Stiftung Reusstal

Stiftung Reusstal Wir kämpfen für eine lebendige
FLUSS - NATUR - KULTUR - LANDSCHAFT
im Reusstal des schweizerischen Mittellandes

Seit 1962 engagiert sich die Stiftung Reusstal mit viel ehrenamtlichem Einsatz für den Erhalt von Flora und Fauna in den zahlreichen Naturoasen des Tales der Reuss mitten im Ballungsgebiet des Mittellandes. Dank hartnäckiger Schutzbemühungen gilt das Reusstal heute als Landschaft von nationaler Bedeutung und wurde ins «Smaragd-Netz» der Schweiz aufgenommen.

19/04/2026
19/04/2026
Bäumiges StylingNeulich erreichte uns eine Anfrage, warum denn "die Bäume da" bis auf die Stöcke zurückgestutzt wurden. ...
14/04/2026

Bäumiges Styling

Neulich erreichte uns eine Anfrage, warum denn "die Bäume da" bis auf die Stöcke zurückgestutzt wurden. Das mitgeschickte Bild zeigte eine Weide, von der nur noch der Stamm zu sehen war – eine sogenannte Kopfweide.

Zugegeben, es sieht schon ein wenig brutal aus, wenn diese Bäume einen Millimeterschnitt verpasst bekommen – sehr einschneidend, könnte man sagen. Bei dieser Massnahme handelt es sich aber um eine alte Bewirtschaftungsform und Tradition.

Christian Müller, Leiter des Werkhofs in Rottenschwil, gibt dazu Auskunft:

Mit den Kopfweiden erhalten wir eine traditionelle und ökologisch wertvolle Nutzungsform von Weidenruten aufrecht. Mit dem regelmässigen, sorgfältigen Zurückschneiden erhalten die Weiden ihre typische Kopfform, wobei sich nicht alle Weidenarten eignen, um Kopfweiden heranzuziehen. Generell lässt sich sagen, dass sich langblättrige Weiden am besten bewährt haben.

Früher wurden diese Weiden jährlich zurückgeschnitten, um Rohmaterial für das Flechten von Körben zu gewinnen. Aus Gründen der Rationalisierung und auch weil die kurzen, dünnen Ruten zum "korben" nicht mehr gefragt sind, schneiden wir diese nun nur noch alle zwei bis drei Jahre zurück. In diesem Fall wird das Schnittgut dann für Faschinen (lange Rutenbündel) verwendet, welche zur Sicherung und Befestigung von Ufern oder des Gewässergrunds eingesetzt werden.

Die Oberfläche des "Weidenkopfs" mit vielen alten und neuen Triebstummeln bietet zahlreiche Versteck- und Brutmöglichkeiten für Insekten. Aber auch im freigelegten Holz nistet sich die eine oder andere holzabbauende Käferart, respektive deren Larve, ein.
Die Kopfweiden sind somit kulturhistorisch, landschaftlich, ökologisch und auch wirtschaftlich wertvolle Elemente.

Wenn Sie also beim nächsten Spaziergang eine Reihe von frisch gestutzten Weiden entdecken, sehen Sie nicht das Resultat eines radikalen Baumstylings sondern ein Beispiel dafür, wie Tradition, Naturschutz und Bewirtschaftung Hand in Hand gehen können.

17/02/2026

Neue Auenlandschaft an der Reuss: Das Projekt “Grien” wird realisiert.

Im unteren Reusstal entsteht 2026 etwas, das im Mittelland selten geworden ist:
eine lebendige Aue.

Pro Natura Aargau realisiert im Gebiet Grien (Fischbach-Göslikon) eine Auenrenaturierung. Nach langjähriger Vorarbeit ist die Bewilligung rechtskräftig – jetzt wird die Umsetzung konkret.

Das Kernstück:
Ein neuer Seitenarm am linken Ufer der Reuss – rund 200 Meter lang und 15–20 Meter breit.

Warum das wichtig ist – für uns alle:
Auen gehören zu den wertvollsten Lebensräumen der Schweiz, sind aber stark verschwunden. Und sie sind mehr als “Naturschutz”:
Sie sind natürliche Infrastruktur – für Wasser, Artenvielfalt und Erholung.

Sie schaffen wertvollen Lebensraum, werten das Landschaftsbild sichtbar auf – und sie machen das Reusstal als Naherholungsraum wieder reicher: ein Ort, an dem man gerne spaziert, Natur beobachtet und neue Lieblingsplätze entdeckt.

Mit der neuen Auenlandschaft kehren Lebensräume zurück – für viele seltene Arten, die an der Reuss heute kaum noch Platz haben.

Das Projekt schafft dafür auentypische Strukturen: Flachwasserbereiche, Kies- und Rohbodenflächen, vernetzte Feuchtlebensräume – Lebensraum für Arten wie Nachtigall, Eisvogel, Laubfrosch oder Ringelnatter.

Solche Projekte entstehen nicht über Nacht:
Im Fall des Grien hat es über 20 Jahre gebraucht – von der ersten Idee bis zur Umsetzung.

Der Baubeginn wird vorbereitet, der offizielle Spatenstich ist voraussichtlich in der 2. Hälfte Mai.

Und: Das Projekt ist nur möglich, weil Gemeinden, Kanton und Region gemeinsam an einem Strang ziehen – Künten, Fischbach-Göslikon und viele weitere Partner.

Natur als Infrastruktur heisst: Dinge möglich machen.
Nicht durch Appelle – sondern durch Umsetzung.

Auf den Spuren des Bibers – Entdeckungsreise entlang des WasserlaufsGemeinsam folgen wir den Spuren des Bibers entlang d...
22/01/2026

Auf den Spuren des Bibers – Entdeckungsreise entlang des Wasserlaufs

Gemeinsam folgen wir den Spuren des Bibers entlang der Reuss, erfahren mehr über das Verhalten, entdecken typische Merkmale seines Lebensraums und sehen vor Ort, wie dieser beeindruckende Baumeister unsere Landschaft gestaltet. Ein Erlebnis für die ganze Familie!

Die Exkursion wird von einer Fachperson der Stiftung Reusstal durchgeführt.

Organisiert durch: WWF Sektion Aargau, [email protected], +41 62 823 57 50
Kontaktperson: Evelyne Güntlisberger, [email protected]
Für wen: Jugendliche, Kinder, Erwachsene, Familien, Senioren
Sprachen: Deutsch
6 - 99 Jahre

Sa., 28/02/26, 14:00 - 16:00

Voraussetzungen für Teilnahme: Keine
Mitnehmen/Ausrüstung: Wettergerechte Kleidung, gutes Schuhwerk. Wir sind die ganze Exkursion draussen, abseits normaler Wege. Der Jahreszeit entsprechend kann es kühl sein.
Bemerkung: Wir empfehlen, ein warmes Getränk mitzunehmen.
Kosten: CHF 20.- (WWF-Mitglieder CHF 10.-)

Anmeldung: https://events.wwf.ch/de/auf-den-spuren-des-bibers-entdeckungsreise-entlang-des-wasserlaufs-4a6vVj1UP3/cart-v2

https://events.wwf.ch/de/auf-den-spuren-des-bibers-entdeckungsreise-entlang-des-wasserlaufs-4a6vVj1UP3/overview

Sie setzte sich 21 Jahre lang für den Naturschutz ein: Jetzt gibt Rosmarie Groux das Präsidium der Stiftung Reusstal abS...
18/12/2025

Sie setzte sich 21 Jahre lang für den Naturschutz ein: Jetzt gibt Rosmarie Groux das Präsidium der Stiftung Reusstal ab

Seit 2014 präsidierte Groux die Rottenschwiler Stiftung, die sich für den Natur- und Landschaftsschutz im Reusstal engagiert. Ab 2026 übernimmt die Mitte-Grossrätin Karin Koch Wick.

Seit 2014 präsidierte Groux die Rottenschwiler Stiftung, die sich für den Natur- und Landschaftsschutz im Reusstal engagiert. Ab 2026 übernimmt die Mitte-Grossrätin Karin Koch Wick.

17/12/2025
12/12/2025

🦫 Im Kanton Zürich leben rund 520 Biber in 165 Revieren, das zeigt das neuste Bibermonitoring. Der Bestand ist damit wieder gewachsen, vorwiegend im südlichen Kantonsteil. Neue Biberreviere gibt es beispielsweise rund um den Pfäffiker- und den Greifensee sowie entlang der Sihl und der Limmat.

Alle drei Jahre lässt der Kanton Zürich erheben, wo sich Biber im Kanton angesiedelt haben und in welcher Zahl. Dazu schreiten freiwillige Helferinnen und Helfer alle relevanten Gewässerabschnitte im Kanton ab, insgesamt über 900 Kilometer, und halten Ausschau nach Biberspuren wie angenagte Bäume und Äste, Abdrücke im Boden oder Biberdämme und -wohnbaue.


📸 Christof Angst, info fauna Nationale Biberfachstelle

Gesucht:𝗔𝗯𝗲𝗻𝘁𝗲𝘂𝗿𝗲𝗿, 𝗘𝗻𝘁𝗱𝗲𝗰𝗸𝗲𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗸𝗿𝗲𝗮𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗞ö𝗽𝗳𝗲"Die Welt ist schlammig-üppig und pfützenreich-wunderbar."(Aus einem Ged...
10/12/2025

Gesucht:
𝗔𝗯𝗲𝗻𝘁𝗲𝘂𝗿𝗲𝗿, 𝗘𝗻𝘁𝗱𝗲𝗰𝗸𝗲𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗸𝗿𝗲𝗮𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗞ö𝗽𝗳𝗲

"Die Welt ist schlammig-üppig und pfützenreich-wunderbar."
(Aus einem Gedicht von E.E. Cummings)

Wir wissen nicht, ob E.E. Cummings ausser Schriftsteller und Poet auch Ranger war - oder vielleicht Exkursionsleiter. Was wir aber sicher wissen, ist, dass die Natur im Reusstal manchmal sehr matschig und sehr nass ist.

Und doch: während wir nach den Exkursionen den Dreck von den Stiefeln waschen und jeden verfügbaren Haken nutzen, um unsere Ausrüstung und Arbeitsmaterialien zu trocknen, erinnern wir uns lächelnd an die Begeisterung, mit der Kinder jeden entdeckten Frosch gefeiert haben. Wie sie neugierig Schwarzdornbeeren probiert und eifrig Feuerholz gesammelt haben.

Diese Erlebnisse sind Ausdruck unseres Herzensanliegens, die Verbindung zwischen Mensch und Natur zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Und so ist daraus das Vorhaben entstanden, ein neues Format unter dem Dach der Swiss Rangers zu lancieren: das Programm "Junior Ranger Reusstal".

Das Junior Ranger Programm richtet sich an junge Naturbegeisterte zwischen 7 und 15 Jahren. Die Junior Ranger gehen rund einmal monatlich gemeinsam nach draussen. Sie entdecken die Natur zu allen Jahreszeiten, schliessen Freundschaften und erleben spannende Abenteuer. Begleitet werden sie von erfahrenen Rangern, die sie anleiten und unterstützen.

Wir freuen uns, damit zur lebendigen Fluss-Natur-Kultur-Landschaft Reusstal beizutragen, damit sie auch für kommende Generationen Lebensraum und Heimat ist.

Und ganz besonders freuen wir uns, wenn uns viele Kinder und Jugendliche dabei begleiten. Für mehr schlammig-üppige Stiefel und pfützenreich-wunderbare Erlebnisse.

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Adresse

Hauptstrasse 8
Oberlunkhofen
8919

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