Unabhängige Bürgerschaft Bad Elster

Unabhängige Bürgerschaft Bad Elster Der Verein beschäftigt sich mit Themen der Stadt Bad Elster, seiner Ortsteilen und seiner Einwohner.

"Das muss doch mal gesagt werden...!"„Ihr müsst doch alle nicht zugehört haben!“ Das waren meine ersten Gedanken, als ic...
13/06/2026

"Das muss doch mal gesagt werden...!"

„Ihr müsst doch alle nicht zugehört haben!“

Das waren meine ersten Gedanken, als ich manche Meinungen zum freiwilligen Zusammenschluss von Bad Elster und Bad Brambach gelesen habe.

Speziell meine ich sowohl das CDU-Magazin „miteinander“ (der Titel ist momentan eher irreführend) als auch dieses anonyme Blatt, was wohl von Leuten verfasst wurde, die die Einwohnerversammlung verschlafen haben und demzufolge Unwahrheiten verbreiten.

Denn in der Einwohnerversammlung wurden von den Fachleuten die wahren Zahlen und Fakten glasklar benannt und von interessierten und kompetenten Einwohnern eigene Erfahrungen und klare Sichtweisen aus verschiedenen Berufsgruppen dazu dargestellt, dass an einem Zusammenschluss kein Weg vorbeiführt.

Wer – aus welchen Gründen auch immer – die Einwohnerversammlung verpasst hat, konnte alles hinterher in den seriösen Medien nachlesen.

Viele, mit denen ich im Laufe der Zeit ins Gespräch kam, wurden nach anfänglichen Zweifeln und Skepsis dadurch von den tatsächlichen Fakten überzeugt. Der Zusammenschluss ist unvermeidbar, das steht fest. Jetzt haben die Verantwortlichen in der Kürze der Zeit die besten Voraussetzungen geschaffen, um die Vereinigung so verträglich wie möglich passieren zu lassen. Wird diese Chance jetzt vertan, werden wir sie nie in dieser Form wiederkriegen!

Es wird in absehbarer Zeit definitiv trotzdem zusammengeschlossen werden, weil kleine Gemeinden einfach keine Zukunft mehr haben – dann aber mit einem neuen Brambacher Bürgermeister für sieben Jahre und ohne Hochzeitsgeschenk vom „Landesvater“.

Eine andere Wahl haben wir nicht; deshalb bin ich für die bessere der beiden Varianten und habe mich per Briefwahl schon längst für ein eindeutiges „JA“ zur „Eingliederungsvereinbarung“ entschieden.

Machen Sie´s mir nach und entscheiden Sie mit Herz und Verstand!

Manuela Biehn
Stadträtin, Ortsvorsteherin Sohl und
Schriftführerin Unabhängige Bürgerschaft e.V.
Bad Elster

"Das muss doch mal gesagt werden...!"Morgen ist es nun so weit und wir alle sind aufgerufen, unsere Stimme für oder gege...
13/06/2026

"Das muss doch mal gesagt werden...!"

Morgen ist es nun so weit und wir alle sind aufgerufen, unsere Stimme für oder gegen einen gemeinsamen Weg mit Bad Brambach und seinen Ortsteilen abzugeben. Wir als UB haben uns mit unseren Mitgliedern klar für die gemeinsame Zukunft eingesetzt und ich bin dankbar und stolz darauf, mit wie viel Elan und Energie dabei alle unterstützt haben.

Motiviertes, gemeinsamen Anpacken aller Beteiligten ist meiner Meinung nach ganz generell ein entscheidender Baustein für das erfolgreiche Vorankommen von Bad Elster. Ich finde es dabei auch gut, dass eine solche Debatte so aktiv geführt wird. Das zeigt einmal mehr, wie viele Leute sich für ein Vorankommen unseres schönen Ortes einsetzen.

Natürlich sind dabei die Ideen nicht immer die gleichen aber das macht nun mal eine lebendige Demokratie aus. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen aktivem Meinungsaustausch und unsachlicher Stimmungsmache.

Ganz ehrlich, anonym Ängste zu schüren und das teilweise mit komplett falschen Aussagen dient sicher keiner vernünftigen Entwicklung.

Mein erster Gedanke zur freiwilligen Eingemeindung war tatsächlich “Oh je, wir haben doch so schon genug Themen”. Während des intensiven Austauschs ist für mich jedoch immer klarer geworden - für unsere Region ist ein gemeinsamer Weg von Bad Brambach und Bad Elster definitiv der richtige.

Dafür sprechen sowohl die Zahlen und Fakten aber auch die Feststellung, dass es in Bad Brambach ebenso wie in Bad Elster viele Menschen gibt, die sich mit Herzblut für ihren Ort einsetzen.

So entstehen regelmäßig Ideen für eine positive Entwicklung, die gemeinsam viel besser umgesetzt werden können. Eine zusammengeführte Verwaltung kann dabei sowohl strukturell als auch finanziell viel effektiver unterstützen und fördern.

Schon kurzfristig wird die Bedarfszuweisung Potentiale freisetzen, die es ohne einen gemeinsamen Weg nicht geben wird. Das die Summe von 6,5 Millionen dabei so kleingeredet wird, kann ich nicht nachvollziehen.

Für einen kommunalen Haushalt unserer auch gemeinsamen Größe ist das schon ein ganz schöner “Batzen”. Vor allem wird uns ein gemeinsamer Weg aber mittel- und langfristig helfen, da unsere dann etwas größere Kommune auf einem viel robusteren Fundament steht.

Für mich galt schon immer “Gemeinsam sind wir stärker” und all die Gespräche, die ich zu diesem Thema mit Bad Brambach führen konnte, bestärken mich darin, dass dies nicht nur eine Platitude ist.

Jetzt ist es an uns, die vor uns stehenden Möglichkeiten mit Leben zu füllen. Ich werde jedenfalls morgen mit einem klaren JA stimmen. Auch freue ich mich schon auf die vor uns liegenden Aufgaben, denn egal wie es ausgeht - es gibt immer etwas anzupacken und zu gestalten.

Martin Haas-Zens
Stadtrat und stellvertretender Vorsitzender der Unabhängigen Bürgerschaft e.V. Bad Elster

„Das muss doch mal gesagt werden…!“Wenn jemand um Hilfe bittet, gibt es für mich nur eine Antwort: Ich reiche ihm die Ha...
12/06/2026

„Das muss doch mal gesagt werden…!“

Wenn jemand um Hilfe bittet, gibt es für mich nur eine Antwort: Ich reiche ihm die Hand.

Das ist mein Kredo und war mein erster Gedanke, als Bad Brambach vor mehr als einem Jahr offiziell um die Aufnahme von Gesprächen bat.

Ich nahm an ersten ergebnisoffenen Vorgesprächen teil, setzte mich für die Aufnahme weiterführender Gespräche ein und arbeitete anschließend intensiv in der Arbeitsgruppe „Bad Brambach“ mit. In dieser Arbeitsgruppe waren unter anderem die drei größten politischen Gruppierungen aus Bad Elster vertreten und es hatte jeder die Gelegenheit Vorschläge und Visionen einzubringen.

Eine aktive Beteiligung und verantwortungsvoller Umgang mit Sorgen und Anregungen aus der Bevölkerung waren Bestandteil. Diese Arbeit und die zahlreichen Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern beider Gemeinden im vergangenen Jahr haben mir gezeigt: Eine Eingemeindung ist aus verschiedenen Perspektiven ein schwieriges Thema, kann aber zugleich die Lösung sein.

Die zentrale Frage während des gesamten Beratungsprozesses lautete: Wie wird eine mögliche Eingemeindung gelingen?

Dabei standen die Belange der Bürgerschaft aller Ortsteile sowie die finanzielle Leistbarkeit stets im Mittelpunkt.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben am Ende der Beratungen der ausgearbeiteten Eingliederungsvereinbarung zugestimmt, um diese im Stadt- und im Gemeinderat zu präsentieren.

Als kurz darauf B&P die Zahlen der bevorstehenden Entwicklung beider Kommunen im Einzelnen und die Auswirkungen eines Fusionshaushaltes, auch zusammen mit zusätzlicher Unterstützung durch das Land Sachsen gegenüberstellten, war es sofort klar: Die Eingemeindung bringt beiden Ortschaften unmittelbar aber auch langfristig starke positive Effekte.

Dem großen Risiko, dem kleine Gemeinden mit weniger als fünftausend Einwohnern künftig ausgesetzt sind und den Herausforderungen, die damit einher gehen, können wir aktiv begegnen. Die finanzielle Leistungsfähigkeit der neuen Gesamtkommune wird dauerhaft gestärkt!

Wir sind nicht blind und auch nicht naiv, aber die Fakten sprechen für sich, Geprüft und genehmigt von verschiedenen übergeordneten Stellen: Diese Möglichkeit, die sich uns als Kommune jetzt bietet, die wir selbst gestaltet haben, die von allen Beteiligten Institutionen zur Umsetzung empfohlen wird, die gut finanziell aufgestellt ist und einen planbaren Weg aufzeigt kann und darf man nicht in die Zukunft verschieben!

Ich bin froh und dankbar, dass unsere mehr als einjährige Arbeit zu einem so positiven Ergebnis geführt hat und gute Perspektiven für unsere Zukunft eröffnet.

Gemeinsam kann es gelingen! Deshalb gebe ich am 14. Juni mein Ja zur Eingemeindung!
Ich lade Sie ein: Gehen sie wählen! Stimmen sie mit JA für unsere gemeinsame Zukunft!

Michael Finster
Stadtrat und 1. Stellvertretender Bürgermeister
Mitglied der Ortschaftsrates Sohl
Vorsitzender der Unabhängigen Bürgerschaft e.V. Bad Elster

Auf ein WortPersönliche Meinung unseres Bürgermeisters zur möglichen EingemeindungLiebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt...
11/06/2026

Auf ein Wort

Persönliche Meinung unseres Bürgermeisters zur möglichen Eingemeindung

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Elster mit den Ortsteilen Mühlhausen und Sohl,

in den letzten Monaten haben wir uns gemeinsam mit einem Thema befasst, das für die Zukunft unserer Stadt von großer Bedeutung ist: die mögliche freiwillige Eingemeindung der Gemeinde Bad Brambach in die Stadt Bad Elster.

Im Januar 2025 ist die Gemeinde Bad Brambach auf uns zugekommen und hat um Gespräche über eine mögliche freiwillige Eingemeindung gebeten. Hintergrund sind erhebliche finanzielle Herausforderungen, die es Bad Brambach zunehmend erschweren, eigenständig handlungsfähig zu bleiben. Dieses Anliegen haben wir sehr ernst genommen und uns seitdem intensiv und sorgfältig damit auseinandergesetzt.

Dabei habe ich mir – wie sicher auch viele von Ihnen – zahlreiche Fragen gestellt: Können wir die bestehenden Probleme gemeinsam lösen, ohne unsere eigene Stadt zu gefährden? Welche konkreten Aufgaben und finanziellen Verpflichtungen kommen auf uns zu? Welche Unterstützung können wir vom Freistaat Sachsen erwarten? Und wie wird sich die finanzielle Situation einer gemeinsamen Kommune langfristig entwickeln?

Gemeinsam mit der Gemeinde Bad Brambach, unterstützt durch das Kommunalberatungsunternehmen B&P, die Kommunalaufsicht des Vogtlandkreises, die Landesdirektion Sachsen und das Sächsische Staatsministerium der Finanzen, haben wir diese Fragen intensiv geprüft.

Heute stehen wir an einem Punkt, an dem aus meiner Sicht alle relevanten Fakten auf dem Tisch liegen – und an dem Sie als Bürgerinnen und Bürger die Entscheidung treffen.

Am 14. Juni 2026 sind Sie aufgerufen, im Rahmen eines Bürgerentscheids über die Zukunft unserer Stadt abzustimmen. Bereits bei der Einwohnerversammlung am 18. Mai 2026 hatten Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich umfassend zu informieren. Die dort präsentierten Inhalte sowie die Antworten auf gestellte Fragen können auf der Internetseite der Stadt Bad Elster eingesehen werden.

Ich möchte offen mit Ihnen sein, auch für mich war über einen langen Zeitraum nicht eindeutig, welcher Weg der richtige ist. Ich habe mich intensiv mit den Chancen und Risiken auseinandergesetzt und den Prozess mit großer Sorgfalt begleitet.

Heute bin ich – auf Grundlage aller vorliegenden Daten und Gespräche – zu der Überzeugung gekommen, dass die Vorteile einer Eingemeindung klar überwiegen, insbesondere aus mittel- und langfristiger Sicht.

Ja, es gibt Herausforderungen und sicherlich auch Dinge, die wir aus der heutigen Perspektive betrachtet nicht richtig abschätzen können – sowohl in Bad Brambach als auch bei uns in Bad Elster. Beide Kommunen stehen vor Aufgaben, die Engagement, Investitionen und kluge Entscheidungen erfordern. Eine Zusammenführung bedeutet Verantwortung.

Gleichzeitig eröffnen sich aber auch erhebliche Chancen.

Durch die Unterstützung des Freistaates Sachsen, eine stärkere gemeinsame Finanzkraft und mögliche Synergieeffekte ergeben sich neue Gestaltungsspielräume. Gemeinsam könnten wir unsere Region nachhaltiger entwickeln, Strukturen sichern und unsere Zukunft aktiv gestalten – dazu bin ich bereit und lade Sie ebenfalls herzlich dazu ein. Es geht dabei nicht nur um Zahlen und Strukturen – es geht um die Zukunft unserer Heimat.

Nach sorgfältiger Abwägung aller Aspekte spreche ich mich daher für die Eingemeindung der Gemeinde Bad Brambach in die Stadt Bad Elster aus.

Unabhängig von Ihrer persönlichen Haltung bitte ich Sie jedoch vor allem um eines. Nehmen Sie Ihr demokratisches Recht wahr und beteiligen Sie sich am Bürgerentscheid am 14. Juni 2026. Eine Entscheidung dieser Tragweite lebt davon, dass möglichst viele Stimmen gehört werden.

Gemeinsam entscheiden wir über unseren Weg in die Zukunft.

Ihr

Olaf Schlott Bürgermeister

10/06/2026
"Das muss doch mal gesagt werden...!" Robert, sag doch auch mal was dazu! So ungefähr lautete der Anstoß meiner Mitstrei...
09/06/2026

"Das muss doch mal gesagt werden...!"

Robert, sag doch auch mal was dazu!

So ungefähr lautete der Anstoß meiner Mitstreiter in der UB. Ja, was sagt man denn zu dem wirklich großen Thema „Eingemeindung von Bad Brambach“, was in der Woche vor der Abstimmung noch nicht gesagt wurde?

Zuerst muss ich mir ein klein wenig Frust von der Seele schreiben.

Aus Leserbriefen in der Zeitung, Social Media und auch persönlichen Gesprächen konnte man vereinzelt heraushören, dass die Elsteraner (sprichwörtlich) die Brambacher ausplündern und ruinieren wollen.

Leute, ehrlich jetzt, den Topf voll Gold hat die letzten Jahre keiner gefunden! Was hätten denn die Elsteraner von einem immer schwächeren Bad Brambach?! Mir fällt nichts ein!

Der ganze „Aufriss“ macht nur dann Sinn, wenn wir gemeinsam besser dastehen als jeder für sich. Darauf vertraue ich, und dazu wurde auch schon genug gesagt.

Da die menschliche Intelligenz ja naturgemäß ihre Grenzen hat, muss heute immer wieder die KI ran. So weit, so gut! Aber wenn man dann ganz anonym irgendwelche „Analysen“ und Bilder herausrotzt, kommt halt auch nur Rotz raus!

Ironie ist cool, schwarzer Humor ist für mich ein Kulturgut, und manchmal darf man unter Freunden auch etwas stänkern. Aber ich hätte gern einen Absender, damit ich zurückstänkern kann! Liebe Leute: Bitte teilt die anonymen Inhalte nicht weiter und lasst sie im digitalen Mülleimer verschwinden. Sonst bleibt die wertvolle Streit- und Diskussionskultur auf der Strecke!

Für mich ist das Thema Eingemeindung eine Chance, die wir jetzt ergreifen können. Klar hätte man das auch früher machen können. Hat man aber nicht! Schuldzuweisungen und Gejammer helfen nicht, es ist, wie es ist.

Wir haben jetzt aber die Chance, es besser zu machen. Ich möchte mir von meinen Kindern und Enkeln nicht die Frage stellen lassen, warum wir schon wieder nichts getan haben. Ich möchte diese Chance ergreifen und werde mit JA zur Eingemeindung von Bad Brambach nach Bad Elster stimmen.

Ironischerweise ist das Denkmal zur Eingemeindung schon fertig! Für mich ist das die Waldquelle Sohl/Raun. Hier haben die Bürger etwas wirklich Tolles geschaffen! Grenzen? Gab es nicht! Großartig! Lassen Sie uns gemeinsam dieses Beispiel zum Vorbild nehmen und mit dem gleichen Herzblut bei der Eingemeindung agieren. Dass zusammenwächst, was zusammengehört!

Und wenn ich wieder an der „Sohler Quelle“ ein Schlückchen auf die erfolgreiche Eingemeindung trinke, so sehen Sie meine kleine geografische Stänkerei einfach mit einem Augenzwinkern. Ich kann natürlich auch einstecken. Und weil ich mich nicht in der Anonymität verkrieche, haben Sie auch die Möglichkeit dazu!

Ihr Robert Gyra

"Das muss doch mal gesagt werden...!" Reaktion von Dr. Detlef Schlott auf die Veröffentlichungen der Orts- CDU von Bad E...
09/06/2026

"Das muss doch mal gesagt werden...!"

Reaktion von Dr. Detlef Schlott auf die Veröffentlichungen der Orts- CDU von Bad Elster zum Thema Eingliederungsvereinbarung:

Die jüngst veröffentlichte Ausgabe des CDU-Magazins „miteinander“ zur geplanten Eingemeindung von Bad Brambach ist kein Beitrag zu einem ehrlichen Dialog auf Augenhöhe. Es ist ein Propagandablatt, das gezielt Ängste schürt und die Bürgerschaften von Bad Elster und Bad Brambach gegeneinander ausspielt.

Besonders bemerkenswert ist dabei die offensichtliche Doppelmoral innerhalb der CDU selbst. Während die CDU Bad Elster gegen den Zusammenschluss Stimmung macht, vertritt die CDU Bad Brambach als stärkste politische Kraft vor Ort eine deutlich offenere Haltung zur Eingemeindung. Wo bleibt also das groß angekündigte „Miteinander“ der CDU?

Nur weil die CDU Bad Elster offenbar keine gemeinsame Zukunftsvision besitzen, bedeutet das noch lange nicht, dass es diese Visionen nicht gibt. In beiden Orten gibt es Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeinderäte, die sehr wohl erkennen, dass sich die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte gemeinsam besser, wirtschaftlicher und nachhaltiger lösen lassen.

Das vorliegende Gutachten arbeitet genau das klar heraus. Die demografischen, infrastrukturellen und finanziellen Probleme verschwinden nicht dadurch, dass man sie ignoriert oder politisch weg redet. Vielmehr zeigt das Gutachten deutlich, dass eine gemeinsame Kommune langfristig bessere Entwicklungsmöglichkeiten bietet als zwei dauerhaft strukturell belastete Einzelgemeinden.

Der Vorwurf eines angeblich „falschen Verfahrensansatzes“ ist ebenfalls absurd. Genau dieses Verfahren wurde vom Gesetzgeber vorgesehen — einem Gesetzgeber, der in Sachsen über viele Jahre maßgeblich von der CDU dominiert wurde. Wer heute so tut, als sei das Verfahren plötzlich falsch oder undemokratisch, kritisiert letztlich die eigenen politischen Grundlagen.

Besonders entlarvend ist dabei die Forderung nach stärkerer Einbindung sogenannter „Leistungsträger“. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als der Wunsch, Lobbyinteressen stärker in politische Entscheidungen einzubinden. In einer Demokratie entscheiden jedoch nicht einzelne Wirtschaftsakteure oder Interessengruppen über die Zukunft einer Kommune, sondern die demokratisch gewählten Gremien und die Bürgerschaft selbst. Völlig inakzeptabel ist außerdem die Behauptung im Flyer, eine Zwangseingemeindung werde es „nicht geben“. Das ist schlicht eine Lüge!

Denn in § 8 Absatz 1 der Sächsischen Gemeindeordnung steht ausdrücklich:

„Das Gebiet von Gemeinden darf nur aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit geändert werden

durch Gesetz oder
durch Vereinbarung mit Genehmigung der Rechtsaufsichtsbehörde […]“
Damit ist eindeutig geregelt, dass Gebietsänderungen ausdrücklich auch durch Gesetz möglich sind. Natürlich existiert aktuell kein konkretes Gesetz für diesen Einzelfall. Aber genau dafür gibt es die gesetzliche Regelung: Wenn freiwillige Lösungen dauerhaft scheitern und der Gesetzgeber Handlungsbedarf sieht, kann ein Zusammenschluss auch gesetzlich angeordnet werden. Das Gegenteil zu behaupten, ist nichts anderes als bewusste Irreführung der Öffentlichkeit.

Ebenso irreführend ist die Darstellung der Bedarfszuweisungen. Diese Mittel sind keine politischen Gnadenakte und keine willkürlichen Geschenke des Finanzministeriums. Sie beruhen auf gesetzlichen Regelungen und konkreten Berechnungsgrundlagen. Entscheidend sind unter anderem die Investitions- und Belastungsunterschiede der beteiligten Kommunen in den vergangenen fünf Jahren. Gerade weil Bad Elster in den letzten fünf Jahren erhebliche Investitionen getätigt hat, fällt diese Differenz derzeit besonders deutlich aus. Die Behauptung, das Finanzministerium vergebe solche Mittel nach Belieben oder politischer Stimmungslage, ist daher ebenfalls falsch.

Am Ende offenbart der Flyer vor allem eines: Angst vor demokratischen Entscheidungen in einer gemeinsamen Kommune. Dass zukünftige Fragen in einem neuen gemeinsamen Stadtrat entschieden würden, wird dort als Problem dargestellt. Dabei ist genau das der Sinn eines demokratisch legitimierten Kommunalparlaments. Wer ernsthaft kritisiert, dass ein zukünftiger Stadtrat über die Zukunft der Gesamtkommune entscheiden soll, hat offenbar grundlegende Prinzipien kommunaler Demokratie nicht verstanden.

Statt ehrlicher Diskussionen setzt die CDU Bad Elster auf Angstszenarien, Halbwahrheiten und politische Stimmungsmache. Das hilft weder Bad Elster noch Bad Brambach. Wer tatsächlich Verantwortung für die Zukunft der Region übernehmen will, sollte endlich anfangen, offen, ehrlich und sachlich über gemeinsame Lösungen zu sprechen — statt mit einem Propagandablatt die Menschen gegeneinander aufzubringen.

Weil ich an die Menschen in Bad Elster und Bad Brambach glaube und keinen Zweifel daran habe, dass es in beiden Orten gute Ideen und Visionen für eine gemeinsame Zukunft gibt, werde ich am 14. Juni mit Ja zur Eingemeindung stimmen.

Egal, wie Sie persönlich entscheiden: Nutzen Sie Ihr demokratisches Recht und gehen Sie zur Abstimmung. Denn die Zukunft unserer Heimat darf nicht von Gleichgültigkeit entschieden werden.

Und auch eines muss klar gesagt werden: Es ist eine Lüge, dass jede nicht abgegebene Stimme automatisch als Zustimmung zur Eingemeindung gewertet wird. Wer nicht abstimmt, gibt schlicht keine Stimme ab — nicht mehr und nicht weniger.

Ihr Dr. Detlef Schlott

02/06/2026

+++ Aufruf +++

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02/06/2026

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