28/12/2025
Games lösen keine strukturellen Probleme.
Aber sie können ein mentaler Neustart sein.
Ein Raum für Erholung, Freude, Fokus – und manchmal genau das, was Menschen brauchen.
Manchmal reicht es eben, ein paar Münzen einzusammeln, um sich daran zu erinnern, wie sich Staunen anfühlt. 🍄⭐
Videospiele können Erwachsenen guttun – und dafür gibt es wissenschaftliche Hinweise. Eine neue Studie von Forschenden des Imperial College London zeigt, dass Spiele wie Super Mario Bros. und Yoshi das Burnout-Risiko bei jungen Erwachsenen messbar senken können. Der Schlüssel liegt dabei in etwas, das unter Stress oft verloren geht: kindliche Neugier und Staunen.
So gingen die Forschenden vor:
41 Studierende wurden ausführlich interviewt, weitere 336 nahmen an einer Umfrage teil. Die Teilnehmenden spielten Mario- und Yoshi-Spiele freiwillig und ausschließlich zum Vergnügen. Wer während des Spielens mehr „kindliches Staunen“ empfand, berichtete von höherem Wohlbefinden. Dieser Anstieg an Zufriedenheit erklärte statistisch den Rückgang des Burnout-Risikos.
Warum gerade diese Spiele wirken:
Die bunten Farben, die verspielte Musik und das geringe Risiko zu scheitern schaffen eine entspannte Atmosphäre. Neugier wird belohnt, Perfektion ist unwichtig. Kurze Phasen konzentrierter Aufmerksamkeit wechseln sich mit Momenten der Entlastung ab, ohne zusätzlichen Druck.
Die Wirkung endete nicht beim Spielen selbst. Viele Teilnehmende gaben an, im Alltag wieder mehr auf kleine Dinge zu achten, etwa auf Wolken, Sonnenlicht oder kurze schöne Momente. Natürlich ersetzen Videospiele keine echte Unterstützung und lösen keine strukturellen Probleme. Doch manchmal hilft ein mentaler Neustart – und der kann so simpel sein wie Münzen einsammeln und sich daran zu erinnern, wie sich Staunen anfühlt.