IG24 Initiave für Gerechtigkeit in der Personenbetreuung in Österreich

Wenn Menschenrechte nicht gewahrt werden…In Österreich ist das Recht auf Privatsphäre ein verfassungsmäßig verankertes G...
02/06/2026

Wenn Menschenrechte nicht gewahrt werden…

In Österreich ist das Recht auf Privatsphäre ein verfassungsmäßig verankertes Grundrecht, das in mehreren Gesetzen geregelt ist. Trotzdem haben Personenbetreuer:innen kaum Privatsphäre. Wir möchten im heutigen Beitrag einen Text einer Kollegin veröffentlichen, den sie zu diesem Thema geschrieben hat.

“Wir, die in der Personenbetreuung mit Wohnmöglichkeit arbeiten, stehen oft vor einem großen Problem: Wir haben keinen wirklich privaten Raum. Wir widmen unsere Zeit und unsere Energie den Menschen, die wir betreuen, damit sie Komfort und Würde haben — aber unsere eigene Würde wird manchmal völlig ignoriert.

Eines der Dinge, die mich am meisten belastet haben, ist, dass jederzeit jemand in mein Zimmer kommen kann, ohne anzuklopfen, ohne um Erlaubnis zu fragen, ohne Rücksicht darauf, dass ich dort wohne. Klient:innen oder sogar ihre Angehörige betreten das Zimmer, als wäre es einfach ein Abstellraum oder ein neutraler Teil des Hauses. Nicht überall passiert das — aber es passiert, und häufiger, als es sollte.

Und es gibt noch etwas, das die Situation zusätzlich erschwert: In meinem Zimmer befinden sich oft Schränke mit Kleidung oder persönlichen Gegenständen der Klient:innen. Das bedeutet, dass der Raum, in dem ich mich ausruhen und eigentlich zuhause fühlen sollte, gleichzeitig ein Lagerplatz für Dinge ist, die mir nicht gehören. Dadurch gibt es immer einen Grund, einen Vorwand, damit jemand hereinkommt. Ich kann die Tür hinter mir nie wirklich schließen, ich kann nie ganz abschalten und mich in dem mir zugewiesenen Raum nicht sicher fühlen.

Dabei ist das Recht auf Privatsphäre kein Privileg — es ist ein grundlegendes Menschenrecht, unabhängig davon, welchen Beruf jemand ausübt oder wo man vorübergehend lebt. Das österreichische Recht, einschließlich arbeitsrechtlicher Vorschriften und des Zivilrechts, erkennt das Recht auf Würde und Schutz der Privatsphäre an. Das Betreten des persönlichen Raumes ohne Zustimmung verletzt diese Prinzipien — besonders dann, wenn es regelmäßig geschieht.

Das ist ein Missbrauch — nämlich der Missbrauch durch Verletzung der Privatsphäre. Dass dies in einem beruflichen Umfeld geschieht, macht es nicht weniger schlimm, sondern im Gegenteil: Es wird zu einer subtilen Form Gewalt, die nach und nach das Selbstwertgefühl, das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der Betreuungskräfte zerstört. Die Dinge beim Namen zu nennen, ist der erste Schritt zur Veränderung.”

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Schreibt es in die Kommentare — jede Geschichte zählt, und gemeinsam können wir dieses Thema sichtbarer machen. 👇

🤧🤒Krank arbeiten, weil es keine soziale Absicherung gibt?Für viele Personenbetreuer:innen in Österreich ist das Realität...
29/05/2026

🤧🤒Krank arbeiten, weil es keine soziale Absicherung gibt?

Für viele Personenbetreuer:innen in Österreich ist das Realität. 84% der Kolleg:innen, die an der von der IG24 kürzlich durchgeführten Umfrage mitgemacht haben, gaben an, dass sie sich ihr Leben nicht mehr leisten können, wenn sie krank werden!

Während Arbeitnehmer:innen in Österreich im Krankheitsfall weiterhin Lohn erhalten und zusätzlich Anspruch auf Krankengeld haben, sieht die Situation für Personenbetreuer:innen anders aus:

Arbeitnehmer:innen bekommen Entgeltfortzahlung durch Arbeitgeber:innen - Personenbetreuer:innen arbeiten hingegen selbständig und erhalten erst nach 42 Tagen Unterstützung. Eine ausreichende Absicherung im Krankheitsfall ist somit nicht gegeben. Das bedeutet: Viele Kolleg:innen gehen krank arbeiten, da sie es sich nicht leisten können, zuhause zu bleiben.

“Fehlender Schutz bei Krankheit oder Arbeitsausfall führt dazu, dass wir Angst vor Krankheit und fehlender Absicherung im Krankenstand haben!” - Georgiana S. (rumänische Personenbetreuerin, *Name geändert)

📣Wir sorgen uns um alle - wer sorgt sich um uns?
Am 23. Juni möchten wir für soziale Absicherung im Krankheitsfall, fairen Pensionen und bessere Arbeitsbedingungen in der Personenbetreuung protestieren! Viele Kolleg:innen können nicht selbst vor Ort sein, weil sie arbeiten oder im Herkunftsland sind. Umso wichtiger ist jede Stimme, die sichtbar wird - solidarisiere dich mit uns!

🕥Wann: 23. Juni 13:00–17:00 Uhr
📍Wo: Sozialministerium Stubenring 1, 1010 Wien

👇Du möchtest mitmachen und uns unterstützen? Dann teile diesen Beitrag, komm zu unserem Protest oder bringe dich gerne mit ein!
Kontaktiere uns unter [email protected]

📣💪JETZT das neue Betreuungsvertrag-Muster downloaden und Selbstbestimmter Arbeiten!In den vergangenen Beiträgen haben wi...
27/05/2026

📣💪JETZT das neue Betreuungsvertrag-Muster downloaden und Selbstbestimmter Arbeiten!

In den vergangenen Beiträgen haben wir euch die wichtigsten Punkte im Betreuungsvertrag (Vertrag zwischen Betreuer:innen und Familien) vorgestellt, den wir gemeinsam mit juristischer Unterstützung für unsere Kolleg:innen ausgearbeitet haben. Jetzt ist es soweit - das Vertragsmuster ist fertig!

Die meisten unserer Kolleg:innen arbeiten auf selbstständiger Basis - aber nicht selbstbestimmt! Am Beispiel des Betreuungsvertrags bedeutet das konkret, dass dieser bereits zum Unterschreiben vorliegt, die Vertragsbedingungen bereits bestimmt wurden und wir keinen Handlungsspielraum haben, um sie auch zu unseren Gunsten zu gestalten.

👉Oftmals werden wir auch unter Druck gesetzt, den Betreuungsvertrag schnell zu unterschreiben. Unter solchen Umständen ist es leicht möglich, dass wir mit unserer Unterschrift Bedingungen akzeptieren, mit denen wir gar nicht einverstanden sind. Wir haben also keine Möglichkeit, die Vertragsbedingungen zu besprechen und auszuverhandeln und sehr oft auch keine Zeit, sie überhaupt zu lesen!

Als Selbstständige haben wir jedoch sehr wohl das Recht, unser eigenes Vertragsmuster zu verwenden und somit die Ausverhandlung von Arbeitsbedingungen in eigene Hand zu nehmen!! Der Betreuungsvertrag ist daher das wichtigste Instrument für selbständige Betreuer:innen, denn durch ihn kann man alles bis zum kleinsten Detail vereinbaren. Durch den Betreuungsvertrag werden die Arbeitsbedingungen in den Haushalten festgelegt.

Das Vertragsmuster ist so konzipiert, dass es wichtige Punkte detailliert regelt und dadurch ein gewisser Schutz gegeben werden soll, der ansonsten gesetzlich nicht gewährleistet ist. Im Falle, dass die Vertragsbedingungen von der Familie nicht eingehalten werden, hat man mit dem Betreuungsvertrag eine gute Grundlage, auf welche sich gestützt werden kann.

Wenn ihr ein eigenes Vertragsmuster verwenden und direkt mit euren Klienten:innen den Vertragsinhalt besprechen und euch einig werden könnt, sollten keine unangenehmen Überraschungen eintreten. Daher ist es wichtig, am Anfang an die Arbeitsbedingungen gut zu klären - und dazu dient das Betreuungsvertragsmuster!

📣Wichtiger Hinweis: Das Vertragsmuster wurde mit Sorgfalt erstellt und von Jurist:innen geprüft - wir übernehmen jedoch KEINE Haftung für inhaltliche Fehler oder zwischenzeitliche Änderungen in der Rechtslage. Das Muster des Betreuungsvertrages (deutschsprachig) ist bereits auf unserer Website und kann KOSTENLOS heruntergeladen und verwendet werden. Wir planen, den Betreuungsvertrag in naher Zukunft übersetzen zu lassen.

👇Hier geht es direkt zum Vertrag:
ig24.at/wp-content/uploads/2026/05/Betreuungsvertrag.pdf

👇Ihr findet das Muster auch bei unseren Downloads unter
ig24.at/de/thema/downloads/ (letzter Abschnitt: “Pflege | 24h- Betreuung”) → ig24.at/de/thema/downloads/

👉Kontrolle hinterlässt keine (sichtbaren) SpurenPersonenbetreuer:innen tragen jeden Tag Verantwortung, Fürsorge und emot...
22/05/2026

👉Kontrolle hinterlässt keine (sichtbaren) Spuren

Personenbetreuer:innen tragen jeden Tag Verantwortung, Fürsorge und emotionale Last. Doch hinter der Arbeit, die oft als „selbstverständlich“ gesehen wird, steckt eine Realität aus ständiger Verfügbarkeit, Überwachung und dem Verlust der eigenen Privatsphäre. Im heutigen Beitrag möchten wir euch einen Einblick in die Gefühlswelt der Betreuer:innen geben:

Wenn wir nach Österreich kommen, um als Betreuerinnen zu arbeiten, betreten wir nicht nur ein Haus. Wir treten in ein Leben ein, das nach und nach nicht mehr unser eigenes ist. Das Zuhause der betreuten Person wird zu unserem Arbeitsplatz, unserem Schlafzimmer, unserer Küche – und manchmal zu einem Ort, an dem wir kaum noch Luft bekommen. Es gibt keine Tür, die wir wirklich hinter uns schließen können. Keinen Feierabend, der sagt: „Für heute ist Schluss.“ Wir sind immer da. Tag und Nacht.

In vielen Haushalten gibt es Kameras. Manchmal wird es uns gesagt, manchmal nicht. Selbst wenn wir nicht in unserem Zimmer sind, wissen wir, dass jederzeit kontrolliert werden kann, was wir tun. Die Familie ruft oft an, fragt, wo wir sind, was die zu betreuende Person macht, ob sie gegessen hat, ob sie Medikamente genommen hat. Manchmal müssen wir jede Minute unseres Tages erklären.
Uns wird gesagt, wir sollen nicht zu viel telefonieren. Nicht in unserer Herkunftssprache sprechen, wenn wir nicht alleine sind. Nicht hinausgehen, ohne Bescheid zu geben. Selbst in unserer freien Zeit fühlen wir uns, als müssten wir um Erlaubnis bitten.

Und das schwierigste ist: Wir haben keinen Ort, wohin wir gehen können. Wenn wir sagen, dass wir nicht mehr können, bekommen wir oft nur die Antwort: „Dann finden wir jemand anderen.“ Es gibt immer andere:n verzweifelte Kolleg:innen, die diese Bedingungen akzeptieren. Also schweigen wir. Weil wir das Geld brauchen. Weil zuhause jemand von uns abhängig ist.

Mit der Zeit vergessen wir, wie es sich anfühlt, ein eigenes Leben zu haben. Wir wachen nachts bei jedem Geräusch auf. Wir schlafen leicht, als wären wir ständig im Dienst. Es gibt keine „unsere Zeit“ mehr. Es gibt nur noch die Zeit der zu betreuenden Personen, die Zeit der Familie, die Zeit der Verpflichtungen.Manchmal können wir nicht einmal in Ruhe weinen. Es gibt keinen Ort, der nur uns gehört.
Wenn wir nach Hause zurückkehren, brauchen wir Tage, um zu begreifen, dass wir emotional herunterfahren können, ohne das Gefühl, “gerufen” zu werden. Dass wir hinausgehen können, ohne erklären zu müssen, wohin wir gehen. Dass wir schlafen können, ohne Angst.

Wir, die Personenbetreuerinnen, kümmern uns um Menschen anderer Familien. Aber wer kümmert sich um uns?
💪Wir verlangen kein Mitleid.
💪Wir verlangen Respekt.
💪Wir verlangen das Recht auf Privatsphäre.
💪Wir verlangen echte Freizeit.
💪Wir verlangen soziale Absicherung und eine würdige Pension.
💪Wir verlangen, als Menschen gesehen zu werden – nicht als

Arbeitskräfte, die rund um die Uhr verfügbar sein müssen.
Denn auch wir werden müde.
Auch wir weinen.
Auch wir verdienen es, in Würde zu leben.

Und das, was wir Tag für Tag erleben, hat einen Namen: Kontrolle.
Kontrolle bedeutet nicht nur Regeln und Überwachung. Es bedeutet, ständig verfügbar sein zu müssen. Angst zu haben, „Nein“ zu sagen. Das Gefühl zu haben, dass jeder Fehler dich Arbeit, Geld und Sicherheit kosten kann. Es bedeutet, immer aufmerksam, immer angespannt, immer für andere verfügbar zu sein.
Diese Kontrolle hinterlässt keine Spuren am Körper - aber sie hinterlässt Spuren in unserem Kopf, in unserer Seele und in unserem Leben!

📣„Wir kümmern uns um alle! Wer kümmert sich um uns?“💪Unter diesem Motto werden  wir am 23. Juni von 13:00-17:00 vor dem ...
21/05/2026

📣„Wir kümmern uns um alle! Wer kümmert sich um uns?“

💪Unter diesem Motto werden wir am 23. Juni von 13:00-17:00 vor dem Sozialministerium in Wien protestieren!

Rund 57.000 Personenbetreuer:innen arbeiten in Österreich. Sie verlassen ihre Familien, um mit ihrer Arbeit einen wichtigen Teil zum österreichischen Gesundheitssystem beizutragen. Doch die Lebens- und Arbeitsrealitäten unserer Kolleg:innen sind prekär: Sie arbeiten oft ohne Pause, ohne ausreichende soziale Absicherung, arbeiten isoliert, oft bis zur völligen Erschöpfung. Mit unserer Protestaktion machen wir auf die sehr geringen Pensionen und die daraus folgende Altersarmut von Betreuer:innen aufmerksam und fordern wir verbesserte Pension- und Krankenstandsegelungen, vergleichbar mit angestellten Personen.

Das aktuelle System drängt uns in eine Scheinselbstständigkeit ohne arbeitsrechtlichen Schutz und vollen Zugang zu Sozialrechten. Wir wollen soziale Sicherheit, nicht nur Überleben!

📣Unsere Botschaft an die Politik ist klar: Eine qualitätsvolle Betreuung gibt es nur mit guten, sicheren und fairen Arbeitsbedingungen!

Dieser Protest lebt von unserer gemeinsamen Stärke. Viele Kolleg:innen können nicht selbst vor Ort sein, weil sie im privaten Haushalt unabkömmlich sind oder sich im Herkunftsland aufhalten – umso mehr braucht es jede einzelne Stimme vor Ort!

👇Zeige dich solidarisch und schließ dich unserer Protestaktion an, denn nur GEMEINSAM können die Arbeitsbedingungen verbessern!
Wann: 23. Juni, 13:00 – 17:00 Uhr
Wo: Vor dem Sozialministerium, Wien

Die Vertragsunterzeichnung - auf was muss besonders geachtet werden? 🔎Im heutigen Beitrag möchten wir unsere Kolleg:inne...
15/05/2026

Die Vertragsunterzeichnung - auf was muss besonders geachtet werden? 🔎

Im heutigen Beitrag möchten wir unsere Kolleg:innen zu einem besonders wichtigen Thema informieren - die Unterzeichnung eines Vertrages! Eine Unterschrift ist schnell gesetzt, doch die Folgen wiegen oft schwer. Wer einen Vertrag ungelesen oder ohne tiefere Prüfung unterzeichnet, begibt sich in ein vermeidbares Risiko.

Wichtig ist:
👉Niemals unterschreiben, wenn Vertrag nicht vollständig gelesen und verstanden wurde.
👉Bei nicht ausreichenden Deutschkenntnissen unbedingt den Vertrag in Muttersprache verlangen.
👉Die Liste mit den Aufgaben: In Verträgen gibt es in der Regel eine lange Liste von Tätigkeiten, aber nur die angekreuzten Aufgaben gehören tatsächlich zu den Pflichten. Tipp: Liste sorgfältig durchlesen und nur Aufgaben ankreuzen/annehmen, die wirklich übernommen werden können!
👉Pausenzeiten: müssen KLAR definiert sein und nicht vage formuliert (zum Beispiel „nach Absprache mit der Familie“). Wenn die Pausen nicht eindeutig geregelt sind, besteht die Gefahr, dass sie nicht eingehalten werden. Deshalb gilt: Ruhezeiten klar festlegen!
👉Vor der Unterzeichnung soll überprüft werden, ob im Vertrag eine zusätzliche Bezahlung für Nachtarbeit vorgesehen ist und gesetzliche Feiertage extra bezahlt werden. Falls nicht, sollte dieser Punkt UNBEDINGT ergänzt werden!
👉Wenn die Arbeit aus Gründen, die nicht in der Verantwortung der Personenbetreuer:in liegen (zb. Krankenhausaufenthalt der betreuten Person) nicht ausgeübt werden kann, sollte dies dementsprechend im Vertrag geregelt sein und bei Bedarf selbst hinzugefügt werden! Betreuer:innen haben in solchen Fällen Anspruch auf das ursprünglich vereinbarte Honorar!

👉Überprüfung der Bedingungen für die Beendigung des Vertrags (Kündigung) und in welchen Fällen Sie den Turnus vorzeitig beenden können (z. B. aus gesundheitlichen Gründen oder bei familiären Notfällen).
👉Bei einem Todesfall der betreuten Person sollten vertraglich mindestens 48 Stunden Zeit für das organisieren der Abreise eingeräumt sein!
👉Der Betrag für die tägliche Verpflegung der Betreuer:in ist ein wichtiger Punkt. Dies kann mit den Angehörigen ausverhandelt werden.

Alle genannten Punkte sollten im Vertrag festgehalten werden - wir raten euch dringend, den Vertrag vor dem Unterschreiben aufmerksam durchzulesen.

📣Bei Fragen steht euch unser Beratungsteam KOSTENFREI in Erstsprache zur Verfügung.

👇Ihr möchtet euch beraten lassen?
Schickt uns eine Beratungsanfrage hier: beratung.ig24.at/de/cases/open/

Wichtig! Das neue Muster des Betreuungsvertrags mit allen wichtigen Punkten wird bald kommen!

Wenn wir unsere Interessen nicht selbst schützen, wird es niemand für uns tun!!

💪Gemeinsam sind wir stark - und durch deine Mitgliedschaft wird die IG24 noch stärker.

👇JETZT kostenlos Mitglied werden und gemeinsam mit Kolleg:innen für eine strukturelle Verbesserung in der Personenbetreuung kämpfen.
www.ig24.at/de/mitglied-werden-2/

📣12. Mai - “Internationaler Tag der Pflege” - und wer kümmert sich um uns?Heute, am 12. Mai,  ist der Internationale Tag...
12/05/2026

📣12. Mai - “Internationaler Tag der Pflege” - und wer kümmert sich um uns?

Heute, am 12. Mai, ist der Internationale Tag der Pflege. Dieser wird jedes Jahr als Tag der Wertschätzung für Care-Arbeit gefeiert - und somit auch für die Personenbetreuung in Österreich, die eine wesentliche Säule im österreichischen Pflegesystem darstellt. Der Ursprung dieses Tages geht auf den Geburtstag von Florence Nightingale zurück. Sie hat Pflege als professionellen, systemrelevanten Beruf geprägt und deshalb ist ihr Geburtstag weltweit ein Gedenk- und Aktionstag.

Tage wie diese sind auch für unsere rund 57.000 in Österreich arbeitenden Kolleg:innen wichtig! Zum einen schafft dieser Tag Sichtbarkeit, denn viele Organisationen nutzen diesen Tag, um sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen stark zu machen. Auch wir von der IG24 möchten uns positionieren und fordern mehr als Applaus:

👉Faire Entlohnung
👉Zugang zu sozialer Absicherung wie Urlaubs- und Krankengeld
👉Klare Arbeitszeitregelungen statt unrealistischer Dauerverfügbarkeit
👉ANSTELLUNG JETZT!

Wir von der IG24 planen eine Protestaktion, um auf unsere Situation aufmerksam zu machen und gemeinsam für unsere Rechte zu kämpfen! Jede:r - ob Aktivist:in oder Betreuer:in - kann mitwirken! Nähere Infos dazu folgen in den kommenden Beiträgen oder schreibt uns gerne auch eine Nachricht!

👇Was wünscht ihr euch anlässlich des “Internationalen Tag der Pflege”? Schreibt es in die Kommentare!

Unseren Kolleg:innen wünschen wir für den heutigen Tag Kraft, Zusammenhalt Lasst uns auch weiterhin gemeinsam für unsere Rechte kämpfen- denn wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Tritt unserem Kollektiv bei und unterstütze die IG24 - mehr unter www.ig24.at

📣Wir sorgen uns um alle - wer sorgt sich um uns? - Die Ergebnisse der Umfrage sind da!Kürzlich wollten wir von unseren K...
08/05/2026

📣Wir sorgen uns um alle - wer sorgt sich um uns? - Die Ergebnisse der Umfrage sind da!

Kürzlich wollten wir von unseren Kolleg:innen wissen, was ihre größten Sorgen im Berufsalltag sind und welche Forderungen für künftige Aktionen wichtig sind. Wir möchten als Community aktiv werden und GEMEINSAM einen Protest organisieren! Mehr als 1.500 in Österreich arbeitenden Betreuer:innen haben an der Umfrage teilgenommen. In dem heutigen Beitrag möchten wir euch einen Einblick in die Umfrageergebnisse geben.

👉Die Ergebnisse zeigen klar: Viele Personenbetreuer:innen leben und arbeiten unter enormem Druck. Die größten Sorgen, mit denen unsere Kolleg:innen konfrontiert sind, sind existenzielle Unsicherheiten: 61% können nicht in den Ruhestand gehen – die Pension würde dazu nicht ausreichen. 83% können sich das Leben nicht mehr leisten, wenn sie krank werden. 73% der Betreuer:innen fordern die Anerkennung der Betreuungsarbeit als Schwerarbeit. 68% fordern ein Recht auf Mindestpension, 68% wollen eine Abgeltung des Krankenstandes gleich ab dem 4. Tag ohne Wartezeiten und 44% sprechen sich für eine Senkung oder Aussetzung der SVS-Abgaben im Krankheitsfall aus.

👉Wir haben auch gefragt, wie aktiv unsere Community ist und wie sich die Betreuer:innen engagieren. 55% der befragten Personen waren bisher noch nicht aktiv, 10% waren bei einem Café oder einer Demo der IG24 dabei und 41% haben bereits Kolleg:innen beraten und unterstützt. 72% der Betreuer:innen würden Informationen untereinander teilen, 33% würden Treffen mit Kolleg:innen organisieren und nur 32% sind bereit, an Protesten teilzunehmen.

📣Die Bereitschaft ist zwar da, vor allem was die Informationsweitergabe betrifft. Die Kolleg:innen über unsere gemeinsame Protestaktion zu informieren, ist auch ein wichtiger Bestandteil des Aktivismus. Um überhaupt den politischen Druck zu erzeugen , braucht es jedoch noch mehr aktive Partizipation aus der Community! Wie es geht und was geplant wird, zeigen wir euch in unseren nächsten Postings!

🔎Du möchtest einen Beitrag zur Veränderung in der Personenbetreuung leisten?

📣Solidarisiere dich mit uns, werde kostenlos Mitglied und unterstütze uns bei unseren nächsten Aktionen!

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“DAHEIM BETREUT AWARD” 2026 🏆Bereits zum dritten Mal wurde der “DAHEIM BETREUT AWARD” am 23. April 2026 abgehalten. Die ...
06/05/2026

“DAHEIM BETREUT AWARD” 2026 🏆

Bereits zum dritten Mal wurde der “DAHEIM BETREUT AWARD” am 23. April 2026 abgehalten. Die Veranstaltung wird als “Fest für große Menschlichkeit” bezeichnet - doch warum sind die Arbeitsbedingungen für Betreuer:innen in Österreich dann noch so unmenschlich?

Während von den 57.000 in Österreich tätigen Personenbetreuer:innen nur 17 (Zwei weniger als im Jahr 2025) von ihnen mit 1.500 € und Applaus ausgezeichnet werden, arbeiten Personenbetreuer:innen in Österreich weiterhin unter Bedingungen, die alles andere als preiswürdig sind - Pensionen, die nicht zum Überleben reichen, fehlende soziale Absicherung, überlange Arbeitszeiten und Gewalt am Arbeitsplatz sind einige Beispiele dafür! Bei der Veranstaltung fehlt der konkrete Impuls zur Verbesserung der strukturellen Bedingungen in der Personenbetreuung: Ein fairer Zugang zu Leistungen wie Urlaubs- oder Krankengeld und gerechter Entlohnung werden nicht thematisiert. Stattdessen werden Personenbetreuer:innen als „tragende Säulen der Betreuung in Österreich“ gelobt.

In der Presseaussendung ist von einer “hochkarätigen Jury” die Rede. Doch wer genau in dieser Jury sitzt, bleibt ebenso unklar wie die Frage, nach welchen Kriterien hier eigentlich bewertet wird. Transparenz sieht anders aus. Auch die Wortwahl muss kritisch gesehen werden: die Aussage “Ob punktuell, temporär oder rund um die Uhr” suggeriert v.a. das letztere, dass Betreuer:innen jederzeit verfügbar sein können - eine Erwartung, die weder realistisch noch menschenwürdig ist.

Solange strukturelle Missstände bestehen bleiben, ersetzen Preise keine Rechte. Und wieder bleibt eine Frage offen: Wir sorgen uns um alle – wer sorgt sich um uns?
Was sind deine Gedanken zu Preisen wie dem “DAHEIM BETREUT AWARD?” - Findet ihr, dass das eine echte Form der Anerkennung oder ein kaschieren struktureller Probleme ist?

👇Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!

📣1.Mai - Tag der Arbeit💪Der 1. Mai ist der Tag des gemeinsamen Kampfes für die Rechte der Arbeiter:innen. Der Maifeierta...
01/05/2026

📣1.Mai - Tag der Arbeit💪

Der 1. Mai ist der Tag des gemeinsamen Kampfes für die Rechte der Arbeiter:innen. Der Maifeiertag ist ein gesetzlicher Feiertag und seit 1949 offizieller Gedenktag der Arbeiter:innenbewegung. Dank der Arbeiter:innenbewegung konnten faire Arbeitsbedingungen, soziale Rechte und der 8-Stunden-Tag eingeführt werden.

👉Auch Personenbetreuer:innen kämpfen seit Jahren um faire Arbeitsbedingungen, doch aufgrund der Scheinselbstständigkeit sind unsere Kolleg:innen mit fehlendem arbeitsrechtlichen Schutz und mangelnder sozialer Absicherung konfrontiert. Wir möchten diesen Tag nutzen, um auf unsere Forderungen und die Situation der Personenbetreuuer:innen aufmerksam zu machen.

Überlange Arbeitszeiten (oftmals bis zu 14 Stunden am Tag oder Aufstehen in der Nacht), zwei- bis vierwöchige Turnusse, hohe körperliche und psychische Belastungen führen zu einer extremen Belastung. Das Einkommen der Betreuer:innen liegt ca zwischen 700-1.100 Euro, bei der Verhandlung ihrer Honorare haben sie fast keine Entscheidungsmacht. Aufgrund des isolierten Arbeitssettings sind sie einem hohen Risiko für Gewalt ausgesetzt.

Personenbetreuung braucht:
📣 Arbeitsrechtlichen Schutz inklusive geregelte Arbeitszeiten
📣 Kontrolle und Regulierung von Agenturen
📣 Soziale Sicherheit in Form von fairen Pensionen, Absicherung bei krankheitsbedingten Ausfällen
📣 Adäquate Abgeltung
📣 Anstellung JETZT!

Der 1. Mai erinnert uns daran, dass Veränderungen nur durch Solidarität möglich sind - solidarisiert euch mit der IG24 und kämpft gemeinsam mit uns für eine strukturelle Veränderung in der Personenbetreuung.

✍Welche Bedeutung hat der 1. Mai für euch? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren!

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Schottengasse 3a
Vienna
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