Berner Bündnis gegen Depression

Berner Bündnis gegen Depression Kantonales Netzwerk zur Verbesserung der Versorgungs- und Lebenssituation von depressiv erkrankten Me Warum ein Bündnis gegen Depression?

Neuere Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (Murray & Lopez 1997, WHO-Studie) zeigen die herausragende Bedeutung von Depressionen in den Industrieländern. Berücksichtigt man die Schwere der Beeinträchtigung und die Dauer der Erkrankung, liegt sie vor allen anderen körperlichen und psychiatrischen Volkskrankheiten. Schätzungen zu Folge leiden ca. 5% der Bevölkerung an einer behandlungsbed

ürftigen Depression. 15% der an schweren Depressionen leidenden Menschen nehmen sich das Leben. Studien zeigen, dass bei über der Hälfte aller Suizide Depression zu den Hauptursachen zählt. Der Mehrzahl der Betroffenen könnte durch spezielle Medikamente (Antidepressiva) und/oder Psychotherapie erfolgreich geholfen werden, aber nur eine Minderheit der Betroffenen erhält adäquate Behandlung. Depressionen werden selbst von Fachleuten noch immer zu häufig übersehen. Viele erkennen selbst nicht, dass sie unter Depression leiden, sondern glauben, körperlich erkrankt zu sein. Andere trauen sich aus Angst und Scham vor Stigmatisierung nicht, Hilfsangebote wahrzunehmen. Das Thema «Depression» wird von der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen und aus Unkenntnis oft missverstanden. Der wirtschaftliche Schaden, der mit oft langen krankheitsbedingten Ausfallzeiten, Unterversorgung und Chronifizierung von depressiven Erkrankungen einhergeht, ist beträchtlich, das vermeidbare persönliche Leid für Betroffene und Angehörige nicht hinnehmbar. Ziele des Berner Bündnis gegen Depression: Eine verbesserte Früherkennung und Behandelbarkeit der Krankheit sowie Senkung der Suizidrate im Kanton Bern, basierend auf dem Konzept des Nürnberger Bündnisses gegen Depression. Zentrale Anliegen: eine optimierte Versorgungssituation und eine Verringerung des Leidens von Patient/innen und ihren Angehörigen.

12/03/2026

Kleine Pause, große Wirkung. ✨
Entspannungsübungen helfen dir, Körper und Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen.

Speichere dir die Übung für stressige Tage 🧘🏽‍♀️

10/03/2026

Stress ist nicht nur das, was passiert sondern auch, wie schwer es sich für uns anfühlt. 🧠✨

Unsere Wahrnehmung von Stress kann einen grossen Einfluss auf unsere psychische Gesundheit haben.

Wie gehst du mit Stress um? 💆🏽💆🏽‍♀️

📚Karyotaki, E., Cuijpers, P., Albor, Y., Alonso, J., Auerbach, R. P., Bantjes, J., Bruffaerts, R., Ebert, D. D., Hasking, P., Kiekens, G., Lee, S., McLafferty, M., Mak, A., Mortier, P., Sampson, N. A., Stein, D. J., Vilagut, G. & Kessler, R. C. (2020). Sources of Stress and Their Associations With Mental Disorders Among College Students: Results of the World Mental Health Surveys International College Student Initiative. Front. Psychol. 11:1759. doi:10.3389/fpsyg.2020.01759

09/03/2026

Box Breathing hilft deinem Nervensystem, wieder runterzufahren.
Einatmen – halten – ausatmen – halten.

Speichere dieses Video für später. 🌿

08/03/2026

Stress kann auf verschiedene Weise definiert werden. Lazarus und Folkman (1984) beschreiben die Entstehung von Stress in ihrem transaktionalen Stressmodell als das Ergebnis, wenn eine Situation als gefährlich wahrgenommen wird und gleichzeitig die iegene Ressourcen als unzureichend eingeschätzt werden. Folglich sind die Anforderungen bei Anwesenheit von Stress höher als die verfügbaren Ressourcen. In Reaktion darauf mobilisiert der Körper Ressourcen, um den empfundenen Stress zu bewältigen (Seyle, 1936), was oft als“Kampf-oder-Flucht-Reaktion“ bezeichnet wird (Cannon, 1929). Diese Stressreaktion dient dem Überleben, indem sie dem menschlichen Körper durch die Aktivierung des sympathischen Nervensystems ermöglicht, sich an verändernde und gefährliche Umgebungen anzupassen (Cannon, 1929; O’Connor et al., 2021).

📚Lazarus, R. R., ¬ Folkman, S. (1984). Stress, appraisal, and coping. Springer Publishing Company.
Selye, H. (1936). A Syndrome produced by Diverse Nocuous Agents. Nature, 138(3479), 3479. https://doi.org/10.1038/138032a0
📚Cannon, W. B. (1929). Bodily changes in pain, hunger, fear and rage (S.404). Appleton.
📚O’Connor, D. B., Thayer, J. F., & Vedhara, K. (2021). Stress and Health. A Review of Psychobiological Process. Annual Review of Psychology, 72(1), 663-688. https://doi.org./10.1146/annurev-psych-062520-122331

05/03/2026

Gefühle bei hoher emotionaler Intensität zu benennen reduziert Distress - das zeigt eine Studie von Levi-Gigi & Shamay-Tsoory (2022).

Wie fühlst du dich gerade?

📚Levy-Gigi, E. & Shamay-Tsoory, S. (2022). Affect labelling: The role of timing and intensity. PLoS ONE 17(12): e0279303. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0279303

04/03/2026

Emotionen sind nicht nur positiv oder negativ - sie sind vielfältig. 😁☺️😒😢🙄

Das Konzept der Emodiversität beschreibt, wie viele unterschiedliche Emotionen Menschen erleben und differenziert wahrnehmen können. Forschungsergebnisse zeigen: Personen mit hoher Emodiversität berichten weniger depressive Symptome und weisen bessere objektive körperliche Gesundheitsindikatoren auf.
Dieser Zusammenhang bleibt bestehen unabhängig vom durchschnittlichen Ausmass positiver oder negativer Emotionen.

Entscheidend scheint also nicht nur zu sein, wie oft wir positive oder negative Gefühle erleben - sondern wie differenziert wir unsere Gefühle wahrnehmen und benennen können.

📚Quoidbach, J., Gruber, J., Mikolajczak, M., Kogan, A., Kotsou, I., & Norton, M. I. (2014). Emodiversity and the emotional ecosystem. Journal of experimental psychology. General, 143(6), 2057-2066. https://doi.org/10.1037/a0038025

👉🏼Studien zeigen: Depression verändert die Art, wie unser Gehirn Schmerz verarbeitet. Die sogenannte Schmerzschwelle sin...
30/04/2025

👉🏼Studien zeigen: Depression verändert die Art, wie unser Gehirn Schmerz verarbeitet. Die sogenannte Schmerzschwelle sinkt – Reize, die normalerweise nur leicht unangenehm wären, werden als deutlich intensiver empfunden.
In der Behandlung ist es deshalb wichtig, psychische und körperliche Symptome gemeinsam zu betrachten – z. B. durch interdisziplinäre Therapieansätze aus Psychotherapie, Bewegung und gegebenenfalls medikamentöser Unterstützung.

Viele Betroffene beschreiben emotionale Taubheit, innerlich wie abgeschnitten zu sein – von sich selbst, von anderen, vo...
30/04/2025

Viele Betroffene beschreiben emotionale Taubheit, innerlich wie abgeschnitten zu sein – von sich selbst, von anderen, vom Leben. Es bedeutet nicht, dass man nichts empfindet, sondern, dass der Zugang zu den Gefühlen blockiert ist. Und genau daran kann man arbeiten. 
 
In der Psychotherapie wird z. B. mit sogenannten achtsamkeitsbasierten Übungen gearbeitet, um wieder Zugang zu Gefühlen zu finden – etwa durch bewusste Körperwahrnehmung oder Imaginationsübungen. Auch kreative Methoden wie freies Schreiben oder Malen helfen, innere Emotionen sanft anzuregen, ohne sie zu erzwingen.
Ein möglicher erster Schritt: Jeden Tag eine kleine „Gefühlsnotiz“ schreiben, ganz ohne Druck, einfach nur: „Was nehme ich heute wahr? Körperlich? Emotional?“ Auch wenn die Antwort lautet: „Ich weiß es nicht.“ – das ist okay. Sei geduldig mit dir selbst.
 

Wenn sich dir jemand anvertraut, ist das ein Zeichen von Vertrauen – und es ist vollkommen okay, sich kurz zu fragen, wi...
22/04/2025

Wenn sich dir jemand anvertraut, ist das ein Zeichen von Vertrauen – und es ist vollkommen okay, sich kurz zu fragen, wie man am besten reagiert.
Das Wichtigste zuerst: Zuhören. Ohne zu bewerten, ohne vorschnelle Ratschläge. Einfach nur da sein und dem anderen Raum geben. Oft geht es gar nicht darum, sofort eine Lösung zu finden – sondern darum, gehört und verstanden zu werden. Frag lieber: „Was brauchst du gerade?“ oder „Wie kann ich dich unterstützen?“, statt ungefragt Tipps zu geben.
Es reicht oft schon, ein sicherer Ort für die Gefühle eines anderen Menschen zu sein. Das vermittelt: Du bist nicht allein. Ich bin für dich da.
Wenn du unsicher bist, wie du helfen kannst, frag nach. Denk daran: Auch wenn du für jemanden da bist, musst du nicht alles alleine tragen – auch gemeinsam professionelle Hilfe zu suchen, kann ein wichtiger Schritt sein.
Zuhören kann viel bewirken. Mehr, als du vielleicht denkst. 
 
 

💡👉🏼 Der Zustand deines Darms kann deine Stimmung und psychische Gesundheit beeinflussen. Dies liegt am sogenannten Mikro...
17/04/2025

💡👉🏼 Der Zustand deines Darms kann deine Stimmung und psychische Gesundheit beeinflussen. Dies liegt am sogenannten Mikrobiom, der Gemeinschaft von Billionen Mikroorganismen in deinem Darm.

Ein Ungleichgewicht in der Darmflora, z. B. durch Stress, ungesunde Ernährung oder Antibiotika, kann zu Entzündungen führen und die Produktion wichtiger Botenstoffe wie Serotonin beeinträchtigen. Wusstest du, dass etwa 90 % des körpereigenen Serotonins im Darm produziert werden?

Was du tun kannst, um dein Mikrobiom zu unterstützen:

Ballaststoffreiche Ernährung: Unterstützt das Wachstum guter Darmbakterien.
Probiotika: Z.B. in Naturejogurt, helfen das Mikrobiom zu stärken.
Stressreduktion: Stress kann die Darmgesundheit stark beeinträchtigen.

Warum fällt es uns oft schwer, über unsere Gefühle zu sprechen?Gefühle zu zeigen, ist ein Zeichen von Mut! Emotionale Of...
10/04/2025

Warum fällt es uns oft schwer, über unsere Gefühle zu sprechen?
Gefühle zu zeigen, ist ein Zeichen von Mut! Emotionale Offenheit hilft uns, gesunde Beziehungen aufzubauen und psychisch gesund zu bleiben.
Wie gehst du mit deinen Gefühlen um? Schreib es in die Kommentare!

Warum ist es wichtig, über Gefühle zu sprechen?Ganz einfach: Weil es uns guttut. Studien zeigen, dass emotionale Offenhe...
08/04/2025

Warum ist es wichtig, über Gefühle zu sprechen?
Ganz einfach: Weil es uns guttut. Studien zeigen, dass emotionale Offenheit Stress reduziert, unsere psychische Gesundheit stärkt und Nähe in Beziehungen schafft. Sowohl das Sprechen über Gefühle als auch das schriftliche Ausdrücken von Gefühlen hat positive Effekte.
Ford et al. (2018) fanden heraus, dass das Akzeptieren und Ausdrücken negativer Gefühle langfristig zu mehr psychischem Wohlbefinden führt. Wer seine Emotionen regelmässig teilt, fühlt sich oft entlasteter, weniger überfordert und kann leichter mit schwierigen Situationen umgehen. Andersherum kann das Unterdrücken von Gefühlen schaden: Es fördert Grübeln, Einsamkeit und kann sogar depressive Symptome verstärken.
Also: Gefühle zeigen ist kein Zeichen von Schwäche – sondern von Stärke und Selbstfürsorge.
 
 

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