrukturen für Dolmetscher:innen.
- Bildungsprogramme für Nutzer:innen von Dolmetschleistungen (u.a. Beamt:innen,
Rechtsanwält:innen, Richter:innen, Polizist:innen, Ärzt:innen, Sozialarbeiter:innen, Therapeut:innen und Pfleger:innen). Mit unseren Veranstaltungen möchten wir kollegialen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen und Themen bearbeiten, die unseren Dolmetsch-Alltag bestimmen. Wir vermitteln Wissen über die sichtbaren und unsichtbaren Aufgaben beim Dolmetschen, über Gesprächsführung in mehrsprachigen Gesprächssituation und über Möglichkeiten, trotz Sprachbarriere einfacher und zielführender zu kommunizieren. Es ist uns ein Anliegen Fachkräfte, die auf Dolmetschdienstleistungen angewiesen sind, für die Arbeit von Dolmetscher:innen zu sensibilisieren. Je weniger Dolmetscher:innen ausgebildet sind, umso wichtiger ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die eine bestmögliche Zusammenarbeit garantieren.