23/06/2026
Vor den Einkaufswagen im Einkaufszentrum Gartenstadt in Münchenstein sass ein Hirschkäfer-Männchen. Der grösste Käfer der Schweiz.
Seine Mandibeln sehen gefährlich aus, für uns sind sie es nicht: Ein Männchen kann damit kaum zwicken. Es ist ein Turnierwerkzeug, mit dem die Männchen in der Paarungszeit ihre Rivalen packen, sie anheben und vom Ast zu kippen versuchen.
Dass Hirschkäfer mitten im Siedlungsraum landet, kommt durchaus vor. An warmen Sommerabenden fliegen die Männchen weit umher und suchen ein Weibchen. Wie viele nachtaktive Insekten steuern sie dabei künstliche Lichtquellen an, und Strassenlampen oder beleuchtete Fassaden bringen sie von ihrem Weg ab.
Zum Leben braucht er aber etwas ganz anderes: altes, morsches Totholz. Darin entwickeln sich seine Larven über mehrere Jahre, am liebsten in alten Eichen. Wo dieses Totholz verschwindet, verliert auch der Käfer seinen Lebensraum. In der Schweiz steht er auf der Roten Liste, Kategorie «verletzlich», und er lebt nur in den wärmsten Regionen des Landes. Die Region Basel gehört dazu.
Diesen Hirschkäfer haben wir vorsichtig in die nächste Rabatte gesetzt.
In den letzten Tagen haben weitere Hirschkäfer-Meldungen die Meldeplattform von Wilde Nachbarn erreicht (auf Bild 3 übrigens ein Weibchen). Hast du auch einen gesehen? Melde deine Sichtungen von Wildtieren auf Wilde Nachbarn beider Basel.
→ https://beidebasel.wildenachbarn.ch/