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fair-fish fair-fish engagiert sich für das Wohl der Fische in Fischerei und Aquakultur. Warnung! Die wichtigsten Regeln:

1.

Die Seite von fair-fish ist nichts für Menschen, die einfach rasch eine Unterschrift oder einen Ausruf der Entrüstung hinterlassen wollen wegen der herzigen Delfine oder der bösen Fischer. Wer den Fischen, ihrer Umwelt und den von ihnen lebenden Menschen helfen will, muss bereit sein, sich wirklich zu informieren und darüber nachzudenken – und dann konsequent zu handeln. Weil das so ist, tauchen hier immer wieder mal Personen auf, denen diese Seite «gefällt» und die dann gleich wieder weg sind. Über alle, die bleiben und mitdenken und mittun, freuen wir uns umso mehr! Höflich bleiben
Verzichten Sie auf Beleidigungen, Verunglimpfungen, Provokationen und Drohungen gegenüber anderen. Bedenken Sie, dass Beleidigungen strafrechtlich verfolgt werden können. Respektieren Sie die Meinung anderer und äussern Sie konstruktive Kritik.

2. Duzen ist üblich
Im Internet wird häufiger geduzt als gesiezt. Ärgern Sie sich nicht, wenn Sie geduzt werden – selbst wenn Sie Ihre Gesprächspartner*innen siezen.

3. Den richtigen Namen nutzen
Nutzen Sie wenn möglich Ihren Namen. Die Anonymität verleitet zu Äusserungen, die Sie face-to-face eher nicht machen würden.

4. Missverständnisse vermeiden
Überlegen Sie gut, was Sie mit Ihrer Äusserung sagen wollen. Äussern Sie sich dann eindeutig oder nutzen Sie als Ersatz für die fehlende Gestik und Mimik Emoticons, zum Beispiel Smileys. Dies gilt insbesondere bei ironischen Bemerkungen.

5. Richtig zitieren
Kennzeichnen Sie das Zitat und verweisen Sie entsprechend dem Urheberrecht auf den Urheber, die Urheber.

6. Fotos und Videos nicht bedenkenlos verbreiten
Achten Sie das Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild – nutzen Sie keine fremden Fotos ohne Einverständnis. Bitte vermeiden Sie Bilder und Videos, die Gewalt darstellen, andere Menschen entwürdigen oder diese in peinlichen Situationen zeigen. Werden Sie Mitglied http://www.fair-fish.ch/de/feedback/unterstuetzen/ oder helfen Sie uns mit einer Spende http://www.fair-fish.ch/de/spende/ bzw. direkt via Postkonto 15-585569-1, IBAN: CH69 0900 0000 1558 5569 1

🌊Die Kiemen sind für die meisten Fische lebenswichtig: Sie nehmen damit Sauerstoff aus dem Wasser auf, regulieren so abe...
12/10/2026

🌊Die Kiemen sind für die meisten Fische lebenswichtig: Sie nehmen damit Sauerstoff aus dem Wasser auf, regulieren so aber auch den Salzgehalt ihres Körpers und scheiden Abfallstoffe aus. Dabei stehen die Kiemen durch das Wasser in ständigem Kontakt mit der Aussenwelt der Fische. Kein Wunder, dass sich dort auch Bakterien finden lassen.

🦠Wissenschaftler:innen haben die Bakterien auf den Kiemen von Hamletbarschen mithilfe von Erbgutanalysen genauer untersucht. Dabei fanden sie 17 verschiedene Bakteriengruppen. Ein grosser Teil davon war bisher unbekannt. Spannend: Die Bakterien auf den Kiemen unterschieden sich deutlich von denen im umgebenden Wasser. Die Kiemen-Bakterien waren also nicht bloss zufällig hier!

🐟Jetzt wollen die Forschenden herausfinden, wie die Bakterien untereinander und mit den Fischen zusammenwirken. Die besonderen Bakterien auf den Kiemen könnten den Fischen behilflich sein für Gesundheit, Stoffwechsel und Immunsystem. Ähnliches kennen wir von unserer Haut! Gute Bakterien helfen dabei, sie gesund zu halten.

Quelle: Abdelghany S, Helmkampf M, Schechter MS, et al. Proteobacteria with chemosynthetic potential are highly prevalent in the gills of Hypoplectrus reef fishes. PLOS Genet. 2026;22(8):1-27. doi: 10.1371/journal.pgen.1012266

📸: joebelanger via Getty Images (bearbeitet)

08/10/2026

🐙Oktopusse – das sind über einhundert verschiedene Arten, die weltweit in allen Ozeanen anzutreffen sind. Sie bewohnen Korallen- und Felsenriffe, Seegraswiesen, Algenwälder oder Gezeitentümpel, wo sie sich durch die Unterwasserlandschaft schlängeln und ihre Umgebung mit ihren grossen, neugierigen Augen erkunden.

💡Die Tiere sind bekannt für ihre Intelligenz. Sie können komplexe Rätsel lösen und Werkzeuge benutzen. Diese Anpassungsfähigkeit hilft ihnen auch bei der Jagd, denn Oktopusse sind Fleischfresser: Muscheln, Schnecken, Krebstiere und Fische stehen auf ihrem Speiseplan. Gleichzeitig sind sie Meister der Tarnung, um sich vor den vielen Fressfeinden zu schützen. Die meisten Oktopus-Arten können die Farbe ihrer Haut blitzartig ändern.

🎣Oktopusse sind auch in der Fischerei relevant. Die meist gefangene Oktopus-Art ist der Gemeine Krake (Octopus vulgaris). Hier kommen Fallen zum Einsatz. Kraken gehen in die Fallen, weil sie Schutz suchen oder von Ködern angelockt werden. An Bord werden sie mit Kraft aus den Fallen herausgezogen, was zu Verletzungen bis hin zum Abtrennen von Körperteilen führen kann, oder sie werden mit Bleiche übergossen, damit sich die Saugnäpfe lösen und das Entfernen leichter geht.

📣Da der weltweite Appetit auf Oktopus grösser wird und die Fischerei mit Überfischung zu kämpfen hat, hat der Oktopus in letzter Zeit auch viel Interesse in der Aquakulturindustrie geweckt. Allerdings sterben sehr viele Jungtiere in Gefangenschaft, und die Haltungsdichte führt bei den Einzelgängern zu Stress und Aggressionen. Auch würden diese sehr intelligenten Tiere in einer industriellen Farm stark unter Langeweile leiden. fair-fish spricht sich daher ganz klar gegen die kommerzielle Oktopus-Zucht aus!

😍Möchten Sie mehr spannende Infos über Wasserlebewesen lesen? Abonnieren Sie unser kostenloses fish-facts Magazin! https://fair-fish.net/fish-facts-order/

🎥: via Canva

🐟Die Aquaculture Europe ist der jährliche Treffpunkt für alle Personen aus der Branche. Und Fischwohl ist hier natürlich...
06/10/2026

🐟Die Aquaculture Europe ist der jährliche Treffpunkt für alle Personen aus der Branche. Und Fischwohl ist hier natürlich kein Randthema! Deshalb hat sich unser Aquakulturexperte Yannick Rohrer die neuesten Entwicklungen genauer angeschaut, sich mit anderen Fachexpertinnen und Fachexperten ausgetauscht und natürlich weitere Kontakte geknüpft.

👏Er traf auch auf bekannte Gesichter, zum Beispiel die Kolleginnen und Kollegen der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (Schweiz), mit denen er gemeinsam im November einen Kurs zum Thema Fischwohl in der Praxis veranstaltet. Durch diese Zusammenarbeit machen wir die Zukunft für Fische besser!

📸: fair-fish

🐟Tierwohl klingt in der Theorie oft abstrakt. Um das zu ändern und um Fischwohl greifbarer zu machen, hat fair-fish in Z...
30/09/2026

🐟Tierwohl klingt in der Theorie oft abstrakt. Um das zu ändern und um Fischwohl greifbarer zu machen, hat fair-fish in Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle Aquakultur Schweiz und mit Förderung der Haldimann Stiftung den ersten Fischwohlkurs für Züchter:innen und andere Interessierte entwickelt.

💡In vier Lektionen nehmen die Experten Dr. Paulina Pawlak und Yannick Rohrer das Thema Fischwohl genauer unter die Lupe und erklären praxistaugliche Massnahmen zur Verbesserung des Fischwohls. Der Kurs lässt Raum für gemeinsame Diskussionen: Züchter:innen können Fragen und Probleme aus ihrem Betrieb einbringen. Denn jeder Betrieb ist anders und gutes Fischwohl braucht artspezifische Massnahmen!

👉Der Kurs findet am 27. November von 13:00 bis 17:00 Uhr statt. Haben Sie Fragen? Dann melden Sie sich bei unserem Aquakulturexperten Yannick Rohrer unter [email protected]. Weitere Informationen zu Kurs und Anmeldung finden Sie in der Ausschreibung: https://esszett.cloud/s/KursFischwohlPraxis2026

📸: Mark Stebnicki; Ryan Hagerty/USFWS

🎉Die fair-fish database ist im Zucht-Teil um ein Update reicher! Der Adriatische Stör (Acipenser naccarii) hat nun einen...
29/09/2026

🎉Die fair-fish database ist im Zucht-Teil um ein Update reicher! Der Adriatische Stör (Acipenser naccarii) hat nun einen aktualisierten WelfareCheck. Noch immer gibt es einige Wissenslücken zu diesem in der Natur selten gewordenen Stör: wir wissen zu wenig über den Platzbedarf, sein Aggressionsverhalten und in welchen Gruppengrössen sich die Tiere wohl fühlen. Auch ist wenig darüber bekannt, wie häufig Missbildungen in der Zucht auftreten. Nur wenige Betriebe in Italien und Spanien züchten diese Störart, hauptsächlich für Kaviar.

🐟In der Zucht können sich die Tiere durchaus wohlfühlen, wenn ihre natürlichen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Eine möglichst naturnahe Umgebung und wenig Stress sind dabei entscheidend. Eine mechanische Betäubung vor der Schlachtung kann zusätzlich dazu beitragen, Leid zu vermeiden. Doch auch die Fortpflanzung ist ein Problem: In der Zucht werden Hormone eingesetzt und die Eier werden oft durch sogenanntes „Stripping“ gewonnen. Dabei erleben die Tiere Stress und Angst. Dieses Problem betrifft auch die Zucht anderer Störarten. Die Ergebnisse des aktualisierten Profils helfen dabei, das Wohlbefinden in der Zucht zu verbessern.

🔬Die grossen Wissenslücken zeigen, dass dringend mehr Forschung über die natürlichen Bedürfnisse des Adriatischen Störs benötigt wird! Möchten Sie mehr über das Thema wissen? Schauen Sie vorbei in der fair-fish database: https://fair-fish-database.net/

📸: David Barros Cardona via iNaturalist, CC BY-NC

🎣Das Leben in den Ozeanen leidet unter schädlichen Fischereimethoden wie  Grundschleppnetzen. Der 2026 aktualisierte Ber...
24/09/2026

🎣Das Leben in den Ozeanen leidet unter schädlichen Fischereimethoden wie Grundschleppnetzen. Der 2026 aktualisierte Bericht von Worldmetrics zeigt dies in Zahlen.

💔Jedes Jahr landen 300’000 Haie als Beifang in Fischernetzen. Dabei ist eine von drei Haiarten vom Aussterben bedroht. Kleine traditionelle Fischereibetriebe verlieren Einkommen, weil sie durch die Überfischung immer weniger fangen. Besonders betroffen sind Menschen in Entwicklungsländern, die auf die Fischerei angewiesen sind. Nur 11% der Weltmeere stehen unter Schutz. In 70 Ländern sind schädliche Fischereimethoden teilweise oder ganz verboten. Mindestens 33% der Fischbestände sind überfischt. Das bedroht die Nahrungssicherheit von rund 3 Milliarden Menschen.

❗Überfischung geht uns alle an, auch wenn ihre Folgen die Ärmsten besonders hart treffen. Was können wir tun? Ein guter Anfang: Weniger Fisch essen! Einmal im Monat ist genug.

Quelle: Robert Callahan. "Overfishing Statistics." Worldmetrics, February 12, 2026, https://worldmetrics.org/overfishing-statistics/

📸: piola666 via Getty Images Signature

🐟Knurrhähne können über den Meeresboden „gehen”! Einige ihrer Brustflossenstrahlen sind zu einzelnen Tastorganen umgewan...
21/09/2026

🐟Knurrhähne können über den Meeresboden „gehen”! Einige ihrer Brustflossenstrahlen sind zu einzelnen Tastorganen umgewandelt, die wie lange Finger aussehen. Mit diesen können sie sich über kürzere Strecken fortbewegen und damit Beute im Boden schmecken, selbst wenn sie vergraben ist. Bisher konnte man nur beobachten, wie die Knurrhähne vorwärts trippelten.

🔍Wissenschaftler:innen gelangen nun mithilfe eines Tiefseefahrzeuges im Südchinesischen Meer neue Aufnahmen von dem Tiefsee-Knurrhahn. Dabei entdeckten sie, dass sich die Tiere auch seitwärts und rückwärts über den Boden fortbewegen können. Die Vielfältigkeit der Fischwelt überrascht immer wieder aufs Neue. Besonders die Tiefsee beherbergt noch viele Geheimnisse.

Quelle: Han Tian, Xie Wei, Mingting Li, Kedong Yin. Walking Fish ​. Ocean-Land-Atmos Res. 0:DOI:10.34133/olar.0172

📸: NOAA Photo Library, CC BY 2.0

🐟fair-fish Mitarbeiterin Laura Kamp sorgte diese Woche mit der Meeresschule wieder für Begeisterung in einer Primarschul...
17/09/2026

🐟fair-fish Mitarbeiterin Laura Kamp sorgte diese Woche mit der Meeresschule wieder für Begeisterung in einer Primarschule in Schwyz: Die Kinder fischten im Meer und erkannten, was bei Überfischung passiert. Wie atmen Fische? Welcher Fisch schwimmt am schnellsten? Was machen Fische in der Nacht? Die Kinder fragten und diskutierten engagiert mit. Je mehr ich über Fische weiss, desto mehr kann ich mitfühlen! Das erlebten die Kinder selbst.

🌊Wenn man über das Meer spricht kann man das Thema Meeresverschmutzung nicht auslassen. Viele Kinder wissen schon, dass es für die Wassertiere nicht gesund ist, Plastik zu fressen. Aber wieso passiert das überhaupt? Viele kleine Aha-Momente später wissen die Kinder mehr über den Meeresschutz und das Thema Fischwohl. Das motiviert, sich auch selbst für die Tiere und die Umwelt einzusetzen!

✉Sind Sie neugierig geworden? Die fair-fish Meeresschule ist massgeschneidert für die Primarstufe in der Deutschschweiz und ganz kostenlos! Schreiben Sie uns: [email protected]

💔Viele wissen nicht, dass Crevetten in der Schweiz schlechter geschützt sind als andere Tiere: in der Revision der Tiers...
09/09/2026

💔Viele wissen nicht, dass Crevetten in der Schweiz schlechter geschützt sind als andere Tiere: in der Revision der Tierschutzverordnung von 2018 sind sie explizit ausgeklammert. Hierzulande dürfen Züchter ihre Larven aus Betreiben kaufen, in denen den Muttertieren ein Auge abgeschnitten wird.

🦐Diese Grausamkeit hat einen wirtschaftlichen Grund, denn der Augenstiel von Garnelen ist wichtig für den Hormonhaushalt. Wird er abgeschnitten, fehlt ein Hormon, das die Eireifung unterdrückt. Führt man diese Prozedur an allen Weibchen in einer Zucht durch, so produzieren sie die Eier etwa gleichzeitig. Das macht die Zucht planbarer und rentabler. Aber es geht auch ohne! Das zeigen zum Beispiel die Bio-Zuchten, bei denen das Augenabschneiden verboten ist.

❌Der schmerzhafte Eingriff führt bei rund 30 Prozent der Weibchen zum sofortigen Tod. Während und nach dem Abschneiden zeigen die Muttertiere, dass sie leiden und Panik haben. Als Konsument:in weiss man nicht, welche Produkte mit Hilfe dieser Tierquälerei entstehen. ASC-zertifizierte Produkte werden erst ab 2030 sicher frei von verstümmelten Garnelen sein. Einige Händler warten ab und steigen nicht sofort um. fair-fish Aquakulturexperte Yannick Rohrer kritisiert den späten Ausstieg, denn möglich wäre er, wie zwei grosse britische Supermarktketten bereits zeigen.

👉Lesen Sie mehr dazu im neuen Saldo-Artikel: https://esszett.cloud/s/mniM6pkqCJSoLtg

📸: Imágenes de Juanjo Menta via Canva

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