31/07/2026
Die Berechtigung von Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) wird oft infrage stellen. "Die Beschäftigten verdienen zu wenig Geld und das System verhindere eine Eingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt", so heißt es oftmals. Von den geplanten Einsparungen der Bundesregierung in der Eingliederungshilfe sind Werkstätten betroffen. Beispiele von Michael Laukant, Lilia Weikum und Ina Henke zeigen die Wichtigkeit von Werkstätten für die Eingliederung.
Michael Laukant berichtet: „Nach einer langen Phase der Erkrankung bin ich 2014 in die Werthmann-Werkstätten gekommen. Es war für mich wie ein Neuanfang. Soziale Teilhabe, Tagesstruktur und sinnvolle Tätigkeiten bedeuten mir sehr viel. Die Werkstätten bieten genau das. Daran darf nicht gespart werden. Käme es hier zu Einschränkungen, würde das für mich und viele meiner Kollegen den sozialen Abstieg bedeuten.“
Lilia Weikum (auf dem Foto rechts) und Ina Henke, die in der digitalen Archivierung einen anspruchsvollen Arbeitsplatz gefunden haben, unterstützen diese Aussage. „Die Werkstätten bieten Tätigkeiten in einem Umfeld, das Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen eine Arbeitsaufnahme überhaupt ermöglicht.“ sagt Lilia Weikum. „Das Motto 'Arbeit möglich machen' stellt das deutlich heraus. Sparmaßnahmen an dieser Stelle würden für uns weitreichende Folgen haben.“, ergänzt Ina Henke die Sorgen.