Zum ersten Kommandanten wählte man den Gutsverwalter Simon Herzelle, als sein Stellvertreter fungierte der Braumeister Andreas Jäger. Die Feuerwehr gliederte sich in drei Gruppen, Rotten genannt:
1. Die Steiger, deren Aufgaben war es, den unmittelbaren Angriff auf das Feuer durchzuführen.
2. Die Schutzmannschaft, sie sorgte für Ordnung und Schutz während des Brandes. ruesthaus
Zuständi
g war die Feuerwehr schon damals für die Orte Hörzendorf, Projern, Radweg, Unterwuhr, Zwischenbergen, Unterbergen, Muraunberg, Niederdorf, Tanzenberg, Affelsdorf, Gersdorf, Laasdorf, Dellach, Draschelbach, Baardorf, Arndorf, Streinberg, Holz, Preilitz, Galling, Karlsberg, Ulrichsberg, Teile von Pörtschach am Berg, Beintratten und Wainz. Das erste Feuerwehrdepot war bei Josef Maier in der Galleshütte untergebracht. 1894 wurde von Herrn Kullnig vlg. Hafner ein Grundstück gekauft, wo man das erste Feuerwehrhaus in Hörzendorf baute, außerdem wurde ein Feuerwehrwagen mit Spritze angeschafft. Dem Gründungskommandanten folgte in den Jahren 1900-1910 Alois Stromberger vlg. Murauner, und 1910-1912 der Maurermeister Josef Kuchling aus Unterbergen. 1912 übernahm Franz Jahn aus Arndorf die Kommandantenstelle. Wie lange er die Führung der Feuerwehr inne hatte und wann er die Feuerwehr an seinen Nachfolger Arnulf Tomaschitz aus Dellach übergab, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Es ist nur bekannt, dass 1923 wieder eine neue Spitze angeschafft wurde und dass bei der Einweihung die Mannschaft 18 Mann betragen hat. 1952 übernahm Erich Tomaschitz von seinem Vater die Kommandantenstelle. 1959-1963 führte die Feuerwehr Franz Jahn aus Arndorf. 1963-1967 war Adolf Strauß Kommandant. Von 1967-1990 führte dann Kropf Robert die Feuerwehr an, bis er 1990 als Bezirkskommandant gewählt wurde und dieses Amt bis ins Jahr 2003 ausübte! Er trat als Kommandant zurück und Josef Kleb übernahm das Kommando. Nach 16 Jahren übergab am 31.12.2005 Kleb Josef das Kommando dem jetzigen Kommandanten Jandl Georg die Führung der Feuerwehr. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen und auch danach war es durch die geringen Mittel der Gemeinde Hörzendorf nicht leicht die Feuerwehr auszurüsten. Trotz allem wurde schon in den 30er Jahren die Löschgruppe in Projern gegründet und mit einen Wagen ausgerüstet, der beim Michl untergebracht wurde. Die Feuerwehr in Hörzendorf wurde mit einer neuartigen mechanisch betriebenen Spritze, wie es nach einem größeren Stadelbrand in Projern in der Schulchronik vermerkt ist, ausgestattet. Aus englischem Beutegut wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auch für Projern eine Motorspritze organisiert, das Landesfeuerwehrkommando zog aber die Spritze ein - erst nach langer Intervention von Kommandant Tomaschitz bekam die Feuerwehr die Spritze wieder zurück. Das Beförderungsmittel, ein Anhänger mit Panzerlaufrädern, wurde vom Hörzendorfer Schmied Ernst Kraschl gebaut. Im Jahr 1960 schaffte man in Hörzendorf die Sirene an. 1964 hat die Feuerwehr Hörzendorf gemeinsam mit der Löschgruppe Projern erstmals bei einem Bezirksleistungsberwerb der Stufe I mitgemacht. Im Jahr 1967 übernahm der spätere Bezirksfeuerwehrkommandant das Kommando der Feuerwehr Hörzendorf-Projern. Die beiden Löschgruppen wurden zusammengelegt und im Jahr 1971 eine neue Tragkraftspitze TS VW 75 angeschafft. Nach der Eingemeindung der Gemeinde Hörzendorf zur Stadtgemeinde St. Veit/Glan im Jahr 1973 ging der Langersehnte Wunsch eines Löschfahrzeuges endlich in Erfüllung und ein gebrauchter Ford FK 1000 der Feuerwehr St. Veit wurde nach Projern überstellt. Damit begann für die Kameraden eine rege Bautätigkeit, es mussten Garagen, Umkleideraum und Schulungsraum in der Volksschule geschaffen werden, und die Feuerwehrkameraden halfen fleißig mit. Im Jahr 1975 wurde auch die zwei Kilometer entfernte Feuerwehr Karnberg an die Feuerwehr angeschlossen und somit der Pflichtbereich auch auf die Ortschaften Karnberg und Ebersdorf erweitert. Im Jahr 1975 wurde dank der unermüdlichen Tätigkeit des Kommandanten ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug der Marke Tigrotto 1500 angekauft. Zugleich musste das Rüsthaus wieder erweitert werden und wieder halfen alle Kameraden kräftig mit. Das nächste Ziel war den schon altersschwachen FK 1000 gegen ein neues Löschfahrzeug einzutauschen. Dieser Wusch konnte 1977 erfüllt werden. Ein Ford Transit wurde gekauft und aus Mitteln der Kameradschaft zum Löschfahrzeug umgebaut. Der letzte Umbau erfolgte 1986. Der Schulungs- und Kameradschaftsraum entspricht nicht mehr den Anforderungen und wurde ausschließlich aus Mitteln der Kameradschaft auf den jetzigen Stand gebracht.
1988 war für die Feuerwehr ein schwarzes Jahr. Kamerad Helmut Ortner verunglückte bei einem Einsatz tödlich. Die gute Kameradschaft in der Wehr ist auch ausschlaggebend, dass manche schwere Stunden überwunden wurden. Erfreulicheres gab es dann wieder 1992. Anfang des Jahres wurde das neue Tanklöschfahrzeug ausgeliefert. Durch die ausgezeichnete Arbeit der Kommandanten Kropf Robert und seines 1990 nachfolgenden Kommandanten Kleb Josef wurde auch stets an Abschnitts.- Bezirks.- und Bundesleistungsbewerben teilgenommen und gute Plazierungen erreicht. Der nächste Höhepunkt datiert vom Dezember 1999, als die Wehr von Bürgermeister Gerhard Mock ein Kleinlöschfahrzeug der Marke Mercedes-Sprinter übernehmen konnte. Im darauffolgendem Jahr wurde aus mitteln der Kameradschaftskasse ein Anhänger gekauft, um bei Hochwassereinsätzen sämtliches Arbeitsgerät zum Einsatzort mitzunehmen. Im Jahr 2002 wurde vom Kärntner Landesfeuerwehrverband eine Gesetzesänderung durchgeführt, welche das Eintreten von Frauen in den Feuerwehrdienst erlaubte. Das nahmen drei Mädchen war und traten unserer Wehr bei. Durch immer mehr Anschaffungen wie zum Beispiel Restlossauger, Tauchpumpen, Schlammpumpe, usw. wurde der Platz in der Feuerwehr zu eng. Im Jahr 2007 wurde unser Rüsthaus neu umgebaut. Wir haben einen Garagentrakt mit neuen Sanitäranlagen zugebaut, welche ausschließlich Kameraden der Feuerwehr durchführten. Um die Umbauarbeiten abzuschließen wurden im darauffolgendem Jahr auch der Kameradschaftsraum eine Küche und ein kleines Büro für Einsatznachbearbeitungen neu gestaltet und eingerichtet. Unser letztes Highlight war ein neuer Katastrofenanhänger für unser Tanklöschfahrzeug, welcher im Jahr 2010 aus der Kameradschaftskasse mitfinanziert wurde. Im Jubiläumsjahr 2011 hat die Feuerwehr einen Mannschaftsstand von 28 Aktiven und 6 Alt/Ehrenmitglieder. Unser Fuhrpark umfasst ein Tanklöschfahrzeug Bj. 1992. Ein Kleinlöschfahrzeug Bj. 1999 und zwei Kat-Anhänger.