11/10/2026
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🤔 Kranich – oder nicht?
Seit einigen Jahren fliegen Kraniche verstärkt von Osten aus kommend nach Österreich ein und danach nördlich oder südlich der Alpen weiter in ihre Winterquartiere. Um diese Veränderung besser zu erfassen, melde uns bitte deine Kranich-Sichtung: https://www.birdlife.at/kranich-meldeaktion/
Wer unsicher bei der Bestimmung ist, hier gibt's Tipps!
1⃣ Silhouette: Kraniche sind mit einer Spannweite von 180 bis 222 Zentimetern deutlich größer als Wildgänse und Kormorane (Wildgänse bis etwa 175 cm, Kormorane bis 150 cm). Auffällig sind vor allem die langen Beine der Kraniche, die im Gegensatz zu Gänsen und Kormoranen im Flug weit über die Schwanzfedern hinausragen. Charakteristisch sind außerdem die langen Federn an den Flügelspitzen, die weit abgespreizt und an „Finger“ erinnernd wirken. Die Flügel erscheinen insgesamt eckiger, während sie bei Gänsen und Kormoranen spitzer zulaufen. Graureiher sind kleiner als Kraniche und verraten sich im Flug durch seinen S-förmig eingezogenen Hals, während Kraniche stets mit ausgestrecktem Hals fliegen.
2⃣ Zugverhalten: Kraniche und Wildgänse zeigen ein ähnliches Zugverhalten und nutzen oft dieselben Rastgebiete. Im Flug können auch Kormorane ähnlich aussehen. Alle drei Arten fliegen häufig in großen Trupps in sogenannten Keil- oder V-Formationen, schräg versetzt ein Vogel hinter dem anderen. Dadurch sparen sie bei ihren weiten Flügen Energie, indem sie den Windschatten des „Vordervogels“ nutzen. Graureiher hingegen fliegen eher einzeln oder in lockeren Trupps, können aber auch in V-Formation beobachtet werden.
3⃣ Thermikflug: Wenn günstige Aufwinde vorhanden sind, nutzen Kraniche die Thermik, schrauben sich in die Höhe und gleiten anschließend längere Strecken – oft ohne mit den Flügeln zu schlagen.
4⃣ Lautäußerungen: Kraniche rufen langgezogen und trompetenartig, während Gänse schnattern, quaken (Graugans), quieken (Blässgans) oder nahezu lautlos fliegen (Saatgans). Kormorane dagegen rufen im Flug nicht und Graureiher rufen krächzend.