25/07/2026
Die (Dipsacus fullonum, Dipsacus sylvestris) ist in vielerlei Hinsicht eine besondere Pflanze.
Der Name Karde selbst bezieht sich auf die frühere Verwendung zum Kardieren, also Kämmen von Fasern wie Wolle, und zum Aufrauen von Wollstoffen für die Lodenherstellung.
Ihre Blätter bilden kleine Trichter, in denen sich Regenwasser sammelt. Viele Insekten aber auch Vögel wissen dieses wichtige Wasserreservoir zu nutzen. Dieses Regenwasser war früher als sogen. „Venusbad“ für Schönheits- und Gesundheitsanwendungen im Gesichtsbereich bekannt.
Die Wilde Karde gilt als Archäophyt, wurde also bereits im Mittelalter aufgrund der breiten Anwendungsmöglichkeiten bei uns eingebürgert. Die ursprünglich im Mittelmeer-Raum sowie in Westasien und Nordafrika heimische Pflanze wurde bereits in der Antike für Wundheilung und Behandlung von Hautkrankheiten wie Fisteln und Warzen aber auch (Nagel-)Geschwüren benutzt, wofür Pasten aus der Wurzel verwendet wurden. Aber auch bei Magen- und Darmbeschwerden sowie Leberleiden wurde die Pflanze eingesetzt.
Heute hat die Wilde Karde in der Naturmedizin vor allem in der Unterstützung von Borreliose-Krankheiten Bekanntheit erlangt.
Die Pflanze ist von großem ökologischen Nutzen für eine Vielzahl an Insekten, die sich den hohen Nektarwert von 3 und den guten Pollenwert von 2 in der Blütezeit von Juli und August zunutze machen.
Wildbienen wie die Blaue Holzbiene, Distel-Mauerbiene, Gelbbindige Furchenbiene, Ackerhummel, Erdhummel, Gartenhummel sowie Schmetterlinge wie Admiral, Distelfalter, Tagpfauenauge, Kaisermantel und Zitronenfalter sind auf der Wilden Karde zu finden.
Hast du eine Wilde Karde in deinem Garten entdeckt? Lass sie unbedingt stehen, damit sich die 2-jährige Pflanze selbst aussäen kann und somit ausdauernd die genannten Tiere sich daran laben können. 😊
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