EIN ZWEITZEUGEN-PROJEKT
Mit bisher 37 geführten Interviews dokumentieren wir Geschichten von Zeitzeug*innen des Holocaust und der Zeit des Nationalsozialismus. Der Zeitzeuge Elie Wiesels sagte, »Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.«. Davon motiviert, erzählen wir die Überlebensgeschichten und von den Begegnung mit den Zeitzeug*innen. Wir berichten als Zweitzeug*innen
in Workshops, Ausstellungen und Magazinen. Wir sehen unseren Auftrag darin, (junge) Menschen stark gegen Antisemitismus und Rassismus zu machen. Sie sollen die Gefahr von Vorurteilen und rassistischen Ideologien erkennen, angeregt werden eigene Vorurteile zu überdenken und sich als Zweitzeug*innen gegen Antisemitismus und Diskriminierung einsetzen können. Die (Über)Lebensgeschichten berichten von der Zeit vor, während und nach dem Holocaust. Sie sind Beispiele des Überlebens, die dazu ermutigen, sich für Andere einzusetzen. Menschen ab zehn Jahren lernen diese kennen und werden selbst zu »Zweitzeug*innen«. Sie fühlen mit, fragen nach, antworten den Überlebenden in Briefen. Mit unserer Arbeit stellen wir uns der gesellschaftlichen Verantwortung für Demokratie und möchten jeden Menschen dazu ermutigen sich als Zweitzeug*in für eine vielfältige Gesellschaft einzusetzen.