08/06/2026
Artenvielfalt verstehen und schützen
Warum machen wir das – Staudenknöterich entfernen?
Das wurden wir schon oft gefragt. Es geht um nicht weniger, als unseren kleinen Mitgeschöpfen ihren Lebensraum zurückzubringen.
Wir sind nichts ohne die Natur, aber die Natur wäre alles ohne uns. Dieses Problem ist menschengemacht und nun liegt es in unseren Händen, was wir den nächsten Generationen übergeben.
Hallo, mein Name ist Alfred Sosna,
Mein Interesse besteht darin, unsere mannigfache natürliche Flora und Fauna nicht nur kurzweilig zu schützen, sondern auch für nachfolgende Generationen zu erhalten.
Ich habe in meiner Kindheit am Stadtrand von Wien erleben müssen, wie sorglos mit den Lebensräumen von Tieren, Pflanzen und nicht zuletzt auch mit Pilzen umgegangen worden ist.
Wertvolle Ruderalflächen wurden verbaut und damit versiegelt, unzählige Kleingewässer wurden trockengelegt. Straßen durchschnitten natürliche Habitate von Lebewesen, die dadurch in ihrer geringen Populationsdichte nicht mehr die Fähigkeit besaßen, sich erfolgreich zu vermehren.
Nach und nach starb in diesem Stadtteil eine Spezies nach der anderen aus.
Das möchte ich nun in unserer noch natürlichen Umgebung nicht noch einmal erleben müssen.
Dankenswerterweise hat sich heute bei mehr Mitbürgern als damals ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass ein gesunder Lebensraum für Menschen auch eine gesunde natürliche Umgebung beinhaltet. Dazu gehört es auch, unsere Vegetation so gut wie möglich vom Staudenknöterich zu befreien.
Diese Pflanze kommt hier nicht natürlich vor und überwuchert in kürzester Zeit konkurrenzlos ganze Lebensräume. Der Entfernung dieser invasiven Pflanze hat sich seit einem Jahr Barbara Moser mit ihrem Verein WurzelWerk-Umwelt verschrieben.
Die sich nun eröffnende Chance für die Tierwelt, die durch die wiederaufkommende Artenvielfalt der Pflanzen auf den vom Staudenknöterich befreiten Flächen entsteht, nimmt allmählich Gestalt an.
Von jener Tierwelt, die mit den nun wieder heimischen Pflanzen am Laabenbach eine wichtige Symbiose unterhält, möchte ich gerne am GEHsundheitstag am Samstag, dem 20. Juni, berichten.
Wir freuen uns auf Deinen Besuch!
Alfred Sosna & Barbara Maria Moser