30/03/2026
Am Samstag, 28. März, fand die 18. GV des Bereins Parasolka statt. 49 Stimmberechtigte nahmen an der Veranstaltung in der Heilpädagogischen Schule in Willisau teil. Nach wie vor darf der Verein auf zahlreiche treue Spenderinnen und Spender zählen. Doch die Solidarität mit der kriegsgebeutelten Ukraine nimmt ab. 2025 nahm "Parasolka" weniger Spenden ein als erhofft. Dank eines soliden Eigenkapitals konnten die Projekte dennoch auf bisherigem Niveau weitergeführt werden.
Berührend war der Bericht der ukrainischen Nichtregierungsorganisation CAMZ, mit welcher Parasolka seit Jahren eng zusammenarbeitet. Drei Vertreterinnen nahmen persönlich an der Versammlung teil. CAMZ-Direktorin Nataliya Kabatsiy erzählte, wie jeder Arbeitstag stets damit beginne, die neusten Nachrichten von Tod und Zerstörung zu lesen. Erst am Vortag sei bei massiven Drohnenangriffen auf Odessa ein Krankenhaus getroffen worden. Nach solchen Angriffen erhält CAMZ häufig konkrete Hilfsanfragen aus den betroffenen Regionen. Ihre Organisation befinde sich zwar weit weg von der Front und damit in einer vergleichsweise privilegierten Situation, so Nataliya Kabatsiy. «Doch gerade das verpflichtet uns doppelt, den betroffenen Menschen zu helfen.» Oft werde über die Resilienz ihres Volkes gesprochen, führte sie weiter aus. «Aber unsere Kraft reicht alleine nicht. Es ist wichtig, Solidarität zu spüren. Organisationen wie der Verein Parasolka stärken uns den Rücken.»
Nach dem offiziellen Teil der 18. Vereinsversammlung konnten die Anwesenden gelebte Inklusion erfahren. Lernende der Heilpädagogischen Schule Willisau hatten ein kreatives Apéro-Buffet vorbereitet, welches sie den Gästen gleich selbst servierten. Ein stimmiger Abschluss einer Versammlung, die eindrücklich zeigte, wie wichtig internationaler Zusammenhalt auch nach vier Jahren Krieg bleibt.