12/05/2026
Brutphase 2026: Voller Betrieb in unserem Vereinsheim! 🐣
Seit Anfang März herrscht bei uns auf dem Vereinsgelände Hochbetrieb. Unsere Brutmaschinen laufen rund um die Uhr, und die Stille wird immer öfter durch ein leises Piepsen unterbrochen.
Ein riesiges Dankeschön geht an unseren Brutwart Sigmar Thorun, der aktuell alle Hände voll zu tun hat! 👐 Er kümmert sich um alles, vom Einlegen der Eier bis hin zum Schlupf.
🌡️ Hinter den Kulissen: Was passiert in der Maschine?
Damit aus einem Ei ein gesundes Küken wird, überlässt Sigmar nichts dem Zufall:
Konstante Temperatur: Die Maschinen halten das Klima präzise auf ca. 37,8°C.
Die Luftfeuchtigkeit: Diese wird zum Schlupf hin erhöht, damit die Eihaut geschmeidig bleibt.
Das Wenden: Die Eier müssen regelmäßig bewegt werden, damit der Keimling nicht festklebt.
📊 Die Bilanz bisher: 354 Bruteier im Einsatz!
Insgesamt wurden in dieser Saison bereits 354 Bruteier eingelegt. Die Vielfalt in unseren Ställen ist dieses Jahr beeindruckend. Hier ein kleiner Überblick der Rassen und ihrer Besonderheiten:
Vorwerkhühner:
Wurden von Oskar Vorwerk gezüchtet, um ein Huhn mit "goldgelbem" Körper und schwarzem Hals/Schwanz zu schaffen.
Sie sind extrem wetterhart und sehr zutraulich.
Chabos:
Japanische Zwerghühner mit extrem kurzen Läufen und einer stolzen, steilen Schwanzfeder-Haltung.
Sie sind wahre Gartenkünstler und fliegen aufgrund ihres Körperbaus kaum.
Zwerg-Welsumer:
Bekannt für ihre im Verhältnis zum Körper riesigen, dunkelbraunen (terrakottafarbenen) Eier.
Sie gelten als sehr fleißige Leger und sind lebhafte Futtersucher.
Rodeländer (Rhode Island Reds):
Haben ein charakteristisches, tiefdunkelrotes Gefieder mit sattem Glanz.
Sie zählen zu den weltweit wichtigsten Wirtschaftsrassen, da sie sehr robust und legefreudig sind.
Ayam Cemani:
Die wohl mystischste Rasse: Sie sind komplett schwarz – Federn, Haut, Fleisch und sogar die Knochen.
Sie stammen aus Indonesien und gelten dort als Glücksbringer.
🏆 Der besondere Zuchterfolg beim Deutschen Reichshuhn
Ein besonderes Highlight der bisherigen Brutperiode zeigt sich bei den Deutschen Reichshühnern, die seit letztem Jahr verstärkt in unserem Verein gezüchtet werden. Das Ergebnis der aktuellen Brut kann sich mehr als sehen lassen: Von 30 eingelegten Eiern sind stolze 27 gesunde Küken geschlüpft!
Was das Reichshuhn so besonders macht:
Namensgebung: Die Rasse wurde Ende des 19. Jahrhunderts erschaffen, um ein einheitliches "deutsches" Leistungshuhn passend zur damaligen Reichsgründung zu haben.
Rote Liste: Es steht auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen. Die Erhaltung dieser wetterharten Zweinutzungsrasse (gute Eier- und Fleischlieferanten) ist ein wichtiges Ziel der Nachzucht.
Wir halten euch über die weiteren Schlupfergebnisse auf dem Laufenden! 🐤✨