26/10/2025
💔 Herzensbotschaft für meine Mutter – und an alle, die sie Freund nannten
Manchmal zerbricht ein Mensch nicht laut.
Er zerbricht leise – in kleinen, kaum hörbaren Rissen, irgendwo zwischen Enttäuschung und Erschöpfung.
So zerbricht gerade meine Mama.
Meine Mama, die ihr Leben den verletzten Wildvögeln gewidmet hat.
Die Tag und Nacht kleine, zitternde Körper in ihren Händen hielt,
die in Küchen, Stuben und Gartenhäuschen Leben rettete, während andere schliefen.
Die Federn trocknete, Schnäbel fütterte, Flügel schiente.
Die so oft sagte: „Nur noch diesen bringe ich durch die Nacht…“
Heute ist sie 83.
Gebrechlich, müde – und angeklagt.
Angeklagt von einem System, das nicht mehr unterscheiden kann zwischen Liebe und Vergehen.
Man hat ihr Tierquälerei vorgeworfen.
Ihr, die selbst den schwächsten Vogel mit Respekt behandelte.
Und was mich am meisten schmerzt:
Das Schweigen.
Das Schweigen derer, die sie einst „Freundin“ nannten.
Wo seid ihr alle, die ihr einst bei ihr im Garten standet, stauntet, lachtet, halfet, wenn ein Jungvogel wieder fliegen lernte?
Wo seid ihr, die ihre Geschichten bewundert habt, ihre Fotos teilten, ihre Opfer kannten?
Sie hat euch gebraucht.
Jetzt.
Nicht, wenn sie wieder stark ist, nicht, wenn alles vorbei ist – jetzt.
Ich schreibe das, weil ich sie nicht alleine fallen lassen kann.
Weil sie nicht verstehen kann, warum Liebe plötzlich falsch sein soll.
Weil man einem Menschen, der sein Leben in den Dienst der Schwächsten gestellt hat, nicht so begegnen darf.
Vielleicht liest das jemand, der sie kennt.
Vielleicht jemand, der sie einmal „unsere Vogelmutter“ nannte.
Dann bitte ich euch:
Schreibt ihr. Schreibt an ihre Ankläger. Schreibt öffentliche Leserbriefe.
Schenkt ihr bitte das Gefühl, dass sie nicht umsonst gelebt hat.
Denn die Welt braucht solche Menschen.
..
und sie gehen leiser verloren, als man denkt.
🕊️ Für meine Mama.
Für all die verletzten Flügel, die sie getragen hat –
und für ihren eigenen, der nun gebrochen ist.😔