IG24 Initiave für Gerechtigkeit in der Personenbetreuung in Österreich

02/09/2026

📢Wir haben bei unserem Protest eine klare Botschaft an die österreichische Politik gesendet. 📢

Die Mehrheit der rund 57 000 Personenbetreuer:innen in Österreich sind migrantische Frauen, die für mehrere Wochen ihre Familien verlassen, in Privathaushalten rund um die Uhr arbeiten und dabei häufig mit Scheinselbstständigkeit, fehlender sozialer Absicherung und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen konfrontiert sind.

Diese Frauen erhalten kaum Zugang zu sozialen Leistungen und zu fairen Pensionen. 🫤

Wir akzeptieren keine leeren Versprechungen mehr - wir FORDERN echte Maßnahmen, die uns vor Altersarmut und Krankheit bewahren!

Helft uns dabei, unsere Forderungen durchzusetzen! Liked und teilt den Beitrag in eurer Story, euren Communitys ❤️ Danke!

💰Familienbeihilfe für Betreuer:innenDie Familienbeihilfe ist eine finanzielle Unterstützung für Eltern, die in Österreic...
02/09/2026

💰Familienbeihilfe für Betreuer:innen

Die Familienbeihilfe ist eine finanzielle Unterstützung für Eltern, die in Österreich grundsätzlich bis zum 18. Lebensjahr des Kindes gezahlt wird. Bei einer aufrechten Berufsausbildung oder einem Studium kann die Leistungsdauer (in der Regel bis zum 24. Lebensjahr) verlängert werden. Hat das Kind eine erhebliche Behinderung, wird eine erhöhte Familienbeihilfe gewährt. Doch wie schaut das eigentlich für unsere Kolleg:innen aus? Im heutigen Beitrag möchten wir euch die relevanten Infos dazu geben.

Betreuer:innen mit Kindern haben Anspruch auf Familienbeihilfe aus Österreich, auch wenn der Familienwohnsitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat (z.B. Rumänien, Slowakei, Ungarn) liegt. Wird eine Familienbeihilfe aus dem Herkunftsland bezogen, so zahlt Österreich einen Differenzzahlung auf sein Leistungsniveau auf.

Für jedes Kind gibt es einen bestimmten Grundbetrag. Seine Höhe hängt vom Alter des Kindes ab. Ab 1.1.2026 gelten folgende Werte:

💰ab Geburt: 138,40 Euro
💰ab 3 Jahren: 148,00 Euro
💰ab 10 Jahren: 171,80 Euro
💰ab 19 Jahren: 200,40 Euro

Zusätzlich Geld gibt es, wenn ihr mehr als ein Kind habt:
💰für zwei Kinder beträgt der Zusatzbetrag 17,20 Euro
💰für drei Kinder 63,30 Euro
💰für vier Kinder 128,40 Euro, etc.

--> Mehr Infos zu der Höhe der Familienbeihilfe findet ihr hier: https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/familie_und_partnerschaft/familienbeihilfe/Seite.080714

👇Wichtige Grundvoraussetzung:
Die antragstellende Person muss über die SVS pflichtversichert und das Gewerbe darf nicht ruhend gemeldet sein (Ausnahme: Gewerberuhendmeldung nach der Geburt des Kindes in den ersten 48 Monaten) . Das Finanzamt Österreich prüft besonders streng, ob die Selbstständigkeit tatsächlich aktiv ausgeübt wird (aktiver Betreuungsvertrag, Honorarnachweise, SVS-Pflichtversicherung).
Für den Antrag auf Gewährung der Differenzzahlung beim Finanzamt wird das Antragsformular Beih38 benötigt, für die erhöhte Familienbeihilfe wegen erheblicher Behinderung des Kindes müsszusätzlich das Formular BEIH3 eingereicht werden.

👉Für die Antragstellung ist der Nachweis der Familienbehörde des Herkunftslandes über den Erhalt oder Nichterhalt von Familienleistungen, ein Nachweis über den rechtmäßigen Aufenthalte, die Geburtsurkunde des Kindes und für volljährige Kinder einen Nachweis einer laufenden Berufsausbildung oder Studienbestätigung erforderlich. Ehepartner:innen müssen zudem eine Heiratsurkunde bzw. Scheidungsurkunde vorweisen.

Um die aktive Erwerbstätigkeit in Österreich nachzuweisen und somit Anspruch auf die Leistung zu erhalten, müssen Personenbetreuer:innen Nachweise über aktive Beschäftigung/SVS-Versicherung wie etwa durch einen Auszug aus dem Gewerbeinformationssystem Austria (GISA / Gewerbeschein), einen SVS-Versicherungsdatenauszug, einen aktuellen Einkommensteuerbescheid sowie den aktuellen Betreuungsvertrag und Honorar vorlegen. .

👇Alle nötigen Antragsformulare findet ihr hier. service.bmf.gv.at/service/anwend/formulare/show_mast.asp?s=Beihilfen&Typ=SM&Styp=KAT

👇Mehr Infos findet ihr in unserer Broschüre unter ig24.at/de/thema/informations-videos/ oder in der kostenlosen Beratung mit unseren Beratungsteams in Erstsprache.

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„Wir kümmern uns um alle – wer kümmert sich um uns?“ Ein Rückblick auf unseren Protest als KurzfilmIm Juni 2026 sind wir...
26/08/2026

„Wir kümmern uns um alle – wer kümmert sich um uns?“
Ein Rückblick auf unseren Protest als Kurzfilm

Im Juni 2026 sind wir gemeinsam auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „Wir kümmern uns um alle – wer kümmert sich um uns?“ haben wir lautstark auf zwei brennende Ungerechtigkeiten aufmerksam gemacht: Altersarmut durch zu niedrige Pensionen und die fehlende soziale Sicherung für Personenbetreuer:innen.
Unser neuer Kurzfilm lässt diesen kraftvollen Tag noch einmal lebendig werden. Er ist Erinnerung, Zeichen unseres Widerstands und vor allem ein tief empfundenes DANKESCHÖN an alle, die diesen Protest getragen haben.

Ein besonderer Dank gilt:
Dem Kernteam, das unzählige ehrenamtliche Stunden und unendliche Kreativität in die Organisation gesteckt hat.
Den anwesenden Betreuer:innen, die ihren Forderungen mit mutigen Stimmen Nachdruck verliehen haben.
Der Moderation, allen Redner:innen sowie den mitwirkenden Künstler:innen und Initiativen:

InterAct • Amnesty International • Undok • LEFÖ • Lia Sudermann • DREPT • Sozial aber nicht blöd • AG FemStreik • Initiativa24 • Betreuer • internationale Solidaritätsbotschaften • Fairsorgen • die Sänger:innen des Nobelchors • Stillgelegt
Den Filmemacher:innen, die diese Emotionen und Forderungen so eindrucksvoll festgehalten haben.

Sichtbarkeit ist unser stärkstes Werkzeug. Schaut euch den Film an und teilt ihn in euren Netzwerken, Gruppen und Initiativen. Leitet ihn an Kolleg:innen, Freund:innen und solidarische Strukturen weiter – denn je mehr Menschen wir erreichen, desto lauter wird unsere gemeinsame Stimme für soziale Gerechtigkeit für Personenbetreuer:innen!

Der Film steht euch in fünf Sprachen zur Verfügung:

Deutsch: www.ig24.at/de/wir-kuemmern-uns-um-alle-wer-kuemmert-sich-um-uns/

Slowakisch: https://ig24.at/sk/video-starame-sa-o-vsetkych-kto-sa-stara-o-nas/

Rumänisch: https://ig24.at/ro/video-noi-avem-grija-de-toti-dar-cine-are-grija-de-noi/

Ungarisch: https://ig24.at/hu/video-mi-gondoskodunk-mindenkirol/

Kroatisch: https://ig24.at/hr/brinemo-o-svima-tko-brine-o-nama/

🎭Forumtheater „Geteiltes Leben“:Interaktives Theaterstück zum Thema Personenbetreuung kommt nach WienVorhang auf für “Ge...
21/08/2026

🎭Forumtheater „Geteiltes Leben“:
Interaktives Theaterstück zum Thema Personenbetreuung kommt nach Wien

Vorhang auf für “Geteiltes Leben”! In Kooperation mit InterACT und Inspire haben wir im vergangenen Jahr ein interaktives Forumtheater erschaffen, in dem zwei rumänische Betreuer:innen selbst auf der Bühne stehen und die Lebensrealität von ihnen und ihren Kolleg:innen eindrucksvoll schildern. Nach den erfolgreichen Aufführungen in Graz kommt das Forumtheater im September nach Wien! Das Stück wirft einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen der Personenbetreuung. Die Stimmen der Betreuer:innen stehen direkt im Mittelpunkt, neben den zwei Darsteller:innen, die gemeinsam mit dem Interact-Ensemble auf der Bühne stehen, machen eingewobene Videoszenen in das Stück die Realität von Betreuer:innen für das Publikum greifbar.

👉Gemeinsam vom Zuschauen zum Handeln
Das Publikum des Theaterstücks schaut nicht nur zu, sondern sucht gemeinsam am 28. September 2026 nach Lösungen und geht direkt in die Diskussion. Bei der Aufführung des Legislativen Theaters, welches am 29. September 2026 stattfindet, gehen wir noch einen Schritt weiter: Im Anschluss an die Aufführung diskutieren Zuschauer:innen gemeinsam mit den Darsteller:innen direkt mit eingeladenen Vertreter:innen aus Politik, Interessenvertretungen und Behörden über konkrete politische Veränderungen.

📅WANN:
28. September (19:30 Uhr): Forumtheateraufführung
29. September (13:30 – 16:00 Uhr): Legislatives Theater & Politik-Diskussion

📍WO:
OFF Theater Kirchengasse 41, 1070 Wien
Eintritt & Reservierung:

🎫Betreuer:innen aufgepasst!
Pro Vorstellung werden 20 Karten kostenlos an Betreuer:innen vergeben, wir bitten um vorherige Anmeldung unter [email protected] oder telefonisch unter +43 650 7209 350

🔍Komm vorbei, genieße einen Abend im Theater und diskutiere mit – jede Stimme ist wichtig!

🔍“Plattform Personenbetreuung” fordert Qualität - doch für wen eigentlich?Im Juli veröffentlichte die „Plattform Persone...
19/08/2026

🔍“Plattform Personenbetreuung” fordert Qualität - doch für wen eigentlich?

Im Juli veröffentlichte die „Plattform Personenbetreuung“, eine Initiative, welche die Interessen von WKO-Standesvertretungen, Vermittlungsagenturen, Großanbietern und Wohlfahrtsorganisationen bündelt, eine Presseaussendung zur Personenbetreuung. Die Forderungen klingen auf den ersten Blick plausibel: Mehr Qualität, höhere staatliche Förderungen und eine stärkere Einbindung von diplomiertem Pflegepersonal.

Die IG24 - eine selbstorganisierte Initiative von Betreuer:innen für Gerechtigkeit in der Personenbetreuung - wurde zur Erstellung des Positionspapiers nicht eingeladen. Zwar waren ein paar Betreuer:innen am Prozess beteiligt, die im Artikel formulierten Vorschläge stammen jedoch größtenteils von Agenturbesitzer:innen- und Vermittler:innen.. Zwar werden höhere Förderungen für Betreuungsfamilien gefordert, fraglich ist nur, ob diese bei den Betreuer:innen ankommen oder nicht bzw, wie die Aufwendung von Förderungen vom Staat kontrolliert wird . Die “Plattform Personenbetreuung” fordert zwar mehr Qualität, meint aber die Aufrechterhaltung des Systems für Vermittlungsagenturen und das bestehende Gewerbemodell, in dem Personenbetreuer:innen als (Schein-) Selbstständige tätig sind.

📣Als IG24 solidarisieren wir uns ausdrücklich mit den Betreuungsfamilien. Wir unterstützen die Forderung nach höheren staatlichen Zuschüssen vollkommen, denn die finanzielle Belastung ist für viele Familien groß. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass höhere staatliche Zuschüsse bisher kaum bei den Betreuer:innen ankommen. Ein beträchtlicher Teil der Gelder versickert nach wie vor im unregulierten Agentursektor. Für unsere Kolleg:innen bedeutet eine höhere Förderung bisher weder ein faires Honorar noch eine bessere soziale Absicherung oder der Schutz vor Altersarmut. Wir Betreuer:innen tragen das volle unternehmerische Risiko, ohne Lohnfortzahlung im Krankenstand, ohne bezahlten Urlaub und mit der Aussicht auf Altersarmut, da die Pensionen sehr gering sind. Um eine qualitätsvolle Betreuung zu gewährleisten, müssen staatliche Subventionen in alternative Anstellungsmodelle fließen, ansonsten wird Österreich auf Dauer kein attraktiver Arbeitsort für Betreuer:innen mehr sein.

Zudem werden Betreuer:innen in hohem Ausmaß durch die dubiosen Praktiken vieler Vermittlungsagenturen stark benachteiligt, was Österreich als Arbeitsort ebenso unattraktiv macht. Ebenso leiden darunter die Betreuungsfamilien. Ein freiwilliges Zertifizierungsprogramm reicht nicht aus. Es braucht gesetzliche Regeln, effektive Beschwerdemechanismen und staatliche Kontrolle.

👇Ihr wollt mehr über die IG24 wissen und uns unterstützen? Alle Infos findet ihr auf www.ig24.at

👇Den Artikel findet ihr unter www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260715_OTS0050/expertentalk-zum-tag-der-personenbetreuung-bricht-eine-lanze-fuer-mehr-qualitaet-in-der-24-stunden-betreuung

👇Im letzten Post haben wir aufgeschlüsselt, wofür wir als IG24 zuständig sind und wofür nicht. Heute möchten wir euch ei...
12/08/2026

👇Im letzten Post haben wir aufgeschlüsselt, wofür wir als IG24 zuständig sind und wofür nicht. Heute möchten wir euch einen Überblick über die bereits von uns erstellten kostenlosen Hilfsangeboten, digitalen Services und Dokumenten geben.

🔍Die Online-Beratungsplattform:
Damit Betreuer:innen bei rechtlichen Problemen, unfairen Verträgen oder Konflikten nicht allein gelassen werden, gibt es unsere Online-Beratungsplattform. Darüber können Kolleg:innen unkompliziert Anfragen stellen. Von unserem Beratungsteam und in Kooperation mit Jurist:innen erhalten Betroffene vertrauliche Beratung in ihrer Erstsprache (derzeit Slowakisch, Rumänisch und dank der Unterstützung von Ehrenamtlichen, begrenzt auf Ungarisch und Kroatisch).

👉Beratungen können hier angefragt werden: www.beratung.ig24.at/de/cases/open/

🔍Unsere mehrsprachigen Informationsvideos - und Broschüre:
Gemeinsam mit Kooperationspartner:innen bereiten wir wichtige Themen in leicht verständlichen Informations-Videos auf. In diesen Kurzvideos erfahren Betreuer:innen kompakt alles Wesentliche zu ihren Rechten und Pflichten, zur Sozialversicherung (SVS), zu den Agenturen oder zum richtigen Verhalten in Gewalt- und anderen Notfallsituationen. Alle grundlegenden Informationen enthält auch unsere Informationsbroschüre, die heruntergeladen werden kann.

👉Schaut euch die Videos hier an: www.ig24.at/de/thema/informations-videos/

🔍Die Online Ratgeberin:
Die Online Ratgeberin berät euch niederschwellig und unkompliziert in eurer Muttersprache. Ihr habt fragen rund um die Personenbetreuung? Dann klickt euch durch unsere Online Ratgeberin.

👉Hier gehts zur Online Ratgeberin: www.ratgeberin.ig24.at/de-at/

🔍Praktische Tools zum Download:
Im Download-Bereich auf unserer Website stellen wir rechtlich geprüfte Instrumente zur Verfügung, die Betreuer:innen direkt in ihrer täglichen Praxis vor Ort nutzen können:
📝Musterbetreuungsvertrag: Die Vertragsvorlage, in der Betreuer:innen ihre Arbeitsbedingungen selbstbestimmt mit den zu betreuenden Personen und deren Angehörigen festhalten können.
📝Musterdokumente & Formulare: Praxisnahe Vorlagen für Honorarnoten, die Betreuungsdokumentation sowie Formulare zur ordnungsgemäßen Übertragung pflegerischer/ärztlicher Tätigkeiten.
📝Informationsflyer: Informationen zu Themen wie SVS-Leistungen und Gewaltprävention am Arbeitsplatz und Gesundheit im Arbeitsalltag.

👉Hier geht’s zum Download: www.ig24.at/de/thema/downloads/

🔍Informationen für Betreuungsfamilien:
Gute Rahmenbedingungen im Haushalt sind wichtig, um eine qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten. Auf unserer Website bieten wir gezielte Informationen für zu betreuende Personen und ihre Familien. In dem Leitfaden findet man konkrete Empfehlungen, wie eine gute Zusammenarbeit mit Betreuer:innen gelingen kann. Wenn eure Klient:innen bzw. ihre Angehörigen ein gutes Verständnis für eure Arbeit haben, gesprächsbereit sind, oder mehr Informationen über die Personenbetreuung haben wollen, ist dieser Leitfaden eine wertvolle Informationsquelle. Auch in Familien, in denen die Situation nicht gerade optimal ist und/oder ein Informationsmangel herrscht, könntet ihr euch auf diesen Leitfaden berufen. In vielen Fällen sind Betreuungsfamilien wenig oder schlecht informiert und daher kommt es zu Missverständnissen. Natürlich ist ebenso hier die Voraussetzung, dass die Familien bereit sind, zu reflektieren und die Informationen nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern auch umzusetzen. Wenn es also um die Aufklärung geht, stellt der Leitfaden einen guten Anfang dar. In Familien, in welchen keine Aufklärung hilft, muss man andere Mittel ergreifen.

👉Mehr dazu erfahrt ihr unter: www.ig24.at/de/informationen-fuer-pflegebeduerftige-angehoerige/

🔍Wissenschaftliche Studien:
Gemeinsam mit Forschungspartner:innen wurden bereits diverse Studien zur Personenbetreuung veröffentlicht.

👉Die Studien könnt ihr hier nachlesen: www.ig24.at/de/studien-analysen/

👇Schon Mitglied?
Mit einer kostenlosen Mitgliedschaft kannst du die IG24 unterstützen und unseren Forderungen mehr Gewicht verleihen! Mehr dazu unter www.ig24.at/de/kontakt/

IG24: Das sind wir. Das sind wir nicht.Immer wieder entstehen Unklarheiten darüber, was wir als IG24 konkret tun und wof...
07/08/2026

IG24: Das sind wir. Das sind wir nicht.

Immer wieder entstehen Unklarheiten darüber, was wir als IG24 konkret tun und wofür wir zuständig sind. Häufig wird uns eine Expertise zugeschrieben, die wir in dieser Form nicht bieten, da der Großteil unsere Berater:innen ehrenamtlich und auf kollegialer Basis unterstützt. Aus diesem Grund haben wir im heutigen Post für euch zusammengefasst, wer wir sind - und wer wir nicht sind!

😍Das macht die IG24:

Die IG24 ist ein selbstorganisierter Verein aus Personenbetreuer:innen, welcher von Aktivist:innen unterstützt wird. Wir organisieren uns gemeinsam und kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen in der Personenbetreuung und setzen uns zum Ziel, unsere Interessen zu vertreten! Wir bieten Unterstützung für Betreuer:innen an, die in der eigenen Community tätig werden wollen. Zudem bieten wir kostenlose Informationen und Beratung in Erstsprache rund um die Personenbetreuung an und versuchen, Betreuer:innen zu mobilisieren, gemeinsam mit uns politisch aktiv zu werden und für unsere Rechte zu kämpfen!

❌Das macht die IG24 nicht:’

Gerne unterstützen und beraten wir bei Konflikten mit den Betreuungsfamilien und den zu betreuenden Personen, wir sind jedoch keine Vermittlungsagentur und vermitteln unsere Kolleg:innen nicht zu ihren Klient:innen. In Zusammenarbeit mit Jurist:innen können wir derzeit auf deutsch, rumänisch und slowakisch bei Rechtsfragen beraten.

🔍Eigeninitiative ist das wichtigste Werkzeug der IG24 - nur gemeinsam mit EUCH können wir es schaffen, die strukturellen Bedingungen zu verbessern.

👇Ihr wollt uns unterstützen? Dann helft uns dabei, unsere Reichweite zu verbessern: folgt uns auf Facebook unter www.facebook.com/IG24Personenbetreuung/?locale=de_DE und auf Instagram unter www.instagram.com/ig_24h/

Schwerer Zugang zur Schwerarbeitspension? Bei unserer durchgeführten Umfrage im Mai 2026 haben wir über tausend Kolleg:i...
05/08/2026

Schwerer Zugang zur Schwerarbeitspension?
Bei unserer durchgeführten Umfrage im Mai 2026 haben wir über tausend Kolleg:innen befragt, welche Sorgen und Anliegen sie in ihrer Arbeit in Österreich am meisten beschäftigen. Die Ergebnisse dieser Befragung bildeten die Grundlage für unseren Protest, den wir im Juni vor dem Sozialministerium veranstaltet haben.Die Antworten sprechen eine klare Sprache: Neben dem Wunsch nach einer Pension, die einen würdevollen Ruhestand ermöglicht, und nach ausreichender sozialer Absicherung fordern 73 % der Betreuer die Anerkennung ihrer Tätigkeit als Schwerarbeit.
Die Hürden für die Schwerarbeitspension, welche es ermöglicht, in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen, sind jedoch sehr hoch. Leider können viele Kolleg:innen diese Voraussetzungen kaum erfüllen. Die Personenbetreuung wurde in Österreich erst im Jahr 2008 legalisiert, die Betreuer:innen können bis heute daher nur 18 Versicherungsjahre nachweisen - es braucht jedoch 45 Versicherungsjahre, davon mindestens zehn Jahre an anerkannter Schwerarbeit in den letzten 20 Jahren, um mit 60 Jahren in Pension gehen zu können. Die Personenbetreuung ist in Österreich nicht als Schwerarbeit angeführt.Gleichzeitig dürfen Betreuer:innen beim Pensionsantritt nicht mehr pflichtversichert sein und nur ein sehr geringes Einkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze beziehen.

Nachtdienste im Schicht- oder Wechseldienst (mindestens 6 Stunden zwischen 22:00 und 06:00 Uhr an mindestens 6 Tagen im Monat) gelten als Schwerarbeit. Hinzu kommt, dass selbstständige Personenbetreuer:innen ihre Schwerarbeitszeiten nicht automatisch angerechnet bekommen. Während dies bei Angestellten durch den Arbeitgeber erfolgt, müssen selbstständige Betreuer:innen selbst einen Antrag bei der SVS stellen und ihre Schwerarbeitszeiten nachweisen. Der tatsächliche Zugang bleibt also für viele Kolleg:innen jedoch mit hohen Hürden verbunden.
Das Thema Schwerarbeitspension würden wir ebenso gerne mit der Sozialministerin besprechen. Dabei möchten wir ihr erläutern, dass die Betreuung in bestimmten Fällen die Voraussetzungen für Schwerarbeit erfüllen kann. Außerdem wollen wir die besondere Situation ansprechen, dass aufgrund der im Legalisierungsprozess 2007/2008 vorgesehenen Ausnahmen eine rückwirkende Anerkennung von Versicherungszeiten nicht möglich ist. Dadurch sind viele Betroffenen Versicherungsjahre verloren gegangen, was sich bis heute nachteilig auf ihre sozialversicherungsrechtlichen Ansprüche auswirkt.
Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Arbeits- und Lebensrealität der Personenbetreuung endlich anerkannt wird. Betreuer:innen verdienen nicht nur Dankbarkeit, sondern auch eine faire soziale Absicherung und einen realistischen Zugang zu einer würdevollen Pension. Bei Fragen berät euch unser Beratungsteam gerne in Muttersprache → beratung.ig24.at/de/cases/open/

🤨🔍Schweigen statt Dialog – erneut keine Reaktion auf unseren aktuellen Kommentar vom Sozialministerium!Am 23. Juni haben...
31/07/2026

🤨🔍Schweigen statt Dialog – erneut keine Reaktion auf unseren aktuellen Kommentar vom Sozialministerium!

Am 23. Juni haben wir vor dem Sozialministerium protestiert. Anlass waren die massiven sozialen Probleme in der Personenbetreuung: Pensionen von teilweise nur rund 150 Euro im Monat, Altersarmut, fehlende soziale Absicherung infolge der Scheinselbstständigkeit und prekäre Arbeitsbedingungen für rund 57.000 Personenbetreuer:innen in Österreich.

Sozialministerin Korinna Schumann wurde mehrfach zu unserem Protest eingeladen. Wir wollten mit ihr über diese Missstände sprechen und konkrete Lösungsvorschläge diskutieren. Eine Antwort blieb aus. Erst am 20. Juli gab es eine erste öffentliche Reaktion der Ministerin – allerdings nicht auf unsere Forderungen, sondern in Form eines Facebook-Beitrags, in dem das Qualitätszertifikat ÖQZ-24 für Vermittlungsagenturen gelobt wurde. Mit keinem Wort wurden die existenziellen Probleme der Betreuer:innen erwähnt.

Dabei greift das ÖQZ-24 aus unserer Sicht viel zu kurz. Es handelt sich um ein freiwilliges Zertifizierungsprogramm, dem sich derzeit lediglich ein Bruchteil der rund 900 registrierten Vermittlungsagenturen angeschlossen hat. Freiwilligkeit ersetzt jedoch keine verbindlichen gesetzlichen Standards und keine wirksame Kontrolle. Gerade in einer Branche, in der Vermittlungsagenturen eine zentrale Rolle spielen, erhebliche Gewinne erzielen und indirekt auch von öffentlichen Förderungen profitieren, braucht es klare gesetzliche Verpflichtungen statt freiwilliger Selbstverpflichtungen.

Deshalb haben wir vergangenen Freitag einen ausführlichen und sachlichen Kommentar unter den Facebook-Beitrag der Ministerin veröffentlicht. Darin haben wir erläutert, warum aus unserer Sicht die bestehende Verordnung für Vermittlungsagenturen weiterentwickelt werden muss, warum wichtige Qualitätsstandards für alle Agenturen verpflichtend sein sollten und warum die dramatische soziale Situation der Personenbetreuer:innen endlich politische Aufmerksamkeit verdient. Gleichzeitig haben wir unsere Gesprächsbereitschaft erneut bekräftigt und die Ministerin eingeladen, mit uns über unsere Forderungen zu diskutieren.

Auch eine Woche später gibt es darauf keine Reaktion - weder auf unser Kommentar, noch auf die zahlreichen E-Mails, die unsere Kolleg:innen und Unterstützer:innen an Frau Schuhmann geschickt haben! Personenbetreuung braucht faire Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und eine würdige Altersversorgung für die Betreuer:innen selbst. Die Betroffenen haben ein Recht darauf, gehört zu werden. Das österreichische Sozialministerium hat bis zum heutigen Tag KEINE Reaktion auf unsere Forderungen gezeigt.

👇Was ist eure Meinung dazu? Schreibt es in die Kommentare!

29/07/2026

📢📢Wir haben protestiert - das Sozialministerium schweigt.

Und wie sieht es bei euch aus, Kolleg:innen? Habt ihr schon Antworten auf eure E-Mails bekommen?

Jahrzehntelange harte Arbeit darf nicht in Altersarmut enden. Deshalb standen faire Pensionen und soziale Absicherung im Krankheitsfall im Mittelpunkt unserer Protestaktion am 23. Juni vor dem Sozialministerium. Auf die mehrmalige Einladung für ein Gespräch am Protest hat das Sozialministerium leider nicht reagiert.

Deshalb haben wir vor Ort eine E-Mail Aktion gestartet, um Frau Ministerin Schuhmann unser Anliegen zu schildern. Wir haben ebenso einen Aufruf mit einer E-Mail Vorlage auf FB gepostet, damit interessierte Kolleg:innen die E-Mails an das Sozialministerium selbst schicken können. Aus euer Interaktion unter dem Aufruf wissen wir, dass viele Kolleg:innen ihn unterstützt haben. Danke dafür!

Entnommen der Facebook-Seite der Sozialministerin wurde letzte Woche das Zertifizierungsprogramm für Vermittlungsagenturen im Zuge der Rezertifizierung hervorgehoben. Generell steht dieser Punkt als Priorität im Regierungsprogramm.
Wie wir in unseren vorherigen Posts informiert haben, bekamen wir bisher keine Reaktion auf unsere Protest- und E-Mailaktion vom Sozialministerium. Wie sieht es bei euch, liebe Kolleg:innen aus, die die E-Mail an das Sozialministerium abgeschickt habt? Habt ihr bereits eine Antwort auf eure E-Mails erhalten? Wie war diese Antwort? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

👇Wir kümmern uns um alle - wer kümmert sich um uns?
Mehr Infos zur IG24 findet ihr unter www.ig24.at

Adresse

Schottengasse 3a
Vienna
1100

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